Vorberichte

UFC on FOX 28: Josh Emmett und Jeremy Stephens wollen den Titelkampf

Der TV-Deal der UFC mit US-Fernsehsender FOX läuft in diesem Jahr aus, und wie es weitergeht, ist unklar. Auffällig ist jedoch, dass die Starpower der FOX-Shows zuletzt rapide abgenommen hat, und auch die Veranstaltung an diesem Wochenende bietet nur wenig Prominenz. Unterhaltung dürfte die 28. auf dem Sender übertragene Fight Night aber trotzdem bieten: Mit Jeremy Stephens, Josh Emmett, Ovince Saint-Preux, Ilir Latifi oder Alan Jouban ist eine ganze Riege Namen vertreten, die für Action stehen.

Das Hauptprogramm von UFC Orlando wird in Deutschland als Teil des Black Pass (3,99 Euro monatlich) von ran Fighting übertragen. Das Vorprogramm zeigt ausschließlich der Fight Pass, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass): Samstag, 24. Februar, 22 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass): Sonntag, 25. Februar, 0 Uhr
Hauptprogramm (ran Fighting): Sonntag, 25. Februar, 2 Uhr

Hauptkampf: Josh Emmett vs. Jeremy Stephens

Die Entscheidung, die Begegnung zwischen Josh Emmett (13-1) und Jeremy „Lil Heathen“ Stephens (27-14) als Hauptkampf von UFC on FOX 28 anzusetzen, hat im Vorfeld für eine Menge Kritik gesorgt. Und tatsächlich ist das Federgewichtsduell kaum ein Vergleich zu den Kämpfen, die zu Beginn des FOX-Deals die Programme geziert haben. Das bezieht sich aber nur auf die Star-Power. Unterhaltungstechnisch könnte der Hauptkampf am Samstag so einigen heiß erwarteten Blockbuster-Duellen die Schau stehlen.

Josh Emmett hat eine rasante Entwicklung in der UFC durchgemacht. Sein Debüt gab er im Mai 2016 – wenige Tage vor UFC Rotterdam sprang der Kalifornier für den verletzten Nick Hein ein, flog 8600 Kilometer nach Holland und bezwang dort Jon Tuck in einem hochspannenden Kampf nach Punkten. Einen Sieg und eine Niederlage später reiste Emmett erneut nach Europa und stellte in Polen einen Rekord auf: Bei UFC Danzig im vergangenen Oktober schlug er Felipe Arantes vier Mal in einer Runde nieder.

Dem dominanten Punktsieg folgte im Dezember der Durchbruch. Als kurzfristig eingesprungener Ersatz gelang Emmett auf FOX gegen den ehemaligen Titelherausforderer Ricardo Lamas ein Knockout in der ersten Runde. Jetzt kehrt er auf den Kabelsender zurück, dieses Mal im Hauptkampf.

Mit Jeremy Stephens steht ihm dabei einer der zähesten Veteranen der ganzen Liga gegenüber. „Lil Heathen“ kämpft seit 2007 im Octagon und holte dort in 27 Kämpfen u.a. Knockouts gegen Rafael dos Anjos, Dennis Bermudez und Rony Jason. Bei ihm lief es nicht durchweg gut, zuletzt zeigte der 31-Jährige mit Siegen über Gilbert Melendez und Doo Ho Choi aber zwei der stärksten Leistungen seiner Karriere.

In Orlando geht es am Wochenende also um viel. Der Hauptkampf mag nicht die zwei größten Stars des Federgewichts auf die Bühne stellen, dafür könnten beide Kämpfer mit einem Sieg in Titelnähe vorrücken. Knallen sollte es so oder so.

Co-Hauptkampf: Tecia Torres vs. Jéssica Andrade

Hochkarätig geht es auch im Co-Hauptkampf des Abends zu. Tecia „The Tiny Tornado“ Torres (10-1) und Jéssica „Bate Estaca“ Andrade (17-6) sind zwei der besten Kämpferinnen in der UFC-Strohgewichtsklasse und haben beide den Titel ins Auge gefasst.

Andrade hatte ihre Chance bereits. Im Mai vergangenen Jahres forderte sie Joanna Jedrzejczyk, unterlag nach fünf Runden aber deutlich nach Punkten. Im September kehrte sie mit einem nicht minder dominanten Sieg gegen Claudia Gadelha imposant ins Rampenlicht zurück.

Geht es nach einfacher MMA-Mathematik, dann müsste sie am Wochenende in Florida verlieren. Tecia Torres hält nämlich bereits einen Sieg gegen die aktuelle Weltmeisterin im Strohgewicht, Rose Namajunas, die wiederum Jedrzejczyk ausknockte, die ihrerseits einen Sieg über Andrade hält.

Aber die hinlänglich bekannte Zwecklosigkeit des MMA-Mathe wird allein dadurch demonstriert, dass Torres neben einem Sieg auch eine Niederlage gegen Namajunas auf der Bilanz stehen hat. Neben allen Titel-Implikationen ist der Kampf aber ohnehin vor allem stilistisch interessant. Beide Kämpferinnen verbindet ihr kompakter, muskulöser Körperbau und ihre offensivorientierte Herangehensweise. Am Samstag werden in Florida zwei kleine Panzer kollidieren.

Torres könnte mit einem Sieg außerdem den Grundstein einer historischen Leistung legen. Gewinnt sie hier und danach auch einen potentiellen Titelkampf, und gewinnt Raquel Pennington im Bantamgewicht ihren kürzlich angekündigten Titelkampf, dann könnten die beiden Verlobten in mittlerer Zukunft zum ersten Paar werden, das in der UFC kämpft und außerdem noch zwei Titel hält. Gürtel statt Ringe zur Hochzeit, das wäre mal was.

Die restlichen Kämpfe von UFC Orlando

Auch die fast ganz schweren Jungs duellieren sich im Hauptprogramm. Ovince „OSP“ Saint-Preux (22-10) trat 2016 gegen Jon Jones um den Interims-Titel im Halbschwergewicht an, verlor aber nach Punkten und zog anschließend auch gegen Jimi Manuwa und Volkan Oezdemir den Kürzeren. Mit vorzeitigen Siegen gegen Marcos Rogério de Lima, Yushin Okami und Corey Anderson machte „OSP“ diese Serie vergessen, jetzt will er wieder oben angreifen.

Ähnlich geht es Ilir „The Sledgehammer“ Latifi (13-5-0(1)). Der mittlerweile in Florida trainierende Schwede mit albanischen Wurzeln nutzte seine Ringer-Power, um in der UFC eine Reihe imposanter Siege zu holen. Zuletzt gewann er vier von fünf Kämpfen, u.a. gegen Gian Villante und Tyson Pedro. Der Sieger dieses Kampfes dürfte sich am Rand der Top 5 etablieren.

Wer auf Knockouts steht, für den sind die Kämpfe von Mike „Platinum“ Perry (11-2) immer eine gute Anlaufstelle. Der polarisierende K.o.-Schläger verlor im Dezember zum zweiten Mal in der UFC nach Punkten – nachdem ihm das ein Jahr zuvor zum ersten Mal passiert war, folgte mit einem furiosen Ellbogen-K.o. gegen Jake Ellenberger einer der besten Knockouts des Jahres.

Man darf also gespannt sein, was der 26-Jährige, der „Gottes Geschenk“ auf den Bauch tätowiert hat, am Samstag gegen Max „Pain“ Griffin (13-4) in petto hat. Griffin hat einen Sieg und zwei Niederlagen in er UFC vorzuweisen und geht als großer Underdog in diesen Kampf. Laut ihm habe er aber zumindest am Boxautomaten beim letztjährigen „Fighter Summit“ der UFC-Kämpfer in Las Vegas mit Perry mithalten können.

Zu einem Duell unter Freunden kommt es zuvor im Weltergewicht zwischen Alan „Brahma“ Jouban (15-6) und Ben „Killa B“ Saunders (21-8-2). Eigentlich wollten die beiden 10th-Planet-Jiu-Jitsu-Kämpfer nicht gegeneinander antreten, aber sie brauchen einen Sieg und wollten nicht noch länger auf einen Kampf warten – beide haben seit Niederlagen im Sommer nicht mehr im Käfig gestanden.

