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Wegen verunreinigter Sex-Pillen: Jon Jones bis Juli 2017 gesperrt

Jon Jones (Foto: MMAFighting.com)

Nach monatelangen Gesprächen wurde heute endlich eine Entscheidung im Fall Jon Jones ausgesprochen. Der frühere Halbschwergewichtschampion der UFC wurde heute vom Schiedsgericht der USADA rückwirkend für ein Jahr bis zum 6. Juli 2017 gesperrt. Jones entging einer zweijährigen Sperre, da er nachweisen konnte, die verbotenen Stoffe unabsichtlich durch eine Potenz-Pille aufgenommen zu haben.

Endlich Gewissheit. Nach Monaten voller Gespräche, Andeutungen über soziale Netzwerke und Vertagungen seiner Verhandlung vor der NSAC hat die US Anti-Doping Behörde USADA nun eine Sperre für den früheren UFC-Champion Jon Jones ausgesprochen. Der 29-Jährige hätte im Juli bei UFC 200 im Hauptkampf auf Daniel Cormier treffen sollen, wurde aber in einer Trainingskontrolle positiv auf die Substanzen Clomiphen und Letrozol, zwei Östrogen-Blocker, getestet und nur drei Tage vor dem Event aus dem Kampf genommen.

An eine Pressekonferenz, in welcher ein tränenreicher und perplexer Jones seine Unschuld beteuerte, folgten Monate der Unsicherheit und Gespräche mit den Doping-Behörden. Nun ist auch klar warum, denn Jones konnte der zweijährigen Sperre entgehen, die Ersttätern normalerweise blüht. Jones gab an, Potenzpillen verwendet zu haben, die ihm von einem Teamkollegen gegeben wurden. Diese waren mit den verbotenen Substanzen verunreinigt.

Damit wurde Jones von der Absicht des Dopingbetrugs quasi freigesprochen, aufgrund der Unvorsichtigkeit, die laut dem Schiedsgericht „an Rücksichtslosigkeit grenzt“, kommt der jüngste Weltmeister der UFC-Geschichte nicht um eine Sperre herum. Glück im Unglück für Jones, dass das Schiedsgericht nicht nur der Reue Jones‘ Glauben schenkte, sondern auch, dass diese beiden Substanzen auf der WADA-Liste in der Kategorie verzeichnet sind, die eine anabole Verwendung als Erklärung nahezu ausschließen.

Somit könnte Jones, immerhin noch Interims-Champion im Halbschwergewicht, im Juli nächsten Jahres wieder angreifen.