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Zwei Jahre Sperre für Frank Mir, frühere Dopingprobe ebenfalls positiv

Frank Mir (Foto: Tobias Bunnenberg)

Frank Mir wird frühestens im April 2018 wieder im Octagon der UFC stehen. Nachdem der frühere UFC-Champion im vergangenen Jahr positiv auf Abbauprodukte von Dehydrochlormethyltestosteron (DHCMT, auch Oral-Turinabol) getestet wurde, hat die United States Anti-Doping Agency (USADA) ihn für zwei Jahre suspendiert. Auch eine frühere Dopingprobe schlug nach einer erneuten Untersuchung positiv auf den Stoff an.

Erstmals nachgewiesen wurde die Substanz in einer Dopingprobe, die Mir nach seiner K.o.-Niederlage gegen Mark Hunt am 20. März 2016 abgenommen wurde. Mir meldete sich nach dem positiven Testergebnis überrascht zu Wort und äußerte den Verdacht, er könnte die verbotene Substanz durch den Konsum von Kängurufleisch zu sich genommen haben.

Nach dem positiven Testergebnis untersuchte die USADA auch frühere Dopingproben von Mir mit einer neuen Testmethode. Dabei wurde der gleiche Stoff auch in einer Dopingprobe vom 5. Februar 2016 nachgewiesen – ein Dopingtest, der bislang als negativ galt.

In einem Statement auf Facebook beteuerte Mir erneut, nie wissentlich verbotene Mittel zu sich genommen zu haben und erläuterte, wie schwer ein Nachweis seiner Unschuld ist.

„Mir wurde ursprünglich mitgeteilt, dass in meiner Dopingprobe vom 20. März 2016 ein Abbauprodukt nachgewiesen wurde, nachdem ich am 5. Februar eine saubere Probe abgegeben hatte“, schrieb Frank Mir. „Während des letzten Jahres war ich darauf fokussiert, alles zu analysieren, was innerhalb dieser sechs Wochen den positiven Test verursacht haben könnte, habe Nahrungsergänzungsmittel getestet und meine Ernährungsgewohnheiten überprüft. Es ist frustrierend, dass die USADA mir jetzt sagt, dass sie ihre Meinung über den Test vom 5. Februar geändert haben und sie jetzt sagen, dass der Test, der erst negativ ausfiel, nun auf die gleiche Substanz anschlug. Noch frustrierender ist es, dass dieses Langzeit-Abbauprodukt bis zu zwei Jahre lang im Körper bleiben kann. Also könnte es auf einen Konsum hindeuten, der zu einer Zeit stattfand, als es die USADA in der UFC noch gar nicht gab oder sogar als ich noch eine Ausnahmegenehmigung für die Testosteron-Ersatztherapie (TRT) hatte. So schwer wie es war, nachträglich alles zu analysieren, was ich in einem Zeitraum von sechs Wochen zu mir genommen habe, habe ich keine Ahnung, wo ich bei einem Zeitraum von zwei Jahren anfangen sollte.“

Seit dem Bekanntwerden des positiven Dopingtests im vergangenen Jahr hat Mir mehrfach den Wunsch geäußert, aus seinem UFC-Vertrag entlassen zu werden. Die UFC hat ihm den Wunsch bislang nicht erfüllt.

Die Suspendierung gilt rückwirkend zum 8. April 2016. Mir darf demnach ab dem 9. April 2018 wieder kämpfen.