Dass sie nun also doch gegeneinander antreten, dürfte am Wochenende zumindest die Zuschauer freuen. Die beiden Kalifornier sind als Thaiboxer aus der gleichen BJJ-Schule bekannt dafür, sich häufig in spektakuläre Schlachten verwickeln zu lassen. Die Niederlagen im Rücken könnten die zwei Kumpels vorsichtig machen, sie könnten sie aber auch noch viel entschlossener kämpfen lassen und dafür sorgen, dass der Kampf des Abends schon recht früh im Programm steigt.

Ebenfalls mit auf dem Programm steht der ehemals so dominante Ex-Bantamgewichtschampion Renan Barao (34-5-0(1)). Gegen Brian „Boom“ Kelleher (18-8) muss er beweisen, dass nach vier Niederlagen in sechs Kämpfen auch 2018 und als Federgewicht noch mit ihm zu rechnen ist.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC on FOX 28: Emmett vs. Stephens
Samstag, 24. Februar 2018
Amway Center in Orlando, Florida, USA

Hauptprogramm (ran Fighting)
Josh Emmett vs. Jeremy Stephens
Jéssica Andrade vs. Tecia Torres
Ovince Saint Preux vs. Ilir Latifi
Mike Perry vs. Max Griffin

Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass)
Renan Barao vs. Brian Kelleher
Sara McMann vs. Marion Reneau
Angela Hill vs. Maryna Moroz
Ben Saunders vs. Alan Jouban

Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass)
Sam Alvey vs. Marcin Prachnio
Rani Yahya vs. Russell Doane
Eric Shelton vs. Alex Perez
Albert Morales vs. Manny Bermudez

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UFC on FOX 28: Josh Emmett und Jeremy Stephens wollen den Titelkampf

Der TV-Deal der UFC mit US-Fernsehsender FOX läuft in diesem Jahr aus, und wie es weitergeht, ist unklar. Auffällig ist jedoch, dass die Starpower der FOX-Shows zuletzt rapide abgenommen hat, und auch die Veranstaltung an diesem Wochenende bietet nur wenig Prominenz. Unterhaltung dürfte die 28. auf dem Sender übertragene Fight Night aber trotzdem bieten: Mit Jeremy Stephens, Josh Emmett, Ovince Saint-Preux, Ilir Latifi oder Alan Jouban ist eine ganze Riege Namen vertreten, die für Action stehen.

Das Hauptprogramm von UFC Orlando wird in Deutschland als Teil des Black Pass (3,99 Euro monatlich) von ran Fighting übertragen. Das Vorprogramm zeigt ausschließlich der Fight Pass, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass): Samstag, 24. Februar, 22 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass): Sonntag, 25. Februar, 0 Uhr
Hauptprogramm (ran Fighting): Sonntag, 25. Februar, 2 Uhr

Hauptkampf: Josh Emmett vs. Jeremy Stephens

Die Entscheidung, die Begegnung zwischen Josh Emmett (13-1) und Jeremy „Lil Heathen“ Stephens (27-14) als Hauptkampf von UFC on FOX 28 anzusetzen, hat im Vorfeld für eine Menge Kritik gesorgt. Und tatsächlich ist das Federgewichtsduell kaum ein Vergleich zu den Kämpfen, die zu Beginn des FOX-Deals die Programme geziert haben. Das bezieht sich aber nur auf die Star-Power. Unterhaltungstechnisch könnte der Hauptkampf am Samstag so einigen heiß erwarteten Blockbuster-Duellen die Schau stehlen.

Josh Emmett hat eine rasante Entwicklung in der UFC durchgemacht. Sein Debüt gab er im Mai 2016 – wenige Tage vor UFC Rotterdam sprang der Kalifornier für den verletzten Nick Hein ein, flog 8600 Kilometer nach Holland und bezwang dort Jon Tuck in einem hochspannenden Kampf nach Punkten. Einen Sieg und eine Niederlage später reiste Emmett erneut nach Europa und stellte in Polen einen Rekord auf: Bei UFC Danzig im vergangenen Oktober schlug er Felipe Arantes vier Mal in einer Runde nieder.

Dem dominanten Punktsieg folgte im Dezember der Durchbruch. Als kurzfristig eingesprungener Ersatz gelang Emmett auf FOX gegen den ehemaligen Titelherausforderer Ricardo Lamas ein Knockout in der ersten Runde. Jetzt kehrt er auf den Kabelsender zurück, dieses Mal im Hauptkampf.

Mit Jeremy Stephens steht ihm dabei einer der zähesten Veteranen der ganzen Liga gegenüber. „Lil Heathen“ kämpft seit 2007 im Octagon und holte dort in 27 Kämpfen u.a. Knockouts gegen Rafael dos Anjos, Dennis Bermudez und Rony Jason. Bei ihm lief es nicht durchweg gut, zuletzt zeigte der 31-Jährige mit Siegen über Gilbert Melendez und Doo Ho Choi aber zwei der stärksten Leistungen seiner Karriere.

In Orlando geht es am Wochenende also um viel. Der Hauptkampf mag nicht die zwei größten Stars des Federgewichts auf die Bühne stellen, dafür könnten beide Kämpfer mit einem Sieg in Titelnähe vorrücken. Knallen sollte es so oder so.

Co-Hauptkampf: Tecia Torres vs. Jéssica Andrade

Hochkarätig geht es auch im Co-Hauptkampf des Abends zu. Tecia „The Tiny Tornado“ Torres (10-1) und Jéssica „Bate Estaca“ Andrade (17-6) sind zwei der besten Kämpferinnen in der UFC-Strohgewichtsklasse und haben beide den Titel ins Auge gefasst.

Andrade hatte ihre Chance bereits. Im Mai vergangenen Jahres forderte sie Joanna Jedrzejczyk, unterlag nach fünf Runden aber deutlich nach Punkten. Im September kehrte sie mit einem nicht minder dominanten Sieg gegen Claudia Gadelha imposant ins Rampenlicht zurück.

Geht es nach einfacher MMA-Mathematik, dann müsste sie am Wochenende in Florida verlieren. Tecia Torres hält nämlich bereits einen Sieg gegen die aktuelle Weltmeisterin im Strohgewicht, Rose Namajunas, die wiederum Jedrzejczyk ausknockte, die ihrerseits einen Sieg über Andrade hält.

Aber die hinlänglich bekannte Zwecklosigkeit des MMA-Mathe wird allein dadurch demonstriert, dass Torres neben einem Sieg auch eine Niederlage gegen Namajunas auf der Bilanz stehen hat. Neben allen Titel-Implikationen ist der Kampf aber ohnehin vor allem stilistisch interessant. Beide Kämpferinnen verbindet ihr kompakter, muskulöser Körperbau und ihre offensivorientierte Herangehensweise. Am Samstag werden in Florida zwei kleine Panzer kollidieren.

Torres könnte mit einem Sieg außerdem den Grundstein einer historischen Leistung legen. Gewinnt sie hier und danach auch einen potentiellen Titelkampf, und gewinnt Raquel Pennington im Bantamgewicht ihren kürzlich angekündigten Titelkampf, dann könnten die beiden Verlobten in mittlerer Zukunft zum ersten Paar werden, das in der UFC kämpft und außerdem noch zwei Titel hält. Gürtel statt Ringe zur Hochzeit, das wäre mal was.

Die restlichen Kämpfe von UFC Orlando

Auch die fast ganz schweren Jungs duellieren sich im Hauptprogramm. Ovince „OSP“ Saint-Preux (22-10) trat 2016 gegen Jon Jones um den Interims-Titel im Halbschwergewicht an, verlor aber nach Punkten und zog anschließend auch gegen Jimi Manuwa und Volkan Oezdemir den Kürzeren. Mit vorzeitigen Siegen gegen Marcos Rogério de Lima, Yushin Okami und Corey Anderson machte „OSP“ diese Serie vergessen, jetzt will er wieder oben angreifen.

Ähnlich geht es Ilir „The Sledgehammer“ Latifi (13-5-0(1)). Der mittlerweile in Florida trainierende Schwede mit albanischen Wurzeln nutzte seine Ringer-Power, um in der UFC eine Reihe imposanter Siege zu holen. Zuletzt gewann er vier von fünf Kämpfen, u.a. gegen Gian Villante und Tyson Pedro. Der Sieger dieses Kampfes dürfte sich am Rand der Top 5 etablieren.

