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Weidman: „Ich bin froh, dass ich verloren habe!“

Chris Weidman (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

13 Kämpfe und sechs Jahre. So lange blieb Chris Weidman ungeschlagen, bevor er bei UFC 194 nach einem spannenden Kampf zusehen musste, wie sich Luke Rockhold den Gürtel umschnallte, den Weidman zwei Jahre zuvor an selber Stelle Anderson Silva abgenommen hatte. Trotz der Niederlage blickt der „All American“ positiv in die Zukunft.

Nach 18 Minuten hatte es Luke Rockhold geschafft. Mit einer glänzenden Vorstellung sicherte sich der Amerikaner nicht nur den Sieg gegen seinen Landsmann Chris Weidman, sondern auch den Mittelgewichtstitel der UFC. Ein gebrauchter Tag für Weidman, der sich laut eigener Aussage jedoch angekündigt hatte.

„Ich habe mich im Trainingscamp komisch gefühlt“, so der ehemalige Weltmeister. „Die Motivation hat gefehlt. Das sind keine Ausreden, ich habe hart trainiert. Trotzdem hat die Motivation gefehlt. Ich konnte mich einfach nicht dazu bringen, richtig aufgeregt zu sein, aus welchen Gründen auch immer.“

Trotz der suboptimalen Vorbereitung kam der Titelverlust für Weidman mehr als überraschend: „Die Art, wie ich mich nach der Niederlage gefühlt habe, war das krasseste Gefühl meines Lebens. Es hat sich wie ein schlimmer Traum angefühlt, in den ich zurück möchte, um es ungeschehen zu machen. Es war definitiv irreal. Aber emotional und mental fühle ich mich jetzt besser als je zuvor.“

Der Mann aus New York geht sogar noch weiter. Für ihn ist die Niederlage eine Chance, sich zu verbessern: „Es war einfach eine großartige Erfahrung für mich. Ich hätte eine Million Sachen anders machen können, aber ich bin wirklich froh, dass ich verloren habe. Ich glaube, wenn ich den Kampf gewonnen hätte, wenn ich irgendwie einen Weg gefunden hätte, ihn zu besiegen, hätte ich jetzt nicht die Chance als Kämpfer zu wachsen und mein Potential voll auszuschöpfen. Jetzt fühle ich die Freiheit, Dinge zu verändern, die ich schon seit Jahren verändern will. Man will nichts reparieren, was nicht kaputt ist, das hält einen von Veränderungen ab. […] Ich freue mich auf die Zukunft.“

Man darf gespannt sein, wie sich Weidman in seinem nächsten Kampf präsentieren wird. Er selbst erwartet einen Chris Weidman 2.0: „Ich glaube, das alles wird ein ganz neues Monster zum Vorschein bringen. Ich freue mich drauf, wieder da raus zu gehen und zu kämpfen.“

Ein Datum oder Gegner für seine Rückkehr ins Octagon steht derweilen noch nicht fest.