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Wanderlei Silvas lebenslange Sperre aufgehoben

Wanderlei Silva (Foto: Nazariy Kryvosheyev/GNP1.de)

Wanderlei Silva hat Grund zur Freude. Am Montag erklärte ein Richter die lebenslange Suspendierung der MMA-Legende für nicht rechtmäßig. Der Brasilianer darf somit in absehbarer Zukunft wieder im US-Bundesstaat Nevada kämpfen. Wann er das wieder tun kann, liegt jetzt jedoch in den Händen der UFC.

Im Juli 2014 hätte Wanderlei Silva eigentlich bei UFC 175 gegen Chael Sonnen kämpfen sollen. Als er wenige Wochen vor dem Kampf von der Sportkommission Nevadas aber überraschenderweise zum sofortigen Dopingtest aufgefordert wurde, ergriff Silva kurzerhand die Flucht. Die brasilianische MMA-Ikone wurde daraufhin aus dem Kampf genommen und verkündete im September schließlich das Ende seiner MMA-Karriere. Wenige Tage nach der Ankündigung wurde Silvas Strafe bekanntgegeben. Die Sportkommission hatte sich dafür entschlossen, Silva lebenslang für Kämpfe im US-Bundesstaat Nevada zu sperren und ihm eine hohe Geldstrafe aufzubrummen (GNP1 berichtete).

Gegen dieses Urteil ging Silva nun gerichtlich vor – mit Erfolg. Neben der Rechtmäßigkeit der Sperre galt es am Montag aber auch zu klären, ob die Sportkommission damals überhaupt einen Dopingtest hätte durchführen dürfen. Immerhin hatte Silva zu dem Zeitpunkt der Aufforderung noch keine Lizenz für seinen Kampf gegen Chael Sonnen beantragt.

Der Richter entschied in diesem Fall jedoch gegen Silva. Demnach muss sich der Brasilianer in Kürze erneut der Sportkommission Nevadas stellen, die dann eine neue Strafe für das Fliehen vorm Dopingtest verkünden muss.

Sollte Silva wieder komplett freigegeben werden, steht er aber noch immer unter Vertrag bei der UFC. Nach seinem Rücktritt veröffentlichte Silva eine Reihe von Videos, in denen er die UFC scharf kritisierte. Es ist also fraglich, ob er überhaupt Interesse daran hat, wieder für die UFC zu kämpfen. Da der UFC-Vertrag noch immer steht, könnte die Organisation jedoch an Silva festhalten, um zu verhindern, dass er bei einer Konkurrenz-Organisation wie Bellator MMA in den Käfig steigt. Mit seinem Namen könnte er dort nämlich auf jeden Fall große Wellen schlagen.