Wer auf Knockouts steht, für den sind die Kämpfe von Mike „Platinum“ Perry (11-2) immer eine gute Anlaufstelle. Der polarisierende K.o.-Schläger verlor im Dezember zum zweiten Mal in der UFC nach Punkten – nachdem ihm das ein Jahr zuvor zum ersten Mal passiert war, folgte mit einem furiosen Ellbogen-K.o. gegen Jake Ellenberger einer der besten Knockouts des Jahres.

Man darf also gespannt sein, was der 26-Jährige, der „Gottes Geschenk“ auf den Bauch tätowiert hat, am Samstag gegen Max „Pain“ Griffin (13-4) in petto hat. Griffin hat einen Sieg und zwei Niederlagen in er UFC vorzuweisen und geht als großer Underdog in diesen Kampf. Laut ihm habe er aber zumindest am Boxautomaten beim letztjährigen „Fighter Summit“ der UFC-Kämpfer in Las Vegas mit Perry mithalten können.

Zu einem Duell unter Freunden kommt es zuvor im Weltergewicht zwischen Alan „Brahma“ Jouban (15-6) und Ben „Killa B“ Saunders (21-8-2). Eigentlich wollten die beiden 10th-Planet-Jiu-Jitsu-Kämpfer nicht gegeneinander antreten, aber sie brauchen einen Sieg und wollten nicht noch länger auf einen Kampf warten – beide haben seit Niederlagen im Sommer nicht mehr im Käfig gestanden.

Dass sie nun also doch gegeneinander antreten, dürfte am Wochenende zumindest die Zuschauer freuen. Die beiden Kalifornier sind als Thaiboxer aus der gleichen BJJ-Schule bekannt dafür, sich häufig in spektakuläre Schlachten verwickeln zu lassen. Die Niederlagen im Rücken könnten die zwei Kumpels vorsichtig machen, sie könnten sie aber auch noch viel entschlossener kämpfen lassen und dafür sorgen, dass der Kampf des Abends schon recht früh im Programm steigt.

Ebenfalls mit auf dem Programm steht der ehemals so dominante Ex-Bantamgewichtschampion Renan Barao (34-5-0(1)). Gegen Brian „Boom“ Kelleher (18-8) muss er beweisen, dass nach vier Niederlagen in sechs Kämpfen auch 2018 und als Federgewicht noch mit ihm zu rechnen ist.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC on FOX 28: Emmett vs. Stephens
Samstag, 24. Februar 2018
Amway Center in Orlando, Florida, USA

Hauptprogramm (ran Fighting)
Josh Emmett vs. Jeremy Stephens
Jéssica Andrade vs. Tecia Torres
Ovince Saint Preux vs. Ilir Latifi
Mike Perry vs. Max Griffin

Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass)
Renan Barao vs. Brian Kelleher
Sara McMann vs. Marion Reneau
Angela Hill vs. Maryna Moroz
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Sam Alvey vs. Marcin Prachnio
Rani Yahya vs. Russell Doane
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Der TV-Deal der UFC mit US-Fernsehsender FOX läuft in diesem Jahr aus, und wie es weitergeht, ist unklar. Auffällig ist jedoch, dass die Starpower der FOX-Shows zuletzt rapide abgenommen hat, und auch die Veranstaltung an diesem Wochenende bietet nur wenig Prominenz. Unterhaltung dürfte die 28. auf dem Sender übertragene Fight Night aber trotzdem bieten: Mit Jeremy Stephens, Josh Emmett, Ovince Saint-Preux, Ilir Latifi oder Alan Jouban ist eine ganze Riege Namen vertreten, die für Action stehen.

Das Hauptprogramm von UFC Orlando wird in Deutschland als Teil des Black Pass (3,99 Euro monatlich) von ran Fighting übertragen. Das Vorprogramm zeigt ausschließlich der Fight Pass, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass): Samstag, 24. Februar, 22 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass): Sonntag, 25. Februar, 0 Uhr
Hauptprogramm (ran Fighting): Sonntag, 25. Februar, 2 Uhr

Hauptkampf: Josh Emmett vs. Jeremy Stephens

Die Entscheidung, die Begegnung zwischen Josh Emmett (13-1) und Jeremy „Lil Heathen“ Stephens (27-14) als Hauptkampf von UFC on FOX 28 anzusetzen, hat im Vorfeld für eine Menge Kritik gesorgt. Und tatsächlich ist das Federgewichtsduell kaum ein Vergleich zu den Kämpfen, die zu Beginn des FOX-Deals die Programme geziert haben. Das bezieht sich aber nur auf die Star-Power. Unterhaltungstechnisch könnte der Hauptkampf am Samstag so einigen heiß erwarteten Blockbuster-Duellen die Schau stehlen.

Josh Emmett hat eine rasante Entwicklung in der UFC durchgemacht. Sein Debüt gab er im Mai 2016 – wenige Tage vor UFC Rotterdam sprang der Kalifornier für den verletzten Nick Hein ein, flog 8600 Kilometer nach Holland und bezwang dort Jon Tuck in einem hochspannenden Kampf nach Punkten. Einen Sieg und eine Niederlage später reiste Emmett erneut nach Europa und stellte in Polen einen Rekord auf: Bei UFC Danzig im vergangenen Oktober schlug er Felipe Arantes vier Mal in einer Runde nieder.

Dem dominanten Punktsieg folgte im Dezember der Durchbruch. Als kurzfristig eingesprungener Ersatz gelang Emmett auf FOX gegen den ehemaligen Titelherausforderer Ricardo Lamas ein Knockout in der ersten Runde. Jetzt kehrt er auf den Kabelsender zurück, dieses Mal im Hauptkampf.

Mit Jeremy Stephens steht ihm dabei einer der zähesten Veteranen der ganzen Liga gegenüber. „Lil Heathen“ kämpft seit 2007 im Octagon und holte dort in 27 Kämpfen u.a. Knockouts gegen Rafael dos Anjos, Dennis Bermudez und Rony Jason. Bei ihm lief es nicht durchweg gut, zuletzt zeigte der 31-Jährige mit Siegen über Gilbert Melendez und Doo Ho Choi aber zwei der stärksten Leistungen seiner Karriere.

In Orlando geht es am Wochenende also um viel. Der Hauptkampf mag nicht die zwei größten Stars des Federgewichts auf die Bühne stellen, dafür könnten beide Kämpfer mit einem Sieg in Titelnähe vorrücken. Knallen sollte es so oder so.

Co-Hauptkampf: Tecia Torres vs. Jéssica Andrade

Hochkarätig geht es auch im Co-Hauptkampf des Abends zu. Tecia „The Tiny Tornado“ Torres (10-1) und Jéssica „Bate Estaca“ Andrade (17-6) sind zwei der besten Kämpferinnen in der UFC-Strohgewichtsklasse und haben beide den Titel ins Auge gefasst.

Andrade hatte ihre Chance bereits. Im Mai vergangenen Jahres forderte sie Joanna Jedrzejczyk, unterlag nach fünf Runden aber deutlich nach Punkten. Im September kehrte sie mit einem nicht minder dominanten Sieg gegen Claudia Gadelha imposant ins Rampenlicht zurück.

Geht es nach einfacher MMA-Mathematik, dann müsste sie am Wochenende in Florida verlieren. Tecia Torres hält nämlich bereits einen Sieg gegen die aktuelle Weltmeisterin im Strohgewicht, Rose Namajunas, die wiederum Jedrzejczyk ausknockte, die ihrerseits einen Sieg über Andrade hält.

Aber die hinlänglich bekannte Zwecklosigkeit des MMA-Mathe wird allein dadurch demonstriert, dass Torres neben einem Sieg auch eine Niederlage gegen Namajunas auf der Bilanz stehen hat. Neben allen Titel-Implikationen ist der Kampf aber ohnehin vor allem stilistisch interessant. Beide Kämpferinnen verbindet ihr kompakter, muskulöser Körperbau und ihre offensivorientierte Herangehensweise. Am Samstag werden in Florida zwei kleine Panzer kollidieren.

