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Yoel Romero will Kommission von UFC 225 verklagen

Yoel Romero (Foto: Florian Sädler/GNP1.e)

91 Gramm kosteten Yoel Romero am vergangenen Wochenende die Titelchance gegen Robert Whittaker bei UFC 225. Zwar fand der Kampf trotzdem statt, Romero unterlag hauchdünn und nicht unumstritten nach Punkten, als Titelverteidigung zählt er für Whittaker jedoch nicht. Nun will Romero die Anwälte auf den Plan rufen. Seiner Meinung nach hätte er mehr Zeit für die letzten Gramm erhalten sollen.

„Wir werden klagen“, erklärte Romeros Manager Malki Kawa in der MMA Hour am Montag. „Der Papierkram geht demnächst raus, vielleicht noch diese Woche.“ Was war passiert? Als Yoel Romero beim morgendlichen Termin auf die Waage stieg, hatte er 454 Gramm zu viel auf den Rippen. Soweit, so schlecht, aber nicht ungewöhnlich. Der Kubaner erhielt zwei weitere Stunden, um das Übergewicht loszuwerden. Damit begannen jedoch die Probleme.

Denn obwohl Romero in der Zeit unter ärztlicher Betreuung weiter Gewicht verlor, wurde der Weight Cut nach 45 Minuten abgebrochen. Nicht von einem Arzt, sondern von einer Beamtin der Athletic Commission des Staates Illinois. Die Beamtin habe die Entscheidung getroffen, da sie sich unwohl mit Romeros Weight Cut gefühlt habe. Der Kubaner wirkte bereits beim ersten Versuch auf der Waage schwer angeschlagen, musste nach dem zweiten Versuch von seinen Betreuern gestützt werden.

Für Romeros Team ein nicht vertretbarer Eingriff in die Bemühungen, wie Abe Kawa, Romeros zweiter Agent, erläutert: „Der ganze Plan war darauf ausgerichtet, die zwei Stunden voll auszunutzen. Alles, was wir von dem Punkt an getan haben, hatte diesen Plan im Hinterkopf.“

Romero verlor anschließend nicht nur die Titelchance, sondern auch 20% seiner Gage sowie die Möglichkeit auf einen Bonus, in der Summe über 100.000 US-Dollar. Ein teurer Preis für 91 Gramm.