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Badr Hari und Hesdy Gerges nach Glory-Kampf positiv getestet

Badr Hari und Hesdy Gerges (Foto: James Law/GLory Kickboxing)

Seit zwei Jahren hoffen Fans auf ein zweites Duell zwischen Glory-Schwergewichtschampion Rico Verhoeven und Enfant Terrible Badr Hari. Jetzt muss man sich noch weiter gedulden. Nach einem Bericht der niederländischen Nieuwsuur wurde Hari zusammen mit Hesdy Gerges, Mladen Brestovac und Ariel Machado im Jahr 2018 positiv getestet. In den Niederlanden droht eine vierjährige Sperre.

Wie das Blatt berichtet, gab Hari im Jahr 2018 im Rahmen einer Glory-Veranstaltung eine positive Urinprobe ab. Auf welches Mittel der Marokkaner positiv getestet wurde, wurde nicht bekanntgegeben. Glory arbeitet seit 2017 mit dem Institute of Sports Law (ISR) zusammen, die den Prozess überwacht und am Ende auch das Urteil ausspricht.

Hari stand im März bei Glory 51 im Ring und besiegte dabei Hesdy Gerges, der positive Test muss daher im Rahmen dieses Kampfes zustande gekommen sein. Pikant ist dabei, dass auch Hesdy Gerges im Nieuwsuur-Bericht mit einem positiven Test erwähnt wurde. Da auch Gerges 2018 nur einmal im Ring stand, dürfte auch ein Test damit auf den Kampf im März zurückzuführen sein.

Neben Hari und Gerges wurden auch Mladen Brestovac, der im vergangenen Jahr noch Rico Verhoeven um den Titel gefordert hatte, und das brasilianische Halbschwergewicht Ariel Machado positiv getestet. Im schlimmsten Fall drohen den Kickboxern bis zu vier Jahren Sperre. Dass die ISR keine halben Sachen macht, sah man bei Ismael Lazaar, der im vergangenen Jahr für die Einnahme von Stanozolol und Testosteron für vier Jahre gesperrt wurde.

Glory hat nun die Londoner Rechtsberatung Morgan Sports Law um Hilfe gebeten, die bereits Erfahrung in Doping-Fragen hat und bereits den Radsportler Chris Froome und die Tennisspielerin Maria Sharapova juristisch beriet. Die Kämpfer selbst äußerten sich noch nicht zu den Vorwürfen.