Torres könnte mit einem Sieg außerdem den Grundstein einer historischen Leistung legen. Gewinnt sie hier und danach auch einen potentiellen Titelkampf, und gewinnt Raquel Pennington im Bantamgewicht ihren kürzlich angekündigten Titelkampf, dann könnten die beiden Verlobten in mittlerer Zukunft zum ersten Paar werden, das in der UFC kämpft und außerdem noch zwei Titel hält. Gürtel statt Ringe zur Hochzeit, das wäre mal was.

Die restlichen Kämpfe von UFC Orlando

Auch die fast ganz schweren Jungs duellieren sich im Hauptprogramm. Ovince „OSP“ Saint-Preux (22-10) trat 2016 gegen Jon Jones um den Interims-Titel im Halbschwergewicht an, verlor aber nach Punkten und zog anschließend auch gegen Jimi Manuwa und Volkan Oezdemir den Kürzeren. Mit vorzeitigen Siegen gegen Marcos Rogério de Lima, Yushin Okami und Corey Anderson machte „OSP“ diese Serie vergessen, jetzt will er wieder oben angreifen.

Ähnlich geht es Ilir „The Sledgehammer“ Latifi (13-5-0(1)). Der mittlerweile in Florida trainierende Schwede mit albanischen Wurzeln nutzte seine Ringer-Power, um in der UFC eine Reihe imposanter Siege zu holen. Zuletzt gewann er vier von fünf Kämpfen, u.a. gegen Gian Villante und Tyson Pedro. Der Sieger dieses Kampfes dürfte sich am Rand der Top 5 etablieren.

Wer auf Knockouts steht, für den sind die Kämpfe von Mike „Platinum“ Perry (11-2) immer eine gute Anlaufstelle. Der polarisierende K.o.-Schläger verlor im Dezember zum zweiten Mal in der UFC nach Punkten – nachdem ihm das ein Jahr zuvor zum ersten Mal passiert war, folgte mit einem furiosen Ellbogen-K.o. gegen Jake Ellenberger einer der besten Knockouts des Jahres.

Man darf also gespannt sein, was der 26-Jährige, der „Gottes Geschenk“ auf den Bauch tätowiert hat, am Samstag gegen Max „Pain“ Griffin (13-4) in petto hat. Griffin hat einen Sieg und zwei Niederlagen in er UFC vorzuweisen und geht als großer Underdog in diesen Kampf. Laut ihm habe er aber zumindest am Boxautomaten beim letztjährigen „Fighter Summit“ der UFC-Kämpfer in Las Vegas mit Perry mithalten können.

Zu einem Duell unter Freunden kommt es zuvor im Weltergewicht zwischen Alan „Brahma“ Jouban (15-6) und Ben „Killa B“ Saunders (21-8-2). Eigentlich wollten die beiden 10th-Planet-Jiu-Jitsu-Kämpfer nicht gegeneinander antreten, aber sie brauchen einen Sieg und wollten nicht noch länger auf einen Kampf warten – beide haben seit Niederlagen im Sommer nicht mehr im Käfig gestanden.

Dass sie nun also doch gegeneinander antreten, dürfte am Wochenende zumindest die Zuschauer freuen. Die beiden Kalifornier sind als Thaiboxer aus der gleichen BJJ-Schule bekannt dafür, sich häufig in spektakuläre Schlachten verwickeln zu lassen. Die Niederlagen im Rücken könnten die zwei Kumpels vorsichtig machen, sie könnten sie aber auch noch viel entschlossener kämpfen lassen und dafür sorgen, dass der Kampf des Abends schon recht früh im Programm steigt.

Ebenfalls mit auf dem Programm steht der ehemals so dominante Ex-Bantamgewichtschampion Renan Barao (34-5-0(1)). Gegen Brian „Boom“ Kelleher (18-8) muss er beweisen, dass nach vier Niederlagen in sechs Kämpfen auch 2018 und als Federgewicht noch mit ihm zu rechnen ist.


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Die Entscheidung, die Begegnung zwischen Josh Emmett (13-1) und Jeremy „Lil Heathen“ Stephens (27-14) als Hauptkampf von UFC on FOX 28 anzusetzen, hat im Vorfeld für eine Menge Kritik gesorgt. Und tatsächlich ist das Federgewichtsduell kaum ein Vergleich zu den Kämpfen, die zu Beginn des FOX-Deals die Programme geziert haben. Das bezieht sich aber nur auf die Star-Power. Unterhaltungstechnisch könnte der Hauptkampf am Samstag so einigen heiß erwarteten Blockbuster-Duellen die Schau stehlen.

Josh Emmett hat eine rasante Entwicklung in der UFC durchgemacht. Sein Debüt gab er im Mai 2016 – wenige Tage vor UFC Rotterdam sprang der Kalifornier für den verletzten Nick Hein ein, flog 8600 Kilometer nach Holland und bezwang dort Jon Tuck in einem hochspannenden Kampf nach Punkten. Einen Sieg und eine Niederlage später reiste Emmett erneut nach Europa und stellte in Polen einen Rekord auf: Bei UFC Danzig im vergangenen Oktober schlug er Felipe Arantes vier Mal in einer Runde nieder.

Dem dominanten Punktsieg folgte im Dezember der Durchbruch. Als kurzfristig eingesprungener Ersatz gelang Emmett auf FOX gegen den ehemaligen Titelherausforderer Ricardo Lamas ein Knockout in der ersten Runde. Jetzt kehrt er auf den Kabelsender zurück, dieses Mal im Hauptkampf.

Mit Jeremy Stephens steht ihm dabei einer der zähesten Veteranen der ganzen Liga gegenüber. „Lil Heathen“ kämpft seit 2007 im Octagon und holte dort in 27 Kämpfen u.a. Knockouts gegen Rafael dos Anjos, Dennis Bermudez und Rony Jason. Bei ihm lief es nicht durchweg gut, zuletzt zeigte der 31-Jährige mit Siegen über Gilbert Melendez und Doo Ho Choi aber zwei der stärksten Leistungen seiner Karriere.

In Orlando geht es am Wochenende also um viel. Der Hauptkampf mag nicht die zwei größten Stars des Federgewichts auf die Bühne stellen, dafür könnten beide Kämpfer mit einem Sieg in Titelnähe vorrücken. Knallen sollte es so oder so.

Co-Hauptkampf: Tecia Torres vs. Jéssica Andrade

Hochkarätig geht es auch im Co-Hauptkampf des Abends zu. Tecia „The Tiny Tornado“ Torres (10-1) und Jéssica „Bate Estaca“ Andrade (17-6) sind zwei der besten Kämpferinnen in der UFC-Strohgewichtsklasse und haben beide den Titel ins Auge gefasst.

Andrade hatte ihre Chance bereits. Im Mai vergangenen Jahres forderte sie Joanna Jedrzejczyk, unterlag nach fünf Runden aber deutlich nach Punkten. Im September kehrte sie mit einem nicht minder dominanten Sieg gegen Claudia Gadelha imposant ins Rampenlicht zurück.

Geht es nach einfacher MMA-Mathematik, dann müsste sie am Wochenende in Florida verlieren. Tecia Torres hält nämlich bereits einen Sieg gegen die aktuelle Weltmeisterin im Strohgewicht, Rose Namajunas, die wiederum Jedrzejczyk ausknockte, die ihrerseits einen Sieg über Andrade hält.

Aber die hinlänglich bekannte Zwecklosigkeit des MMA-Mathe wird allein dadurch demonstriert, dass Torres neben einem Sieg auch eine Niederlage gegen Namajunas auf der Bilanz stehen hat. Neben allen Titel-Implikationen ist der Kampf aber ohnehin vor allem stilistisch interessant. Beide Kämpferinnen verbindet ihr kompakter, muskulöser Körperbau und ihre offensivorientierte Herangehensweise. Am Samstag werden in Florida zwei kleine Panzer kollidieren.

Torres könnte mit einem Sieg außerdem den Grundstein einer historischen Leistung legen. Gewinnt sie hier und danach auch einen potentiellen Titelkampf, und gewinnt Raquel Pennington im Bantamgewicht ihren kürzlich angekündigten Titelkampf, dann könnten die beiden Verlobten in mittlerer Zukunft zum ersten Paar werden, das in der UFC kämpft und außerdem noch zwei Titel hält. Gürtel statt Ringe zur Hochzeit, das wäre mal was.

