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Wegen Trump-Wahlsieg: Boykott-Aufruf gegen die UFC

Donald Trump (Foto: Michael Vadon/Wikimedia Commons)

Seit einer knappen Woche steht fest, Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Doch noch bevor er im Januar vereidigt wird, formiert sich in der amerikanischen Gesellschaft Widerstand gegen Trump. Dieser soll den Milliardär an seiner empfindlichsten Stelle treffen: dem Geld. Unter der Losung „#GrabYourWallet“ sammeln Aktivisten Informationen über Firmen, die mit Trump Geschäfte machen oder ihn öffentlich unterstützt haben. Auch die UFC bleibt davon nicht verschont.

Seit Donald Trump vergangene Woche entgegen der meisten Prognosen die Wahl gegen Hillary Clinton, die Kandidatin des liberalen Establishments, gewann, ist Amerika in heller Aufruhr. Proteste vor seinem Trump-Tower in New York scheinen an der Tagesordnung zu sein. Und auch im Netz formiert sich der Widerstand gegen den designierten US-Präsidenten.

Diese wollen den kommenden US-Präsidenten und Multimilliardär vor allem finanziell schädigen und rufen in mehreren Kampagnen zum Boykott von Trump-Produkten oder -Partnern auf. Besonders hat man es derzeit auf das Mode-Label der Trump-Tochter Ivanka abgesehen und fordert unter dem Hashtag #GrabYourWallet den Boykott der Händler, u.A. Amazon.

Aber auch die UFC entkommt dem Zorn nicht. So hat der Aktivist Shaun King über die Seite TheDJTR.com (The Donald John Trump Resistance) auch ein Auge auf die UFC geworfen, schließlich habe Dana White für den kommenden Präsidenten geworben.

„Boykottiert die @UFC. Ihr Geschäftsführer @DanaWhite hat offen Donald Trump unterstützt, obwohl er eine Firma mit Einwanderern und Farbigen leitet.“ schrieb der Aktivist Shaun King vergangene Nacht auf Twitter. Dana White, fälschlicherweise als Geschäftsführer der UFC bezeichnet, hatte in einem Interview mit dem Klatsch-Portal TMZ.com vor Wochen bestätigt, dass er für Trump stimmen werde.

Trump hatte der UFC um die Jahrtausendwende geholfen, indem er Veranstaltungen in seinen Casinos abhalten ließ, nachdem die Organisation zuvor in den Niederungen des konservativen Südens und Westens quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit veranstaltet hatte. Später konkurrierte er als Hauptanteilseigner von Affliction Entertainment mit der UFC, bevor die Organisation bankrottging.

Damit befindet sich die UFC in prominenter Gesellschaft. So soll das Football-Team der New England Patriots boykottiert werden, nachdem sich deren Besitzer Robert Kraft, Chef-Trainer Bill Belichick und Star-Quarterback Tom Brady im Vorfeld der Wahl positiv über den Republikaner geäußert hatten. Auch die Familie Rickett, Besitzer des amtierenden Baseball-Champions Chicago Cubs, findet sich mit ihrem Club aufgrund von Spenden für Trumps Wahlkampf in der Liste wieder.