Thai/Kickboxen

Daniela Graf gibt Glory-Debüt

Daniela Graf startet bei Glory 33. (Foto: Irina Schmal)

Dass Glory mittlerweile auch den Damen eine Möglichkeit gibt, ist ja bekannt. Beim ersten Bantamgewichts-Turnier wurden bereits die beiden ersten Viertelfinalpaarungen sowie ein Reservekampf ausgetragen. Am 10. September geht es bei Glory 33 in die nächste Runde und das auch mit Beteiligung aus Deutschland.

Wer jetzt an Namen wie Meryem Uslu, Dilara Kocak, Julia Symannek oder vielleicht Ümmi Erdogan gedacht hat, liegt falsch und zwar komplett. Denn nicht eine der gerade genannten Damen, sondern die Karlsruherin Daniela Graf wird bei Glory 33 in New Jersey am 10. September das dritte Viertelfinale bestreiten. Wenn man ehrlich ist, schon eine kleine Überraschung. Dabei ist Graf doch ein wahres Multitalent in Sachen Kampfsport.

Egal ob Boxen, Kickboxen oder Muay Thai - Graf ist überall aktiv und hatte dabei u.a. schon das Vergnügen mit der "Killer Queen" Susi Kentikian oder der ehemaligen WKA-Championesse Cindy Metz aus München. Dass überhaupt eine Kämpferin aus Deutschland für diesen Grand Prix ausgewählt wurde, ist eigentlich schon eine positive Entwicklung. Für die Deutsche-, Europa- und Weltmeisterin im Kickboxen & Muay Thai Daniela Graf dürfte dies zweifelsohne eine der größten Chancen in ihrer sportlichen Laufbahn bisher sein.

Ihre Gegnerin im Sun National Bank Center wird die US-Amerikaner Zoila Frausto sein, die Ehefrau des UFC-Veteranen Jorge Gurgel. Diese besitzt zwar im Kickboxen lediglich eine Bilanz von vier Kämpfen ohne Niederlage, hat dafür aber im MMA mit zwölf Siegen aus 17 Kämpfen eine sehr respektable Kampfbilanz. Dabei hatte 32-jährige bereits mit so bekannten Namen wie Miesha Tate, Jessica Penne, Megumi Fujii oder Rosi Sexton im Ring bzw. Käfig gestanden.

Das ist natürlich eine äußerst harte Nuss, die es für Graf zu knacken gilt und da muss an diesem Tag für die Karlsruherin auch alles zusammen passen. Doch gerade in diesem Turnier hat man bereits in den beiden letzten Kämpfen gesehen, dass die vermeintlichen Favoritinnen sich mitunter sehr schwer getan haben.

Wer auch immer als Siegerin den Ring verlassen wird, der darf sich schon jetzt auf die Teilnahme am Halbfinale freuen. Denn hier wartet keine Geringere als die Top-Favoritin Tiffany "Time Bomb" van Soest und das wird dann noch einmal ein ganz anderes Kaliber werden, als es jetzt der Fall ist.