Die restlichen Kämpfe von UFC Orlando

Auch die fast ganz schweren Jungs duellieren sich im Hauptprogramm. Ovince „OSP“ Saint-Preux (22-10) trat 2016 gegen Jon Jones um den Interims-Titel im Halbschwergewicht an, verlor aber nach Punkten und zog anschließend auch gegen Jimi Manuwa und Volkan Oezdemir den Kürzeren. Mit vorzeitigen Siegen gegen Marcos Rogério de Lima, Yushin Okami und Corey Anderson machte „OSP“ diese Serie vergessen, jetzt will er wieder oben angreifen.

Ähnlich geht es Ilir „The Sledgehammer“ Latifi (13-5-0(1)). Der mittlerweile in Florida trainierende Schwede mit albanischen Wurzeln nutzte seine Ringer-Power, um in der UFC eine Reihe imposanter Siege zu holen. Zuletzt gewann er vier von fünf Kämpfen, u.a. gegen Gian Villante und Tyson Pedro. Der Sieger dieses Kampfes dürfte sich am Rand der Top 5 etablieren.

Wer auf Knockouts steht, für den sind die Kämpfe von Mike „Platinum“ Perry (11-2) immer eine gute Anlaufstelle. Der polarisierende K.o.-Schläger verlor im Dezember zum zweiten Mal in der UFC nach Punkten – nachdem ihm das ein Jahr zuvor zum ersten Mal passiert war, folgte mit einem furiosen Ellbogen-K.o. gegen Jake Ellenberger einer der besten Knockouts des Jahres.

Man darf also gespannt sein, was der 26-Jährige, der „Gottes Geschenk“ auf den Bauch tätowiert hat, am Samstag gegen Max „Pain“ Griffin (13-4) in petto hat. Griffin hat einen Sieg und zwei Niederlagen in er UFC vorzuweisen und geht als großer Underdog in diesen Kampf. Laut ihm habe er aber zumindest am Boxautomaten beim letztjährigen „Fighter Summit“ der UFC-Kämpfer in Las Vegas mit Perry mithalten können.

Zu einem Duell unter Freunden kommt es zuvor im Weltergewicht zwischen Alan „Brahma“ Jouban (15-6) und Ben „Killa B“ Saunders (21-8-2). Eigentlich wollten die beiden 10th-Planet-Jiu-Jitsu-Kämpfer nicht gegeneinander antreten, aber sie brauchen einen Sieg und wollten nicht noch länger auf einen Kampf warten – beide haben seit Niederlagen im Sommer nicht mehr im Käfig gestanden.

Dass sie nun also doch gegeneinander antreten, dürfte am Wochenende zumindest die Zuschauer freuen. Die beiden Kalifornier sind als Thaiboxer aus der gleichen BJJ-Schule bekannt dafür, sich häufig in spektakuläre Schlachten verwickeln zu lassen. Die Niederlagen im Rücken könnten die zwei Kumpels vorsichtig machen, sie könnten sie aber auch noch viel entschlossener kämpfen lassen und dafür sorgen, dass der Kampf des Abends schon recht früh im Programm steigt.

Ebenfalls mit auf dem Programm steht der ehemals so dominante Ex-Bantamgewichtschampion Renan Barao (34-5-0(1)). Gegen Brian „Boom“ Kelleher (18-8) muss er beweisen, dass nach vier Niederlagen in sechs Kämpfen auch 2018 und als Federgewicht noch mit ihm zu rechnen ist.


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UFC on FOX 28: Josh Emmett und Jeremy Stephens wollen den Titelkampf

Der TV-Deal der UFC mit US-Fernsehsender FOX läuft in diesem Jahr aus, und wie es weitergeht, ist unklar. Auffällig ist jedoch, dass die Starpower der FOX-Shows zuletzt rapide abgenommen hat, und auch die Veranstaltung an diesem Wochenende bietet nur wenig Prominenz. Unterhaltung dürfte die 28. auf dem Sender übertragene Fight Night aber trotzdem bieten: Mit Jeremy Stephens, Josh Emmett, Ovince Saint-Preux, Ilir Latifi oder Alan Jouban ist eine ganze Riege Namen vertreten, die für Action stehen.

Das Hauptprogramm von UFC Orlando wird in Deutschland als Teil des Black Pass (3,99 Euro monatlich) von ran Fighting übertragen. Das Vorprogramm zeigt ausschließlich der Fight Pass, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass): Samstag, 24. Februar, 22 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass): Sonntag, 25. Februar, 0 Uhr
Hauptprogramm (ran Fighting): Sonntag, 25. Februar, 2 Uhr

Hauptkampf: Josh Emmett vs. Jeremy Stephens

Die Entscheidung, die Begegnung zwischen Josh Emmett (13-1) und Jeremy „Lil Heathen“ Stephens (27-14) als Hauptkampf von UFC on FOX 28 anzusetzen, hat im Vorfeld für eine Menge Kritik gesorgt. Und tatsächlich ist das Federgewichtsduell kaum ein Vergleich zu den Kämpfen, die zu Beginn des FOX-Deals die Programme geziert haben. Das bezieht sich aber nur auf die Star-Power. Unterhaltungstechnisch könnte der Hauptkampf am Samstag so einigen heiß erwarteten Blockbuster-Duellen die Schau stehlen.

Josh Emmett hat eine rasante Entwicklung in der UFC durchgemacht. Sein Debüt gab er im Mai 2016 – wenige Tage vor UFC Rotterdam sprang der Kalifornier für den verletzten Nick Hein ein, flog 8600 Kilometer nach Holland und bezwang dort Jon Tuck in einem hochspannenden Kampf nach Punkten. Einen Sieg und eine Niederlage später reiste Emmett erneut nach Europa und stellte in Polen einen Rekord auf: Bei UFC Danzig im vergangenen Oktober schlug er Felipe Arantes vier Mal in einer Runde nieder.

Dem dominanten Punktsieg folgte im Dezember der Durchbruch. Als kurzfristig eingesprungener Ersatz gelang Emmett auf FOX gegen den ehemaligen Titelherausforderer Ricardo Lamas ein Knockout in der ersten Runde. Jetzt kehrt er auf den Kabelsender zurück, dieses Mal im Hauptkampf.

Mit Jeremy Stephens steht ihm dabei einer der zähesten Veteranen der ganzen Liga gegenüber. „Lil Heathen“ kämpft seit 2007 im Octagon und holte dort in 27 Kämpfen u.a. Knockouts gegen Rafael dos Anjos, Dennis Bermudez und Rony Jason. Bei ihm lief es nicht durchweg gut, zuletzt zeigte der 31-Jährige mit Siegen über Gilbert Melendez und Doo Ho Choi aber zwei der stärksten Leistungen seiner Karriere.

In Orlando geht es am Wochenende also um viel. Der Hauptkampf mag nicht die zwei größten Stars des Federgewichts auf die Bühne stellen, dafür könnten beide Kämpfer mit einem Sieg in Titelnähe vorrücken. Knallen sollte es so oder so.

Co-Hauptkampf: Tecia Torres vs. Jéssica Andrade

Hochkarätig geht es auch im Co-Hauptkampf des Abends zu. Tecia „The Tiny Tornado“ Torres (10-1) und Jéssica „Bate Estaca“ Andrade (17-6) sind zwei der besten Kämpferinnen in der UFC-Strohgewichtsklasse und haben beide den Titel ins Auge gefasst.

Andrade hatte ihre Chance bereits. Im Mai vergangenen Jahres forderte sie Joanna Jedrzejczyk, unterlag nach fünf Runden aber deutlich nach Punkten. Im September kehrte sie mit einem nicht minder dominanten Sieg gegen Claudia Gadelha imposant ins Rampenlicht zurück.

Geht es nach einfacher MMA-Mathematik, dann müsste sie am Wochenende in Florida verlieren. Tecia Torres hält nämlich bereits einen Sieg gegen die aktuelle Weltmeisterin im Strohgewicht, Rose Namajunas, die wiederum Jedrzejczyk ausknockte, die ihrerseits einen Sieg über Andrade hält.

