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Danyo Ilunga bestätigt seine Extraklasse

Danyo Ilunga mit Simon Rutz und seinen Betreuern. (Alle Fotos via It's Showtime)

Im Warszawskie Centrum Expo XXI in Warschau, Polen verfolgten am Samstag, dem 11. Juni die Besucher des VIP It's Showtime Events sowie erneut Millionen TV-Zuschauer in 89 Ländern gespannt Danyo Ilungas Auftritt im Ring.

Nach nunmehr knapp drei Monaten musste der sympathische Deutsch-Kongolese seinen im März in Amsterdam errungenen It's Showtime 95kg WM-Titel in einem Pflichtkampf verteidigen.

Danyo hatte sich extrem gut unter der Leitung von Remy Bonjasky/Bonjasky Academy und Asmir Burgic/Fighting Gym Waldbröl vorbereitet. Die hervorragende Arbeit seiner neuen Krafttrainer und Physiotherapeuten vom J & C Sportrevalidatie Team aus Almere unter der Leitung von Charley Heus entschied zusätzlich über den nicht zufälligen Erfolg des Waldbrölers.

„Wer in der Champions League mitspielen möchte, der benötigt ein solches Team – das gilt im Fußball genauso wie im Kampfsport. Erfolg entsteht nicht nur durch die Leistung einer einzelnen Person. Ich bin froh, solch ein Team hinter mir zu haben...“ Die Worte eines glücklichen Siegers, der auch in dem Moment des größten Erfolges nicht nur an sich denkt.

Seit Wochen bereitete Danyo sich hart in den Niederlanden und in Deutschland auf seine neue Aufgabe vor. Für den 11. Juni stand ein sehr starker Gegner, Nenad Pagonis, vom legendären Mike's Gym in Holland für die Pflichtverteidigung auf dem Programm.

Nenad Pagonis fiel zuletzt beim It's Showtime Event in Athen mit einer überragenden Leistung gegen Rustemi Kreshnik auf. Er gewann diesen Kampf sehr verdient nach Punkten.

Professionelle Videoanalysen von Kämpfen des Gegners bestätigten, dass diese Leistung kein Zufall war. In den Wochen der Vorbereitung wurde Danyo dann optimal auf den Gegner eingestellt.

Am 11. Juni setzte Danyo Ilunga seinen Gegner mit kontrollierter Aggressivität gezielt unter Druck. In der ersten Runde musste Danyo noch selbst einige Aktionen einstecken, verlor aber nie die Kontrolle über den Gegner und zeigte von Anfang an, dass er der würdige Titelträger und „Herr im Ring“ ist. Über den gesamten Kampfverlauf sah man Nenad Pagonis im „Rückwärtsgang“.

Ausgezeichnete Stellungs- und Bewegungsarbeit kombiniert mit präzisen Treffern machten in den zwei folgenden Runden des auf fünf Runden angesetzten Kampfes deutlich, dass dieser Kampf nicht über die volle Distanz gehen würde. Dies war auch die einhellige Meinung der TV-Kommentatoren.

Die Bestätigung folgte prompt in der vierten Runde:

Nenad Pagonis wurde von einem Schlag schwer getroffen und ging zu Boden. Nachdem er bis acht angezählt wurde, hatte man den Eindruck, dass er noch nicht wieder richtig erholt war. Nachdem der Ringrichter den Kampf erneut freigab, stürmte Danyo auf seinen Gegner los und witterte seine Chance auf einen KO-Sieg. Pagonis musste daraufhin erneut angezählt werden, der Ringrichter brach aber den Kampf ab, weil Pagonis nach dem Anzählen noch wankte.

Somit heißt der alte und neue Weltmeister Danyo Ilunga. Stolz bekommt er von Simon Rutz den WM-Titel überreicht. Dieser bleibt nun vorerst in Deutschland.

„Es ist super für mich gelaufen. Ich war richtig gut drauf und wollte den Gürtel unbedingt wieder mit nach Deutschland nehmen. Von Anfang an habe ich gewusst, dass es mein Tag ist. Ein besonderer Dank gilt meinem Team, meinen Sponsoren XTFC, Booster und Fight & Power Dubai, die mir das alles erst ermöglicht haben sowie natürlich meinen Fans und meiner Familie“, so Ilunga direkt nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung. „Es ist alles wie im Traum.“

Wenn Danyo sich so weiter entwickelt, dann stehen die Chancen wirklich gut, eines Tages in Remy Bonjaskys Fußstapfen zu treten. Auf jeden Fall sollte man ihn nicht aus den Augen verlieren und seine Karriere weiter gespannt verfolgen. Den Foren und seiner Facebookseite ist das Feedback seiner Fans deutlich zu entnehmen: Seine Fans drücken ihm die Daumen und wünschen alles erdenklich Gute für seine Ziele. Für sie ist er der neue Held der K-1- und Kickboxsports.