Thai/Kickboxen

David Wachs: „Ich habe das gemacht, was mein Trainer gesagt hat“

WKN-Champion David Wachs (Foto: Philip Müller)

Am vergangenen Wochenende sicherte sich David Wachs (German Fight Company) auf der 2. Xite Fight Night in Trittau den Intercontinental-Titel nach Version der WKN – sein bisher vierter Titel. Wie der 29-Jährige den Kampf selbst erlebt hat und wie die weiteren Planungen für das Jahr 2015 aussehen, das hat er Groundandpound.de im Interview verraten.

Groundandpound.de: David, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Intercontinental Titels der WKN. Erzähl unseren Lesern doch erstmal was über dich, es ist ja unser erstes Interview zusammen.
David Wachs: Hallo erstmal und danke für die Glückwünsche. Für die, die mich noch nicht kennen, ich bin David Wachs 29 Jahre jung und komme aus Rostock. Ich trainiere und leite mit meinem Vater zusammen seit 5 ½ Jahren das Fitness-& Kampfsportstudio German Fight Company. Ich betreibe seit 1996 Kickboxen und habe aus der Leidenschaft und meinem Hobby dann auch später meinen Beruf gemacht.

Du solltest bei der 2. Xite Fight Night im Hauptkampf zunächst gegen Youssef Boulatari antreten. Kurzfristig wurde jedoch die Rolle deines Gegners mit Argiris Manekas besetzt. Wie siehst du selbst den Kampf nachdem die ersten Wunden abgeschwollen sind?
Im Großen und Ganzen doch recht positiv. Ich habe das gemacht, was mein Trainer Lutz Burmester gesagt hat und so die ersten vier Runden glaube ich doch ganz klar für mich entschieden. Der "Hunter" war nicht so leicht zu kämpfen, sehr aggressiv und nicht ungefährlich. Deswegen haben wir uns entschieden, den Kampf sicher nachhause zu fahren, was dann auch geklappt hat.

Gehst du speziell an solch einen Kampf heran oder was ist dein Geheimnis der Vorbereitung?
Ich habe mir mit meinem Trainer zwei Videos von dem Griechen angeguckt. Da wir aber nichts besonderes an seinem Kampfstil sehen konnten, haben wir uns wie für jeden anderen Kampf vorbereitet.

Planst du schon die nächsten Kämpfe? Wenn ja, was kannst du unseren Lesern schon verraten?
Wir sind jetzt grade in der Planung, was den Jahresverlauf angeht. Natürlich alles abgestimmt auf den 3. Oktober 2015 für unsere große Veranstaltung, den 12. Day of the Fight hier in Rostock.

David Wachs in Aktion. (Foto: Torsten Helmke)
David Wachs in Aktion. (Foto: Torsten Helmke)

Was motiviert dich nach nun schon fast 15 Jahren Wettkämpfen, jedes weitere Mal die Strapazen der intensiven Vorbereitung auf Dich zu nehmen? Ein eigener Verein trägt ja auch Arbeit und Verpflichtungen mit sich.
Die Freude am Sport ist es. Natürlich hab ich gute Voraussetzungen, denn ich habe keine langen Wege zum Studio, sondern bin jeden Tag vor Ort. Außer die drei Tage in der Woche, die ich zu meinem Trainer nach Trittau fahre. Ich erfahre super Unterstützung durch meinen Vater und meine Freunde. Das alles macht es mir leicht, mich immer wieder auf einen Kampf vorzubereiten.

Wer waren damals deine Idole oder Vorbilder des Sports?
Ich war damals auf einem Seminar von Ferdinand Mack, das war schon nicht schlecht. Damals war es ja noch Leichtkontakt und später dann Vollkontakt, wo ich mir früher viele Videos von ihm angeguckt habe.

Gibt es für dich einen Wunschgegner, jemanden mit dem du dich gern mal messen möchtest?
Nein, niemanden konkreten oder speziellen. Ich bin ehrgeizig und möchte daher immer gegen gute Leute kämpfen.

Als letzte Frage für heute: Wo siehst du das K-1 in den nächsten Jahren?
Ich glaube, der K-1-Sport wird immer größer werden. Wenn ich schon sehe wie breit gefächert die Kurse bei uns sind von jung bis alt, von männlich bis weiblich - alles dabei und das ist ja schon ein Zeichen, dass der K-1-Sport sich positiv immer weiter entwickelt. Sat.1 ist ja nun auch schon auf den Zug aufgesprungen. Mal gucken, wann weitere Fernsehsender dazu kommen und Veranstaltungen aus ganz Deutschland übertragen.

Das Zeichen zum Sieg. (Foto: Philip Müller)
Das Zeichen zum Sieg. (Foto: Philip Müller)

Wie immer gehören dem Sportler die letzten Worte.
Ja, ich möchte mich als erstes bei meinem Trainer Lutz Burmester bedanken, bei meinem Vater, der mich auch mit vorbereitet hat und bei allen Trainingspartnern. Des Weitern natürlich bei meinen Freunden und Vereinskollegen, die mit in Trittau waren und mich unterstützt haben.  Zu guter Letzt möchte ich mich dann noch bei den Sponsoren bedanken, ohne die eine gute Vorbereitung nicht möglich wäre.