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Werden UFC-Kommentatoren aus Profitgier gefeuert?

Mike Goldberg und Joe Rogan (Foto: YouTube)

Dass sich nach dem monumentalen Verkauf der UFC an die Hollywood-Agentur WME-IMG für über vier Milliarden Dollar so einiges ändern wurde, war klar. Dass nun aber auch die Jobs der populären US-Kommentatoren Joe Rogan und Mike Goldberg auf dem Spiel stehen könnten, hätten sicher die Wenigsten für möglich gehalten.

Szene-Insider Dave Meltzer berichtet, dass das auch in Deutschland beliebte Kommentatorenduo Rogan und Goldberg von den neuen UFC-Besitzern zu Gunsten eines TV-Vertrages geopfert werden könnte. Die Künstler-Agentur WME-IMG hatte die UFC Mitte des Jahres für mehr als vier Milliarden Dollar übernommen und seitdem schon so manchem altgedienten Angestellten seine Papiere zukommen lassen.

Nun sollen im Sinne der Gewinnmaximierung die TV-Verträge der UFC, die im Jahr 2018 auslaufen werden, neu verhandelt werden. 2011 hatte die Liga einen damals bahnbrechenden Siebenjahresvertrag mit US-TV-Gigant FOX abgeschlossen. Der Deal brachte der UFC seitdem 115 Millionen US-Dollar pro Jahr ein. Die neuen Besitzer verlangen nun Berichten zufolge das Vierfache, nämlich 450 Millionen US-Dollar.

Dafür sollen die Sender jedoch auch Einfluss auf die Produktion der Events erhalten. Bislang hatte die UFC alle ihre Sendungen zu 100 Prozent selbst produziert und nur das fertige Endprodukt an die Sender verkauft. Weil einigen der Sender-Verantwortlichen der Stil der beiden "Hype Master" (Zitat Meltzer) Rogan und Goldberg jedoch nicht schmeckt, sollen sie durch etwas seriöser auftretende Kollegen ersetzt werden, z. B. die bereits bei FOX angestellten Kenny Florian und Brian Stann, die aktuell bei den US-Fight-Nights der UFC zum Einsatz kommen. Meltzer zufolge seien die neuen UFC-Besitzer gewillt, auf die Forderung einzugehen.

Rogan hatte nach dem Verkauf der UFC ohnehin mit dem Gedanken gespielt, das Headset an den Nagel zu hängen, wird im kommenden Jahr deutlich weniger Live-Shows kommentieren als in der Vergangenheit. Die Entscheidung, ob er endgültig weitermacht oder nicht, könnte ihm nun jedoch abgenommen werden.