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Akhmat Fight Show: Hari zermürbt Londt, Charr wird K.o. geschlagen

Akhmat Fight Show

Badr Hari stieg am 22. August wieder in den Ring. Bei der Akhmat Fight Show in Tschetscheniens Hauptstadt Grosny setzte sich der „Bad Boy“ gegen seinem Landsmann Ismael Londt durch. Im Co-Hauptkampf konnte Zabit Samedov einen einstimmigen Punktsieg gegen Dzevad Poturak einfahren, während Manuel Charr eine Begegnung zuvor K.o. geschlagen wurde.

Für Hari war es der erste Kampf in diesem Jahr. Zuletzt war er im Oktober 2014 in Aktion, als er in Dubai den kurzfristig eingesprungenen Arnold Oborotov nach zwei Minuten abfertigte. Gegen Londt wollte er den Kampf auch rasch beenden, was ihm auch fast gelang. In der ersten Runde wurde Lond von einem rechten Konterhaken am Kinn getroffen und zu Boden geschickt, gerade als er selbst  zum Haken ansetzte. „Mister Pain“ zeigte ein großes Kämpferherz und kam wieder auf die Beine, nur um in der gleichen Runde erneut die Matte zu küssen. Als er mit einem eingesprungenen Knie angeflogen kam, wurde er von einer rechten Geraden zu Boden katapultiert – doch auch davon erholte sich der Superkombat-Champion.

Im zweiten Durchgang drehte er dann den Spieß um und schlug Hari mit einem rechten Haken zu Boden, doch auch Hari kam wieder auf die Beine und revanchierte sich in Runde zwei mit einem eigenen Knock-down. In der dritten Runde folgte schließlich das Ende des Duells. Wieder war es Hari, der eine rechte Gerade ins Ziel brachte und Londt so auf den Hosenboden schickte. Zwar kam dieser erneut auf die Beine, doch der Ringrichter hatte genug gesehen und winkte den Kampf nach 0:33 Minuten der dritten Runde ab und bescherte Hari so den Erfolg durch T.K.o.

Zabit Samedov bezwingt Dzevad Poturak

Im Co-Hauptduell war es Zabit Samedov, der sich gegen Dzevad Poturak durchsetzte. Beide Athleten lieferten sich ein spannendes Duell, bei dem Samedov schlussendlich die besseren Treffer setzen konnte und so die Punktrichter überzeugte. Mit einem harten Frontkick und wilden Haken brachte er Poturak in Gefahr, konnte ihn allerdings nicht vorzeitig in die Knie zwingen.

Manuel Charr geht K.o.

Vor den beiden Hauptbegegnungen stiegen Manuel Charr und Mairis Briedis in den Ring. Der Kölner schien allerdings nicht richtig in den Kampf zu finden, versteckte sich hinter seiner Doppeldeckung und ging nach vorne. Mit vereinzelten Schwingern bemühte er sich Treffer zu landen, blieb damit jedoch meistens ungefährlich. Briedis bewegte sich gut, schlug einige Kombinationen und verschwand dann rasch aus der Reichweite des Deutschen mit Wurzeln in Libanon.

Im fünften Durchgang dann der Schockmoment für das Team des „Diamond Boy“. Der Lette traf mit einem kurzen Haken, der Charr von seinen Sinnen trennte. Ohnmächtig krachte dieser, mit dem Gesicht voran, auf die Matte und ins untere Seil, fing sich im Fallen noch eine Faust ein. Ein heftiger K.o., von dem Charr, zur Erleichterung seiner Fans, einige Sekunden später wieder erwachte.