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Werdum plant Rückkämpfe gegen Arlovski, JDS und Velasquez

Fabricio Werdum plant seine nächsten Kämpfe (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Seit dem 13. Juni ist Fabricio Werdum Schwergewichtschampion der UFC, nachdem er sich in Mexico City gegen Cain Velasquez durchsetzte und sich zum unangefochtenen Titelträger krönte (GNP1.de berichtete). Der Brasilianer möchte nach den Wochen in der mexikanischen Höhenluft erst ein paar Wochen pausieren, um wieder Zeit mit seiner Familie zu verbringen, dann sollen jedoch die ersten Titelverteidigungen folgen. Ein Fahrplan existiert auch schon.

„Zuerst Andrei Arlovski, dann Junior "Cigano" dos Santos und dann noch einmal Velasquez. So stelle ich mir das vor. Cain muss erst einen Kampf gewinnen, bevor er wieder um den Titel kämpfen darf, also kämpfe ich gegen Arlovski. Dos Santos ist momentan verletzt und Velasquez kann in der Zwischenzeit gegen Stipe Miocic antreten. 

Dass Arlovski ganz oben auf dem Wunschzettel von "Vai Cavalo" steht, hat nicht nur etwas mit den drei UFC-Siegen in Folge seit seiner Rückkehr zu tun, die der "Pitbull" vorweisen kann. 2007 vermasselte der Weißrusse Fabricio Werdums UFC-Debüt in Manchester.

 „Ich würde gerne wieder gegen Arlovski kämpfen. Es war ein knapper Kampf. Eine geteilte Punktentscheidung in einem hässlichen Kampf, den keiner gemocht hat, aber ich bin der Meinung, dass ich gewonnen habe. Ich habe meinen Rückkampf mit "Minotauro" Nogueira gewonnen und jetzt ist es Zeit für den Arlovski-Rückkampf. Er ist ein früherer UFC-Champion und ich glaube, der Kampf verkauft sich gut.”

Der zweite Ex-Champion auf der Liste Werdums ist sein brasilianischer Landsmann Junior dos Santos. Auch mit "Cigano" verbindet der 37-Jährige keine guten Erinnerungen. Auf die Auftaktniederlage gegen Arlovski folgten zwei Siege über Brandon Vera und Gabriel Gonzaga, beide Kämpfe ebenfalls in England. Bei UFC 90 im Oktober 2008 sollte sich Fabricio Werdum zum ersten Mal den amerikanischen UFC-Fans präsentieren. Ihm gegenüber stand damals ein 24-jähriger UFC-Debütant mit dem Namen Junior dos Santos.

Der bis dato noch unbekannte Nogueira-Schüler brauchte nur 80 Sekunden, um Werdum mit einem krachenden Uppercut ins Land der Träume zu schicken und legte damit den Grundstein seiner Dominanz im Schwergewicht, die erst vier Jahre später gegen Cain Velasquez enden sollte. Sollte es zum Rückkampf gegen "Cigano" kommen, will Werdum das Fußballstadion seiner Heimat Porto Alegre füllen.

„In meiner Heimatstadt zu kämpfen, wo ich geboren und aufgewachsen bin, wäre ein Traum. Die Menschen dort lieben Kämpfe, vor allem seit einer von ihnen in der UFC ist. Ich bin mir sicher, dass wir 40-50.000 Zuschauer ins Stadion bekommen. Wir würden Rekorde brechen. Und ich will diesen Rückkampf, weil ich beim ersten Mal nicht professionell vorbereitet war. Ich will ihm nichts absprechen, er ging in den Käfig und knockte mich aus. Aber diese Niederlage hat meine Karriere verändert. Ich musste mich entscheiden, entweder Vollprofi zu werden oder das Kämpfen sein zu lassen. Ich habe mich damals entschieden, Kämpfen zum Beruf zu machen.”

Eine gute Entscheidung. Seit der Niederlage gegen dos Santos und dem Wechsel von der UFC zu Strikeforce hat Werdum nur einen Kampf gegen Alistair Overeem verloren und neun Kämpfe gewonnen. In diesem Zeitraum mussten mit Fedor Emelianenko, Antonio Rodrigo Nogueira und zuletzt Velasquez gleich drei Athleten aufgeben, die in jeder Diskussion über das beste Schwergewicht aller Zeiten genannt werden. Sich selbst sieht Werdum jedoch noch nicht an der Spitze des Schwergewichtsolymps angekommen.

„Es freut mich, dass Fans so denken, aber ich bin nicht so arrogant um das zu behaupten. Ich habe im Octagon gezeigt, dass ich an dem Abend ohne Zweifel der Bessere war. Das waren keine zufälligen Submissions. Keiner vor mir konnte Fedor, Big Nog und Cain zur Aufgabe bringen. Keiner vor mir war BJJ-Weltmeister, ADCC- und UFC-Champion. Mit den Rückkämpfen kann ich ein paar Kapitel schließen. Ich habe viel für den Sport getan und die Siege über Fedor, Cain und "Minotauro" werden für immer in den Geschichtsbüchern stehen. Man sagt, ich bin der am meisten gefürchtete Mann auf dem Planeten, aber ich glaube das nicht."