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Wird Jon Jones nie wieder in die UFC zurückkehren?

Jon Jones (Foto: Legendashow)

Nach der Sperre von Jon Jones erklärt sein Manager nun, dass sich der Ex-UFC-Halbschwergewichtschampion unter Umständen für immer vom MMA-Sport verabschieden könnte.

Es war bisher ein turbulentes Jahr für Jon Jones. Nachdem er im Januar des Kokainkonsums überführt wurde, muss er sich nun für einen Autounfall mit Fahrerflucht verantworten, bei dem eine schwangere Frau verletzt und Marihuana in seinem Wagen gefunden wurde. Die UFC nahm ihrem Champion daraufhin den Titel ab und sperrte ihn auf unbestimmte Zeit. Seitdem rätseln Fans und Medien, wann der gewichtsklasssenübergreifend beste Kämpfer der Welt zurückkehren wird.

„Gut möglich, dass wir Jon Jones zum letzten Mal im Octagon gesehen haben“, verrät nun Jones’ Manager Malki Kawa. „Jon Jones wird sich jetzt erst einmal auf Jon Jones konzentrieren. Er wird sich ein wenig Zeit für sich nehmen. Wenn (der Kampf gegen Daniel Cormier im Januar) also sein letzter Kampf gewesen sein sollte, dann ist das eben so. Ich hätte damit kein Problem.“

Die Erklärung erinnert stark an den früheren UFC-Weltergewichtschampion Georges St. Pierre, der Ende 2013 mit einer ähnlichen Begründung die MMA-Handschuhe vorerst an den Nagel gehängt hatte. Auch er erklärte, Zeit für sich zu benötigen. Bis heute weiß niemand, was genau der Auslöser für St. Pierres Schaffenskrise war oder ist. Auch Kawa konnte auf Nachfrage keine Details nennen, machte aber einige interessante Andeutungen:

„Ich kann nur so viel sagen, und ihr könnt ja alle zwischen den Zeilen lesen: Irgendwann kommt jeder Sportler einmal an diesen Punkt, nicht nur Jon Jones“, so Kawa. „Ich manage viele Kämpfer, die eines Tages in den Spiegel schauen und einfach erkennen, dass ihnen all das zu viel ist. Einfach zu viel! Wenn du nicht mit sieben Tagen Vorbereitung gegen irgendjemanden einspringst, bist du nichts wert. Stellst du aber einen Taschendieb, bist du der Held. Dann bist du auf einmal der neue Champion, musst all diese Interviews geben. Da hängt ja eine ganze Menge dran. Es geht nicht nur ihm so, das will ich damit sagen. Ihr habt es bei GSP gesehen, auch bei Anderson (Silva).“

Jon Jones hatte 2011, nur wenige Tage vor seinem Titelkampf gegen Mauricio „Shogun“ Rua, einen Taschendieb verfolgt und zur Strecke gebracht, Medien und UFC-Offizielle feierten ihn dafür. Ein Jahr darauf wurde der Event UFC 151 komplett abgesagt, nachdem Hauptkämpfer Dan Henderson sich nur wenige Tage vor dem Kampf verletzt und Jones sich geweigert hatte, sich in so kurzer Zeit auf Ersatzmann Chael Sonnen einzustellen. Vor allem Dana White sparte daraufhin nicht mit Kritik an seinem Halbschwergewichtschampion. Unter Umständen wollte Kawa auf diese beiden Vorfälle anspielen.

Ist Jones nach St. Pierre nun also der nächste UFC-Top-Star, der offenbar unter dem Druck von Medien, Öffentlichkeit und vor allem UFC-Obrigkeit zusammenbricht?