Aber die hinlänglich bekannte Zwecklosigkeit des MMA-Mathe wird allein dadurch demonstriert, dass Torres neben einem Sieg auch eine Niederlage gegen Namajunas auf der Bilanz stehen hat. Neben allen Titel-Implikationen ist der Kampf aber ohnehin vor allem stilistisch interessant. Beide Kämpferinnen verbindet ihr kompakter, muskulöser Körperbau und ihre offensivorientierte Herangehensweise. Am Samstag werden in Florida zwei kleine Panzer kollidieren.

Torres könnte mit einem Sieg außerdem den Grundstein einer historischen Leistung legen. Gewinnt sie hier und danach auch einen potentiellen Titelkampf, und gewinnt Raquel Pennington im Bantamgewicht ihren kürzlich angekündigten Titelkampf, dann könnten die beiden Verlobten in mittlerer Zukunft zum ersten Paar werden, das in der UFC kämpft und außerdem noch zwei Titel hält. Gürtel statt Ringe zur Hochzeit, das wäre mal was.

Die restlichen Kämpfe von UFC Orlando

Auch die fast ganz schweren Jungs duellieren sich im Hauptprogramm. Ovince „OSP“ Saint-Preux (22-10) trat 2016 gegen Jon Jones um den Interims-Titel im Halbschwergewicht an, verlor aber nach Punkten und zog anschließend auch gegen Jimi Manuwa und Volkan Oezdemir den Kürzeren. Mit vorzeitigen Siegen gegen Marcos Rogério de Lima, Yushin Okami und Corey Anderson machte „OSP“ diese Serie vergessen, jetzt will er wieder oben angreifen.

Ähnlich geht es Ilir „The Sledgehammer“ Latifi (13-5-0(1)). Der mittlerweile in Florida trainierende Schwede mit albanischen Wurzeln nutzte seine Ringer-Power, um in der UFC eine Reihe imposanter Siege zu holen. Zuletzt gewann er vier von fünf Kämpfen, u.a. gegen Gian Villante und Tyson Pedro. Der Sieger dieses Kampfes dürfte sich am Rand der Top 5 etablieren.

Wer auf Knockouts steht, für den sind die Kämpfe von Mike „Platinum“ Perry (11-2) immer eine gute Anlaufstelle. Der polarisierende K.o.-Schläger verlor im Dezember zum zweiten Mal in der UFC nach Punkten – nachdem ihm das ein Jahr zuvor zum ersten Mal passiert war, folgte mit einem furiosen Ellbogen-K.o. gegen Jake Ellenberger einer der besten Knockouts des Jahres.

Man darf also gespannt sein, was der 26-Jährige, der „Gottes Geschenk“ auf den Bauch tätowiert hat, am Samstag gegen Max „Pain“ Griffin (13-4) in petto hat. Griffin hat einen Sieg und zwei Niederlagen in er UFC vorzuweisen und geht als großer Underdog in diesen Kampf. Laut ihm habe er aber zumindest am Boxautomaten beim letztjährigen „Fighter Summit“ der UFC-Kämpfer in Las Vegas mit Perry mithalten können.

Zu einem Duell unter Freunden kommt es zuvor im Weltergewicht zwischen Alan „Brahma“ Jouban (15-6) und Ben „Killa B“ Saunders (21-8-2). Eigentlich wollten die beiden 10th-Planet-Jiu-Jitsu-Kämpfer nicht gegeneinander antreten, aber sie brauchen einen Sieg und wollten nicht noch länger auf einen Kampf warten – beide haben seit Niederlagen im Sommer nicht mehr im Käfig gestanden.

Dass sie nun also doch gegeneinander antreten, dürfte am Wochenende zumindest die Zuschauer freuen. Die beiden Kalifornier sind als Thaiboxer aus der gleichen BJJ-Schule bekannt dafür, sich häufig in spektakuläre Schlachten verwickeln zu lassen. Die Niederlagen im Rücken könnten die zwei Kumpels vorsichtig machen, sie könnten sie aber auch noch viel entschlossener kämpfen lassen und dafür sorgen, dass der Kampf des Abends schon recht früh im Programm steigt.

Ebenfalls mit auf dem Programm steht der ehemals so dominante Ex-Bantamgewichtschampion Renan Barao (34-5-0(1)). Gegen Brian „Boom“ Kelleher (18-8) muss er beweisen, dass nach vier Niederlagen in sechs Kämpfen auch 2018 und als Federgewicht noch mit ihm zu rechnen ist.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC on FOX 28: Emmett vs. Stephens
Samstag, 24. Februar 2018
Amway Center in Orlando, Florida, USA

Hauptprogramm (ran Fighting)
Josh Emmett vs. Jeremy Stephens
Jéssica Andrade vs. Tecia Torres
Ovince Saint Preux vs. Ilir Latifi
Mike Perry vs. Max Griffin

Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass)
Renan Barao vs. Brian Kelleher
Sara McMann vs. Marion Reneau
Angela Hill vs. Maryna Moroz
Ben Saunders vs. Alan Jouban

Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass)
Sam Alvey vs. Marcin Prachnio
Rani Yahya vs. Russell Doane
Eric Shelton vs. Alex Perez
Albert Morales vs. Manny Bermudez

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Vorberichte

UFC on FOX 28: Josh Emmett und Jeremy Stephens wollen den Titelkampf

Der TV-Deal der UFC mit US-Fernsehsender FOX läuft in diesem Jahr aus, und wie es weitergeht, ist unklar. Auffällig ist jedoch, dass die Starpower der FOX-Shows zuletzt rapide abgenommen hat, und auch die Veranstaltung an diesem Wochenende bietet nur wenig Prominenz. Unterhaltung dürfte die 28. auf dem Sender übertragene Fight Night aber trotzdem bieten: Mit Jeremy Stephens, Josh Emmett, Ovince Saint-Preux, Ilir Latifi oder Alan Jouban ist eine ganze Riege Namen vertreten, die für Action stehen.

Das Hauptprogramm von UFC Orlando wird in Deutschland als Teil des Black Pass (3,99 Euro monatlich) von ran Fighting übertragen. Das Vorprogramm zeigt ausschließlich der Fight Pass, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass): Samstag, 24. Februar, 22 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass): Sonntag, 25. Februar, 0 Uhr
Hauptprogramm (ran Fighting): Sonntag, 25. Februar, 2 Uhr

Hauptkampf: Josh Emmett vs. Jeremy Stephens

Die Entscheidung, die Begegnung zwischen Josh Emmett (13-1) und Jeremy „Lil Heathen“ Stephens (27-14) als Hauptkampf von UFC on FOX 28 anzusetzen, hat im Vorfeld für eine Menge Kritik gesorgt. Und tatsächlich ist das Federgewichtsduell kaum ein Vergleich zu den Kämpfen, die zu Beginn des FOX-Deals die Programme geziert haben. Das bezieht sich aber nur auf die Star-Power. Unterhaltungstechnisch könnte der Hauptkampf am Samstag so einigen heiß erwarteten Blockbuster-Duellen die Schau stehlen.

Josh Emmett hat eine rasante Entwicklung in der UFC durchgemacht. Sein Debüt gab er im Mai 2016 – wenige Tage vor UFC Rotterdam sprang der Kalifornier für den verletzten Nick Hein ein, flog 8600 Kilometer nach Holland und bezwang dort Jon Tuck in einem hochspannenden Kampf nach Punkten. Einen Sieg und eine Niederlage später reiste Emmett erneut nach Europa und stellte in Polen einen Rekord auf: Bei UFC Danzig im vergangenen Oktober schlug er Felipe Arantes vier Mal in einer Runde nieder.

Dem dominanten Punktsieg folgte im Dezember der Durchbruch. Als kurzfristig eingesprungener Ersatz gelang Emmett auf FOX gegen den ehemaligen Titelherausforderer Ricardo Lamas ein Knockout in der ersten Runde. Jetzt kehrt er auf den Kabelsender zurück, dieses Mal im Hauptkampf.

Mit Jeremy Stephens steht ihm dabei einer der zähesten Veteranen der ganzen Liga gegenüber. „Lil Heathen“ kämpft seit 2007 im Octagon und holte dort in 27 Kämpfen u.a. Knockouts gegen Rafael dos Anjos, Dennis Bermudez und Rony Jason. Bei ihm lief es nicht durchweg gut, zuletzt zeigte der 31-Jährige mit Siegen über Gilbert Melendez und Doo Ho Choi aber zwei der stärksten Leistungen seiner Karriere.

