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Champions Night V: Waltmans, Altdorf und Blank holen Titel

Voller Erfolg auf der Champions Night V. (Foto: Uwe Göbkes/Mujoken-Ki-Dojo)

Die fünfte Ausgabe der Champions Night am vergangenen Samstag in Aachen darf man rückwirkend zu der bisher erfolgreichsten Veranstaltung bezeichnen. Extra Stühle mussten geordert werden, damit auch jeder der Zuschauer seinen Platz bekam. Dabei sahen sich die Lokalmatadoren in drei Titelkämpfen ihrer bisher wohl größten Aufgabe gegenüber gestellt.

ISKA-WM: Waltmans vs. Martins
Ein Duell bei dem es im Vorfeld schwer war einen Sieger auszumachen, so sollte es beim WM-Kampf von Shaun Waltmans (Mujoken Ki Dojo) und Martins Wendes (Team Fortes) sein. Von der ersten Sekunde an zeigte sich Waltmans sehr gut auf den Portugiesen eingestellt. Er ließ Wendes überhaupt nicht erst in den Kampf kommen, war immer schneller mit der ersten Aktion im Ziel und zudem auch wesentlich beweglicher wie sein Gegner. Wendes fiel an diesem Abend nicht sehr viel ein, um Waltmans von dessen Ziel, dem Titelgewinn, abzubringen. Dies lag auch daran, dass Waltmans sich nicht einen Fehler leistete und die Marschroute aus seiner Ecke bestens in die Tat umsetzen konnte. Dass man in der Ecke seines Gegners nach Ablauf der fünf Runden doch von einem Sieg ausgegangen ist, darf man mit einem kleinen Schmunzeln kommentieren. Die Punktrichter werteten einstimmig mit 50-45, 50-47 und 50-45 für den neuen ISKA-Weltmeister Shaun Waltmans.

Shaun Waltmans auf dem Weg zum WM-Titel. (Foto: Uwe Göbkes/Mujoken-Ki-Dojo)
Shaun Waltmans auf dem Weg zum WM-Titel. (Foto: Uwe Göbkes/Mujoken-Ki-Dojo)

ISKA-WM: Fleißner vs. Kleff
Im Pointfighting ging es in Aachen um den ersten WM-Titel. Für die Zuschauer eine sicherlich ungewohnt Stilrichtung, hatte man aber mit Lars Fleißner (Team Koryo) und Ralf Kleff (Westwood Kickboxer) zwei äußerst mit Titel dekorierte Kämpfer im Ring zu sehen bekommen. Das Publikum sah zunächst Fleißner in Front, der spektakuläre Treffer in das Ziel bringen konnte. Kleff ließ sich davon nicht beeindrucken und sammelte seine Punkte wie ein Bienchen. Hierbei sollte erwähnt werden, dass es je nach Art des Treffers auch eine unterschiedliche Punktwertung gibt. So wurde es zum Schluss auch noch einmal gehörig eng und mit lediglich einem Punkt Vorsprung konnte sich Lars Fleißner den WM-Titel sichern.

ISKA-WM: Lars Fleißner vs. Ralf Kleff. (Foto: Marco Baumann/boxgymnasium.de)
ISKA-WM: Lars Fleißner vs. Ralf Kleff. (Foto: Marco Baumann/boxgymnasium.de)

ISKA-DM: Altdorf vs. Kovacevic
Die beiden Damen ließen sich nicht lange bitten und vom ersten Gong an legte sowohl Jenny Altdorf (Mujoken Ki Dojo) als auch Samira Kovacevic (Key Gym) ein hohes Tempo vor. Während Altdorf mit den für das Muaythai üblichen Techniken (Ellenbogen, Clinch, etc.) zu Punkten versuchte, kam Kovacevic immer wieder mit harten Boxtreffern durch. Hier begegneten sich zwei Kämpferinnen auf Augenhöhe und keine der beiden konnte sich auch wirklich sicher sein, wer denn nun in Führung liegen würde. Gegen Ende des Kampfes machte Altdorf den konditionell etwas stärkeren Eindruck, aber sahen es auch die Punktrichter so? Diese werteten mit 50-47, 49-47 und 49-46 für Jenny Altdorf, welche sich nach einem harten Kampf den ersten Gürtel ihrer Laufbahn um die Hüften geschnallt bekam.

ISKA-DM: Jenny Altdorf vs. Samira Kovacevic (Foto: Marco Baumann/boxgymnasium.de)
ISKA-DM: Jenny Altdorf vs. Samira Kovacevic (Foto: Marco Baumann/boxgymnasium.de)


ISKA-DM: Blank vs. Akpinar
Mit einer beeindruckenden Bilanz von 12-0, davon 10 vorzeitige Siege, stieg Lokalmatador Marcel Blank (Mujoken Ki Dojo) gegen Cemal Akpinar (Boxgymnasium) in den Ring. Doch war es zunächst der Heidelberger, welcher mit Kick- und Boxkombinationen versuchte, sich bei den Kampfrichtern in Szene zu setzen. Eine Lücke gegen Ende der ersten Runde und Blank konnte mit harten Boxtreffern kontern. In Runde zwei zunächst ein ähnliches Bild, nur mit dem Unterschied, dass Blank wesentlich früher in die offensive ging und das sollte sich bezahlt machen, indem er Akpinar zu Boden schicken konnte. Dieser berappelte sich zwar wieder, machte aber nur Momente später erneut die Bekanntschaft mit dem Ringboden, was dieses Mal auch das endgültige Aus bedeutete.

