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Was José Aldo am kommenden Wochenende entgeht

José Aldo hat momentan wenig Grund zum Lachen (Foto: Tobias Bunnenberg/GnP1.de).

In beinahe jedem Interview, das UFC-Federgewichtschampion José Aldo in den vergangenen Jahren gegeben hat, kam früher oder später das Thema Geld zur Sprache. Genauer gesagt, Aldos Meinung über zu geringe Summen, die bisher nach seinen Kämpfen auf sein Konto geflossen sind. Im Blockbuster des Jahres, dem über Monate massiv gehypten Hauptkampf von UFC 189 am kommenden Samstag gegen Erzrivale Conor McGregor, hätte Aldo endlich einmal richtig abgeräumt. Nachdem er allerdings vorige Woche wegen einer gebrochenen Rippe absagen musste, wurde nun bekannt, wie hart Aldo der Ausfall tatsächlich finanziell trifft.

UFC-Präsident Dana White, der am Dienstag bei ESPNs „The Russillo Show“ zu Gast war, wurde dort natürlich zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Absage des Blockbuster-Duells ausgefragt. Und für den polarisierenden UFC-Boss scheint sich die späte Änderung am Hauptkampf sogar richtig gelohnt zu haben – seit der Ankündigung, dass McGregor statt auf Aldo auf Ringer-Experte Chad Mendes treffen würde, seien die Erlöse aus Ticketverkäufen von bereits beeindruckenden 6,8 Millionen US-Dollar auf 7,1 Millionen angestiegen. Rechnet man die voraussichtlich ebenfalls imposanten Pay-per-View-Verkäufe dazu, kommt dabei am Ende ein immenser finanzieller Gewinn sowohl für die UFC als auch für die Hauptkämpfer heraus, den es in dieser Form seit Jahren nicht mehr gegeben hat.

Während Conor McGregor und nun auch Chad Mendes sich angesichts dieser Zahlen vermutlich freudig die Hände reiben, wird José Aldo leer ausgehen. Und das ist wirklich bitter für den Champion, der trotz oder gerade wegen seiner vielen dominanten Titelverteidigungen an der Kasse nie wirklich erfolgreich war und mit McGregor genau die Art von charismatischem Gegner vor den Fäusten gehabt hätte, der ihm einen riesigen Zahltag eingebracht hätte: „Er hätte eine Menge Geld verdient“, so Dana White im ESPN-Interview. „Mehrere Millionen Dollar. Ja, er hätte wahrscheinlich um die vier Millionen Dollar gemacht.“ Bleibt für Aldo nur zu hoffen, dass McGregor am Samstag den Interimsgürtel gewinnt und der Kampf lieber früher als später nachgeholt wird…