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Wird Silva der Diaz-Sieg aberkannt?

Anderson Silva (Foto: Tobias Bunnenberg)

Anderson Silvas positive Dopingprobe hat ihn schon jetzt eine ganze Menge Image-Punkte gekostet. Nun könnte ihm sogar sein Sieg über Nick Diaz aberkannt werden.

Im Laufe des Freitags machte eine Meldung die Runde, die Kampfsportfans aufhorchen ließ: Bob Bennett, Geschäftsführer der Sportbehörde von Nevada (NAC), erklärte gegenüber brasilianischen Medien, dass man Anderson Silva seinen Sieg über Nick Diaz, bei UFC 183, aufgrund seines nicht bestandenen Dopingtests vom 9. Januar aberkannt habe. 

„Wir werten den Kampf als No-Contest", so Bennet. "Ich weiß nicht, ob ihm deshalb auch sein Siegbonus gestrichen wird, das ist die Entscheidung der UFC. Einen Teil seiner Börse werden wir aber wegen dieser ganzen Sache einbehalten.“

Offenbar war Bennett mit dieser Aussage ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. Die Behörde dementierte wenig später, dass eine diesbezügliche Entscheidung bereits getroffen sei, erklärte aber auch, dass über ein Ändern des Ergebnisses bei der nächsten Anhörung der NAC noch abgestimmt wird und ein Aberkennen des Siegs als wahrscheinlich gilt.

Das heißt: Silvas Sieg könnte tatsächlich zum No-Contest erklärt werden, was empfindliche finanzielle Einbußen zur Folge hätte. Silva verdiente bei UFC 183 offiziell 800.000 US-Dollar, allein 200.000 davon waren die Siegprämie, die mit dem Urteil der NAC auf dem Spiel steht. Dazu kommen eine von Bennet bereits angedeutete Geldstrafe sowie voraussichtlich eine lange Sperre.

Silva wurde bei einem unangekündigten Dopingtest am 9. Januar positiv auf zwei anabole Steroide getestet, durfte aber dennoch antreten, weil das Ergebnis des Tests erst nach UFC 183 bekannt wurde. Silva verneinte anschließend, jemals Steroide eingenommen zu haben. Auch sein Gegner Nick Diaz wurde positiv getestet, allerdings auf Marihuana.