Marcel Blank vs. Cemal Akinar. (Foto: Uwe Göbkes/Mujoken-Ki-Dojo)
Marcel Blank vs. Cemal Akinar. (Foto: Uwe Göbkes/Mujoken-Ki-Dojo)

Der frischgebackene ISKA-Europameister Daniel "Smiley" Köhler (Boxgymnasium) knüpfte in Aachen nahtlos an seine zuletzt gezeigten Leistungen an. Gegen Jerome Kock (ASK Fighter) konnte Köhler in der zweiten Runde einen weiteren vorzeitigen Erfolg für sich verbuchen. Überhaupt zeigte sich Veranstalter Uwe Göbkes sehr angetan für die große Zahl an Kämpfern aus dem Heidelberger Boxgymnasium. Da sieht man das die Zusammenarbeit mit Tom Schneider problemlos funktionierte.

Daniel Köhler vs. Jerome Kock (Foto: Marco Baumann/boxgymnasium.de)
Daniel Köhler vs. Jerome Kock (Foto: Marco Baumann/boxgymnasium.de)

Kurz vor knapp musste sich die Aachener MMA-Hoffnung Rochel Gumuljo auf einen neuen Gegner einstellen und konnte nicht wie eigentlich geplant gegen Daniel Kimmling antreten.. Stattdessen traf der Aachener auf Thilo Schöner aus dem Boxgymnasium. Dieser kam mit dem Gong überfallartig aus seiner Ecke und versuchte Gumuljo damit zu überraschen. Nach einem kurzen Schlagabtausch im Stand und dem fast schon obligatorischen Slam von Gumuljo, verlagerte sich das Geschehen auf den Boden. Dort konnte Gumuljo seinen Gegner zum tappen bringen und nach 30 Sekunden den Kampf bereits für sich entscheiden.

Rochel Gumuljo vs. Thilo Schöner (Foto: Marco Baumann/boxgymnasium.de)
Rochel Gumuljo vs. Thilo Schöner (Foto: Marco Baumann/boxgymnasium.de)

Auch die nächste Veranstaltung in Aachen wurde am vergangenen Samstag schon beworben. Als Datum wurde der 5. September dieses Jahres genannt. Allerdings machte Veranstalter Uwe Göbkes noch ein Geheimnis draus, um was es sich dabei handeln wird. Die Aussage, dass nicht im Ring gekämpft wird, lässt natürlich den Schluss zu, dass es sich dabei womöglich um den ersten Cage Event handeln könnte. Genaueres wollte Göbkes aber noch nicht preisgeben. In naher Zukunft werden wir dem Chef des Mujoken Ki Dojos in einem Interview etwas genauer auf den Zahn fühlen.

Champions Night V
25. April 2015
Eissporthalle, Aachen

Ergebnisse

ISKA-Weltmeisterschaft / Muaythai
Shaun Waltmans bes. Martins Wendes durch Punkte 3-0

ISKA-Weltmeisterschaft / Pointfighting
Lars Fleißner bes. Ralf Kleff durch Punkte 24-23

ISKA-ProAM Deutsche Meisterschaft / Muaythai
Jenny Altdorf bes. Samiro Kovacevic durch Punkte 3-0

ISKA-ProAM Deutsche Meisterschaft / K-1
Marcel Blank bes. Cemal Akpinar durch KO in Runde 2

K-1
Daniel Köhler bes. Jerome Kock durch Aufgabe in Runde 2
Andreas Poque bes. Timo Großmann durch KO in Runde 2
Robin Quitteck bes. Driss Loukili durch Punkte 3-0
Bo Delbrissine bes. Jarno Erens durch Punkte 3-0
Tom van Lier bes. Daniel Müller durch Punkte 2-1
Ivonne Reich bes. Viktoria Schönwasser durch Punkte 3-0
Jeffrey Moonen bes. Rene Lawrenz durch Punkte 3-0
Shari Reinhard bes. Celina von W. durch Punkte 3-0
Jakob Rzasa bes. Benjamin Marten durch KO in Runde 2

MMA
Rochel Gumuljo bes. Thilo Schöner durch Tapout nach 0:30 in Runde 1
Christopher Marta bes. Patrick Ngole durch Punkte 2-1
Jalad Bouchiba bes. Kai Werten durch Tapout nach 2:42 in Runde 1
Martin Verwoert bes. Dylan Schreiber durch TKO nach 3:52 in Runde 3
Arslan Zaynulabidov bes. Didier Wermimont durch Armbar nach 0:59 in Runde 1
Khasan Midaev bes. Bernhard Fries durch Rear Naked Choke nach 0:46 in Runde 1
Deni Mirnic bes. Lascher Kurun durch Tapout nach 1:01 in Runde 1

Boxen
Asad Alizadah bs. Strato Begier durch Aufgabe in Runde 2