Thai/Kickboxen

Day of the Fight XII: Mutafjan, Goga & Reinhardt holen Titel

Der zwölfte Day of the Fight am vergangenen Samstag bot alles, was es für einen spannenden und spektakulären Abend brauchte: packende und technisch starke Kämpfe, krachende Knockouts - die Zuschauer in der vollen OSPA-Arena sollten auf ihre Kosten kommen.

Wachs verpasst WM-Triumph

Es war der letzte Kampf der Veranstaltung und er sollte der krönende Schlusspunkt auf einer tollen Veranstaltung werden. Der Kampf zwischen David Wachs (German Fight Company) und Chris van Hoecke (Ginko Sports). Nach einer recht ausgeglichen Auftaktrunde konnte Wachs in Durchgang zwei die klareren Treffer in das Ziel bringen, indem er van Hoecke mit guten Box- und Kickkombinationen traf. Beide Akteure rasselten allerdings hier mit den Köpfen aneinander, wo sich bei Wachs ein Cut an der Augenbraue bildete. Wohl wissentlich, dass es über fünf Runden eng werden könnte, warf Wachs in Runde drei alles in die Waagschale und wurde hier vom Belgier ausgekontert. Dieser traf Wachs hart und der Lokalmatador wackelte. Bevor er richtig zu Boden ging, kam aus seiner Ecke das Handtuch zum Zeichen der Aufgabe. So hart kann der Sport nun einmal sein.

Mutafjan mit Kurtzeinsatz
Den ProAM-WM-Titel der WKU hatte Lokalmatador Mutafjan bereits und mit dem der WKN sollte der nächste folgen. Doch bevor der Kampf überhaupt erst richtig in Fahrt kommen konnte, war er auch schon wieder vorbei. Aram Mutafjan erwischte Yvon Le Gluet mit einer brachialen Rechten genau am Kinn und schickte diesen damit zu Boden. Zwar konnte sich der Franzose wieder erheben, war aber bei weitem noch nicht kampfbereit.

Reinhardt weiter ungeschlagen
Lokalmatador Marian Reinhardt machte sich gegen Steffen Voss auf, sich den ersten Titel seiner Laufbahn zu sichern. Reinhardt ging druckvoll in den Kampf, doch auch der Kieler Voss wollte beweisen, dass er nicht zum verlieren nach Rostock gekommen war. Immer wieder versuchte Reinhardt mit seinem aggressiven Kampfstil seinen Gegner zu beeindrucken. Gegen Ende von Runde eins schwoll das rechte Auge von Voss nach einem Treffer mit dem Knie auch immer weiter zu, so dass in der Rundenpause der Arzt einen Blick darauf werfen musste. Noch bevor die nächste Runde angeläutet werden konnte, kam aus der Ecke von Voss das Handtuch zum Zeichen der Aufgabe.

Goga schnappt sich ersten Titel

Im ersten Titelkampf des Abends traf Antonia Goga von der Rostocker German Fight Company auf Friederike Häntschel aus Eggesin. Beide Damen liesen sich nicht lange bitten und starteten einen aggressiven Kampf. In diesem auf vier Runden angesetzten Duell war es vielleicht nicht der technisch schönste Kampf, dafür war er aber verbissen und spannend zugleich. Hierbei konnte sich Goga mit zunehmender Kampfdauer auch die Vorteile auf bei den Zettel der Punktrichter sichern. Die Rostockerin lies Häntschel keine Pause um durchzuschnaufen und setzte diese permanent unter Druck. Auch eine Cut-Verletzung konnte Goga nicht von ihrem Ziel, dem Gewinn des Kampfs abbringen lassen. So sahen es nach vier Runden auch die Punktrichter welche mit 39-37, 40-36 und 39-37 für Antonia Goga werteten.

Trittau vs. Lissabon
So lautete es bei drei Paarungen in denen die Xite-Gym-Kämpfer und Kämpferinnen Florian Kröger, Meryem Uslu und Kevin Burmester auf Luis Malyck Tavares, Maria Lobo und Bruno Almeida trafen. Hier machte Kröger den Auftakt gegen Tavares und der Hamburger beeindruckte durch seinen variablen Kampfstil. Da Kröger immer in Bewegung blieb, bot er seinem Gegner auch nur selten die Möglichkeit, ihn zu stellen und dementsprechend hart zu treffen. Der einstimmige Punktsieg nach drei Runden war der verdiente Lohn für eine sehr gute Leistung im Ring.

Ausgeglichener gestaltete sich der Kampf zwischen Meryem Uslu und Maria Lobo. Eine harte und erfahrene Gegnerin die Uslu hier vor der Nase hatte, aber auch genau ein solche wünschte sich auch die Hamburgerin. Während Uslu zu Beginn einer jeden Runde zunächst die klareren Treffer setzte, kam Lobo jeweils immer im zweiten Teil der Runde besser in den Kampf. Keine leichte Aufgabe für die Punktrichter, welche hier das letzte Wort hatten. Während einer Uslu in Front sah, wertete der zweite für Lobo. Der dritte sah dieses Duell als unentschieden, was dann auch letztendlich das Ergebnis war. Ein technisch sehr starker Kampf von beiden Frauen.

Es gibt die Tage, da will es einfach nicht laufen und genau das wird sich auch Kevin Burmester gedacht haben, welcher auf Bruno Almeida traf. Eigentlich hatte Burmester in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit Kämpfern aus Portugal gemacht, in Rostock war dies allerdings nicht der Fall. Almeida wirkte zwar etwas unscheinbar, doch dieser Eindruck sollte täuschen. Der Portugiese war an diesem Abend schneller in seinen Aktionen und lies Burmester nur selten zur Entfaltung kommen. Burmester musste erkennen, dass es an diesem Abend an Almeida kein Vorbeikommen gab und musste sich einstimmig nach Punkten geschlagen geben.

Day of the Fight XII
3. Oktober 2015
OSPA-Arena, Rostock


WKN-ProAM Weltmeisterschaft / Kickboxen
Chris van Hoecke bes. David Wachs durch Aufgabe in Runde drei

WKN-ProAM Weltmeisterschaft / K-1
Aram Mutafjan bes. Yvon Le Gluet durch KO in Runde eins

WKN-ProAM Deutsche Meisterschaft / K-1
Antonia Goga bes. Friederike Häntschel durch einstimmige Punktentscheidung

WKN-ProAM Deutsche Meisterschaft / K-1
Marian Reinhardt bes. Steffen Voß durch Aufgabe in Runde zwei

K-1
Meryem Uslu vs. Maria Lobo endete unentschieden
Florian Kröger bes. Luis Malyck Tavares durch einstimmige Punktentscheidung
Bruno Almeida bes. Kevin Burmester durch einstimmige Punktentscheidung
Rokas Karoblis bes. Meickel Nitzke durch mehrheitliche Punktentscheidung
Yones Khoshmanek bes. Johannes Rathsack durch geteilte Punktentscheidung
Hugo Santos bes. Maximilian Rakow durch T.k.o. in Runde zwei
Dennis Rein bes. Enrico Koch durch T.k.o. in Runde eins
Timo Amoew bes. Djibril Jango Bukojoka durch einstimmige Punktentscheidung
Kerim Hüdür bes. Jack Sowathee durch einstimmige Punktentscheidung
Maximilian Kurschat bes. Oliver Staeben durch geteilte Punktentscheidung
Christian Witkowski bes. Philipp Krolop durch geteilte Punktentscheidung
Max Triebsch bes. Wolodymin Shapovalov durch geteilte Punktentscheidung
Melvin Schulz bes. Jan Titze durch einstimmige Punktentscheidung