In Orlando geht es am Wochenende also um viel. Der Hauptkampf mag nicht die zwei größten Stars des Federgewichts auf die Bühne stellen, dafür könnten beide Kämpfer mit einem Sieg in Titelnähe vorrücken. Knallen sollte es so oder so.

Co-Hauptkampf: Tecia Torres vs. Jéssica Andrade

Hochkarätig geht es auch im Co-Hauptkampf des Abends zu. Tecia „The Tiny Tornado“ Torres (10-1) und Jéssica „Bate Estaca“ Andrade (17-6) sind zwei der besten Kämpferinnen in der UFC-Strohgewichtsklasse und haben beide den Titel ins Auge gefasst.

Andrade hatte ihre Chance bereits. Im Mai vergangenen Jahres forderte sie Joanna Jedrzejczyk, unterlag nach fünf Runden aber deutlich nach Punkten. Im September kehrte sie mit einem nicht minder dominanten Sieg gegen Claudia Gadelha imposant ins Rampenlicht zurück.

Geht es nach einfacher MMA-Mathematik, dann müsste sie am Wochenende in Florida verlieren. Tecia Torres hält nämlich bereits einen Sieg gegen die aktuelle Weltmeisterin im Strohgewicht, Rose Namajunas, die wiederum Jedrzejczyk ausknockte, die ihrerseits einen Sieg über Andrade hält.

Aber die hinlänglich bekannte Zwecklosigkeit des MMA-Mathe wird allein dadurch demonstriert, dass Torres neben einem Sieg auch eine Niederlage gegen Namajunas auf der Bilanz stehen hat. Neben allen Titel-Implikationen ist der Kampf aber ohnehin vor allem stilistisch interessant. Beide Kämpferinnen verbindet ihr kompakter, muskulöser Körperbau und ihre offensivorientierte Herangehensweise. Am Samstag werden in Florida zwei kleine Panzer kollidieren.

Torres könnte mit einem Sieg außerdem den Grundstein einer historischen Leistung legen. Gewinnt sie hier und danach auch einen potentiellen Titelkampf, und gewinnt Raquel Pennington im Bantamgewicht ihren kürzlich angekündigten Titelkampf, dann könnten die beiden Verlobten in mittlerer Zukunft zum ersten Paar werden, das in der UFC kämpft und außerdem noch zwei Titel hält. Gürtel statt Ringe zur Hochzeit, das wäre mal was.

Die restlichen Kämpfe von UFC Orlando

Auch die fast ganz schweren Jungs duellieren sich im Hauptprogramm. Ovince „OSP“ Saint-Preux (22-10) trat 2016 gegen Jon Jones um den Interims-Titel im Halbschwergewicht an, verlor aber nach Punkten und zog anschließend auch gegen Jimi Manuwa und Volkan Oezdemir den Kürzeren. Mit vorzeitigen Siegen gegen Marcos Rogério de Lima, Yushin Okami und Corey Anderson machte „OSP“ diese Serie vergessen, jetzt will er wieder oben angreifen.

Ähnlich geht es Ilir „The Sledgehammer“ Latifi (13-5-0(1)). Der mittlerweile in Florida trainierende Schwede mit albanischen Wurzeln nutzte seine Ringer-Power, um in der UFC eine Reihe imposanter Siege zu holen. Zuletzt gewann er vier von fünf Kämpfen, u.a. gegen Gian Villante und Tyson Pedro. Der Sieger dieses Kampfes dürfte sich am Rand der Top 5 etablieren.

Wer auf Knockouts steht, für den sind die Kämpfe von Mike „Platinum“ Perry (11-2) immer eine gute Anlaufstelle. Der polarisierende K.o.-Schläger verlor im Dezember zum zweiten Mal in der UFC nach Punkten – nachdem ihm das ein Jahr zuvor zum ersten Mal passiert war, folgte mit einem furiosen Ellbogen-K.o. gegen Jake Ellenberger einer der besten Knockouts des Jahres.

Man darf also gespannt sein, was der 26-Jährige, der „Gottes Geschenk“ auf den Bauch tätowiert hat, am Samstag gegen Max „Pain“ Griffin (13-4) in petto hat. Griffin hat einen Sieg und zwei Niederlagen in er UFC vorzuweisen und geht als großer Underdog in diesen Kampf. Laut ihm habe er aber zumindest am Boxautomaten beim letztjährigen „Fighter Summit“ der UFC-Kämpfer in Las Vegas mit Perry mithalten können.

Zu einem Duell unter Freunden kommt es zuvor im Weltergewicht zwischen Alan „Brahma“ Jouban (15-6) und Ben „Killa B“ Saunders (21-8-2). Eigentlich wollten die beiden 10th-Planet-Jiu-Jitsu-Kämpfer nicht gegeneinander antreten, aber sie brauchen einen Sieg und wollten nicht noch länger auf einen Kampf warten – beide haben seit Niederlagen im Sommer nicht mehr im Käfig gestanden.

Dass sie nun also doch gegeneinander antreten, dürfte am Wochenende zumindest die Zuschauer freuen. Die beiden Kalifornier sind als Thaiboxer aus der gleichen BJJ-Schule bekannt dafür, sich häufig in spektakuläre Schlachten verwickeln zu lassen. Die Niederlagen im Rücken könnten die zwei Kumpels vorsichtig machen, sie könnten sie aber auch noch viel entschlossener kämpfen lassen und dafür sorgen, dass der Kampf des Abends schon recht früh im Programm steigt.

Ebenfalls mit auf dem Programm steht der ehemals so dominante Ex-Bantamgewichtschampion Renan Barao (34-5-0(1)). Gegen Brian „Boom“ Kelleher (18-8) muss er beweisen, dass nach vier Niederlagen in sechs Kämpfen auch 2018 und als Federgewicht noch mit ihm zu rechnen ist.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC on FOX 28: Emmett vs. Stephens
Samstag, 24. Februar 2018
Amway Center in Orlando, Florida, USA

Hauptprogramm (ran Fighting)
Josh Emmett vs. Jeremy Stephens
Jéssica Andrade vs. Tecia Torres
Ovince Saint Preux vs. Ilir Latifi
Mike Perry vs. Max Griffin

Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass)
Renan Barao vs. Brian Kelleher
Sara McMann vs. Marion Reneau
Angela Hill vs. Maryna Moroz
Ben Saunders vs. Alan Jouban

Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass)
Sam Alvey vs. Marcin Prachnio
Rani Yahya vs. Russell Doane
Eric Shelton vs. Alex Perez
Albert Morales vs. Manny Bermudez

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Vorberichte

UFC on FOX 28: Josh Emmett und Jeremy Stephens wollen den Titelkampf

Der TV-Deal der UFC mit US-Fernsehsender FOX läuft in diesem Jahr aus, und wie es weitergeht, ist unklar. Auffällig ist jedoch, dass die Starpower der FOX-Shows zuletzt rapide abgenommen hat, und auch die Veranstaltung an diesem Wochenende bietet nur wenig Prominenz. Unterhaltung dürfte die 28. auf dem Sender übertragene Fight Night aber trotzdem bieten: Mit Jeremy Stephens, Josh Emmett, Ovince Saint-Preux, Ilir Latifi oder Alan Jouban ist eine ganze Riege Namen vertreten, die für Action stehen.

Das Hauptprogramm von UFC Orlando wird in Deutschland als Teil des Black Pass (3,99 Euro monatlich) von ran Fighting übertragen. Das Vorprogramm zeigt ausschließlich der Fight Pass, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass): Samstag, 24. Februar, 22 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass): Sonntag, 25. Februar, 0 Uhr
Hauptprogramm (ran Fighting): Sonntag, 25. Februar, 2 Uhr

Hauptkampf: Josh Emmett vs. Jeremy Stephens

Die Entscheidung, die Begegnung zwischen Josh Emmett (13-1) und Jeremy „Lil Heathen“ Stephens (27-14) als Hauptkampf von UFC on FOX 28 anzusetzen, hat im Vorfeld für eine Menge Kritik gesorgt. Und tatsächlich ist das Federgewichtsduell kaum ein Vergleich zu den Kämpfen, die zu Beginn des FOX-Deals die Programme geziert haben. Das bezieht sich aber nur auf die Star-Power. Unterhaltungstechnisch könnte der Hauptkampf am Samstag so einigen heiß erwarteten Blockbuster-Duellen die Schau stehlen.

