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Badr Hari muss wieder ins Gefängnis

Badr Hari (Foto: James Law/Glory)

Badr Hari muss zurück ins Gefängnis. Der „Bad Boy“ wurde am Dienstag vom niederländischen Bundesgericht darüber informiert, dass sein Einspruch gegen eine im Jahr 2015 verhängte Gefängnisstrafe abgelehnt worden ist und dass er in die Niederlande zurückkehren muss, um weitere sechs Monate der Strafe abzusitzen.

Verurteilt wurde Hari aufgrund von mehreren Fällen von schwerer Körperverletzung im Jahr 2011 und 2012. 2014 wurde er in Amsterdam deshalb zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, von denen sechs zur Bewährung ausgesetzt waren. Hari legte Einspruch ein, nach erneuter Überprüfung sah das Gericht die Strafe dann aber als zu gering an und erhöhte sie auf zwei Jahre Gefängnis mit zusätzlich zehn Monaten Bewährungsstrafe. Hari musste außerdem eine Geldstrafe in Höhe von ca. 45.000 Euro zahlen.

Beim niederländischen Bundesgericht legte Hari gegen die erhöhte Strafe Einspruch ein und ersuchte eine Absenkung der Gefängnisstrafe auf die Zeit, die er bereits vor seiner Verurteilung abgesessen hatte. Das Gericht lehnte jedoch ab. Hari muss für weitere sechs Monate ins Gefängnis.

Hari kehrte erst im Dezember nach einem Jahr Auszeit in den Ring zurück und feierte in Oberhausen sein Glory-Debüt gegen Schwergewichtschampion Rico Verhoeven. Der Kampf war ein riesiger Erfolg und sorgte für großes Aufsehen. In der zweiten Runde musste Hari verletzungsbedingt aufgeben.

Ein Rückkampf zwischen den beiden Schwergewichten wurde noch im Ring besprochen und hätte aller Voraussicht nach Mitte dieses Jahres stattfinden sollen. Die aktuelle Meldung über Haris baldigen Gefängnisaufenthalt lässt die Hoffnung auf einen baldigen Rückkampf nun erst einmal schwinden.