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Wechselt die UFC bald für mehrere Milliarden Dollar den Besitzer?

Dana White (l.) und Lorenzo Fertitta (Foto: Florian Sädler)

Gerüchte über einen möglichen Besitzerwechsel bei der UFC gibt es bereits seit einiger Zeit. Nun scheinen Gespräche über einen Verkauf der weltweit größten MMA-Organisation in eine entscheidende Phase zu gehen, wie ESPN berichtet. Es geht um mehrere Milliarden Dollar.

Mindestens vier Interessenten sollen laut ESPN an den Gesprächen zum Kauf der UFC beteiligt sein: Die Blackstone Group, China Media Capital, WME/IMG und die Dalian Wanda Group.

Die Dalian Wanda Group – ein Multikonzern aus China – gilt dabei als Favorit bei den Verhandlungen. Vorsitzender des Unternehmens ist Wang Jianlin, der mit einem Vermögen von geschätzt 35 Milliarden Dollar als reichster Mann Chinas gilt. Die Dalian Wanda Group agiert seit kurzem in der internationalen Sportwelt, kaufte im vergangenen Jahr 20 Prozent des Fußballclubs Atletico Madrid. Im März ging das Unternehmen zudem eine Partnerschaft mit der FIFA ein und zählt nun bis 2030 zu den Hauptsponsoren des Fußballverbands. Wird neben dem Fußball bald auch der MMA-Sport zu den Geschäftsfeldern der Dalian Wanda Group gehören?

Wang Jianlin - Bald der neue Besitzer der UFC? (Foto: World Economic Forum/Natalie Behring - Creative Commons)

Es wird erwartet, dass der Verkaufspreis der UFC am Ende zwischen 3,5 und 4 Milliarden Dollar liegen könnte. 2001 haben Frank und Lorenzo Fertitta die UFC noch für gerade einmal 2 Millionen Dollar gekauft. Laut UFC-Präsident Dana White habe man mit der Organisation jahrelang rote Zahlen geschrieben, erst seit 2007 mache man mit der UFC tatsächlich Gewinn.

Im vergangenen Jahr hat die UFC laut Lorenzo Fertitta einen Umsatz von knapp 600 Millionen Dollar erwirtschaftet. Der Gewinn soll zwischen 200 und 250 Millionen Dollar betragen haben. Mit Ronda Rousey und Conor McGregor hatte die UFC 2015 zwei besonders starke Zugpferde in petto, mit denen mehrere Rekorde bezüglich Ticketeinnahmen erzielt werden konnten. 

Dave Sholler, der UFC-Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit, lehnte einen Kommentar zu einem möglichen Verkauf ab. UFC-Präsident Dana White bezeichnete den Bericht von ESPN am Dienstag als überzogen und erklärte, dass die UFC nicht zum Verkauf stehen würde. Fakt oder Verharmlosung, um etwaige Verhandlungen nicht zu beeinflussen?

Eine Besitzerwechsel könnte nicht absehbare Folgen für die Strukturen innerhalb der UFC und den MMA-Sport im Allgemeinen haben.