Josh Emmett hat eine rasante Entwicklung in der UFC durchgemacht. Sein Debüt gab er im Mai 2016 – wenige Tage vor UFC Rotterdam sprang der Kalifornier für den verletzten Nick Hein ein, flog 8600 Kilometer nach Holland und bezwang dort Jon Tuck in einem hochspannenden Kampf nach Punkten. Einen Sieg und eine Niederlage später reiste Emmett erneut nach Europa und stellte in Polen einen Rekord auf: Bei UFC Danzig im vergangenen Oktober schlug er Felipe Arantes vier Mal in einer Runde nieder.

Dem dominanten Punktsieg folgte im Dezember der Durchbruch. Als kurzfristig eingesprungener Ersatz gelang Emmett auf FOX gegen den ehemaligen Titelherausforderer Ricardo Lamas ein Knockout in der ersten Runde. Jetzt kehrt er auf den Kabelsender zurück, dieses Mal im Hauptkampf.

Mit Jeremy Stephens steht ihm dabei einer der zähesten Veteranen der ganzen Liga gegenüber. „Lil Heathen“ kämpft seit 2007 im Octagon und holte dort in 27 Kämpfen u.a. Knockouts gegen Rafael dos Anjos, Dennis Bermudez und Rony Jason. Bei ihm lief es nicht durchweg gut, zuletzt zeigte der 31-Jährige mit Siegen über Gilbert Melendez und Doo Ho Choi aber zwei der stärksten Leistungen seiner Karriere.

In Orlando geht es am Wochenende also um viel. Der Hauptkampf mag nicht die zwei größten Stars des Federgewichts auf die Bühne stellen, dafür könnten beide Kämpfer mit einem Sieg in Titelnähe vorrücken. Knallen sollte es so oder so.

Co-Hauptkampf: Tecia Torres vs. Jéssica Andrade

Hochkarätig geht es auch im Co-Hauptkampf des Abends zu. Tecia „The Tiny Tornado“ Torres (10-1) und Jéssica „Bate Estaca“ Andrade (17-6) sind zwei der besten Kämpferinnen in der UFC-Strohgewichtsklasse und haben beide den Titel ins Auge gefasst.

Andrade hatte ihre Chance bereits. Im Mai vergangenen Jahres forderte sie Joanna Jedrzejczyk, unterlag nach fünf Runden aber deutlich nach Punkten. Im September kehrte sie mit einem nicht minder dominanten Sieg gegen Claudia Gadelha imposant ins Rampenlicht zurück.

Geht es nach einfacher MMA-Mathematik, dann müsste sie am Wochenende in Florida verlieren. Tecia Torres hält nämlich bereits einen Sieg gegen die aktuelle Weltmeisterin im Strohgewicht, Rose Namajunas, die wiederum Jedrzejczyk ausknockte, die ihrerseits einen Sieg über Andrade hält.

Aber die hinlänglich bekannte Zwecklosigkeit des MMA-Mathe wird allein dadurch demonstriert, dass Torres neben einem Sieg auch eine Niederlage gegen Namajunas auf der Bilanz stehen hat. Neben allen Titel-Implikationen ist der Kampf aber ohnehin vor allem stilistisch interessant. Beide Kämpferinnen verbindet ihr kompakter, muskulöser Körperbau und ihre offensivorientierte Herangehensweise. Am Samstag werden in Florida zwei kleine Panzer kollidieren.

Torres könnte mit einem Sieg außerdem den Grundstein einer historischen Leistung legen. Gewinnt sie hier und danach auch einen potentiellen Titelkampf, und gewinnt Raquel Pennington im Bantamgewicht ihren kürzlich angekündigten Titelkampf, dann könnten die beiden Verlobten in mittlerer Zukunft zum ersten Paar werden, das in der UFC kämpft und außerdem noch zwei Titel hält. Gürtel statt Ringe zur Hochzeit, das wäre mal was.

Die restlichen Kämpfe von UFC Orlando

Auch die fast ganz schweren Jungs duellieren sich im Hauptprogramm. Ovince „OSP“ Saint-Preux (22-10) trat 2016 gegen Jon Jones um den Interims-Titel im Halbschwergewicht an, verlor aber nach Punkten und zog anschließend auch gegen Jimi Manuwa und Volkan Oezdemir den Kürzeren. Mit vorzeitigen Siegen gegen Marcos Rogério de Lima, Yushin Okami und Corey Anderson machte „OSP“ diese Serie vergessen, jetzt will er wieder oben angreifen.

Ähnlich geht es Ilir „The Sledgehammer“ Latifi (13-5-0(1)). Der mittlerweile in Florida trainierende Schwede mit albanischen Wurzeln nutzte seine Ringer-Power, um in der UFC eine Reihe imposanter Siege zu holen. Zuletzt gewann er vier von fünf Kämpfen, u.a. gegen Gian Villante und Tyson Pedro. Der Sieger dieses Kampfes dürfte sich am Rand der Top 5 etablieren.

Wer auf Knockouts steht, für den sind die Kämpfe von Mike „Platinum“ Perry (11-2) immer eine gute Anlaufstelle. Der polarisierende K.o.-Schläger verlor im Dezember zum zweiten Mal in der UFC nach Punkten – nachdem ihm das ein Jahr zuvor zum ersten Mal passiert war, folgte mit einem furiosen Ellbogen-K.o. gegen Jake Ellenberger einer der besten Knockouts des Jahres.

Man darf also gespannt sein, was der 26-Jährige, der „Gottes Geschenk“ auf den Bauch tätowiert hat, am Samstag gegen Max „Pain“ Griffin (13-4) in petto hat. Griffin hat einen Sieg und zwei Niederlagen in er UFC vorzuweisen und geht als großer Underdog in diesen Kampf. Laut ihm habe er aber zumindest am Boxautomaten beim letztjährigen „Fighter Summit“ der UFC-Kämpfer in Las Vegas mit Perry mithalten können.

Zu einem Duell unter Freunden kommt es zuvor im Weltergewicht zwischen Alan „Brahma“ Jouban (15-6) und Ben „Killa B“ Saunders (21-8-2). Eigentlich wollten die beiden 10th-Planet-Jiu-Jitsu-Kämpfer nicht gegeneinander antreten, aber sie brauchen einen Sieg und wollten nicht noch länger auf einen Kampf warten – beide haben seit Niederlagen im Sommer nicht mehr im Käfig gestanden.

Dass sie nun also doch gegeneinander antreten, dürfte am Wochenende zumindest die Zuschauer freuen. Die beiden Kalifornier sind als Thaiboxer aus der gleichen BJJ-Schule bekannt dafür, sich häufig in spektakuläre Schlachten verwickeln zu lassen. Die Niederlagen im Rücken könnten die zwei Kumpels vorsichtig machen, sie könnten sie aber auch noch viel entschlossener kämpfen lassen und dafür sorgen, dass der Kampf des Abends schon recht früh im Programm steigt.

Ebenfalls mit auf dem Programm steht der ehemals so dominante Ex-Bantamgewichtschampion Renan Barao (34-5-0(1)). Gegen Brian „Boom“ Kelleher (18-8) muss er beweisen, dass nach vier Niederlagen in sechs Kämpfen auch 2018 und als Federgewicht noch mit ihm zu rechnen ist.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC on FOX 28: Emmett vs. Stephens
Samstag, 24. Februar 2018
Amway Center in Orlando, Florida, USA

Hauptprogramm (ran Fighting)
Josh Emmett vs. Jeremy Stephens
Jéssica Andrade vs. Tecia Torres
Ovince Saint Preux vs. Ilir Latifi
Mike Perry vs. Max Griffin

Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass)
Renan Barao vs. Brian Kelleher
Sara McMann vs. Marion Reneau
Angela Hill vs. Maryna Moroz
Ben Saunders vs. Alan Jouban

Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass)
Sam Alvey vs. Marcin Prachnio
Rani Yahya vs. Russell Doane
Eric Shelton vs. Alex Perez
Albert Morales vs. Manny Bermudez