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Wanderlei Silvas lebenslange Sperre auf drei Jahre verkürzt

Wanderlei Silva (Foto: Nazariy Kryvosheyev)

Im Mai 2014 flüchtete MMA-Legende Wanderlei Silva vor einem unangekündigten Dopingtest und wurde daraufhin von der Sportkommission von Nevada (NAC) auf Lebenszeit suspendiert. Am Mittwochabend wurde der Fall von der NAC erneut behandelt – mit einem erfreulicheren Ergebnis für Silva.

So wurde die Sperre des Brasilianers von der Kommission auf drei Jahre verkürzt. Die Suspendierung gilt rückwirkend zum 24. Mai 2014 – dem Tag, an dem Silva durch die Hintertür seines Gyms flüchtete, als Mitarbeiter der Sportkommission um die Abgabe eines Dopingtests baten. Silva darf also ab dem 25. Mai 2017 wieder eine Lizenz für Kämpfe im US-Bundesstaat Nevada beantragen.

Die lebenslange Sperre war bereits im vergangenen Jahr von einem Gericht gekippt worden. Der Richter bezeichnete die Strafe als launenhaft und beauftragte die Sportkommission, den Fall neu zu behandeln. Es ist davon auszugehen, dass Silva auch gegen das jetzige Urteil Einspruch einlegen wird. Silvas Anwalt hatte bereits im Vorfeld angekündigt, aufgrund der willkürlichen Entscheidung rechtliche Schritte gegen die Sportkommission einzuleiten 

Silva erklärte seine MMA-Karriere nach der Verkündung der lebenslangen Sperre im Jahr 2014 für beendet. Daraufhin lieferte sich der Brasilianer eine Schlammschlacht mit seinem damaligen Arbeitgeber, der UFC. Er warf der Organisation unter anderem vor, in der Vergangenheit Kämpfe manipuliert zu haben, konnte dafür aber nie Beweise anbringen. Im Januar dieses Jahres entschuldigte sich Silva schließlich öffentlich für seine Anschuldigungen und wurde daraufhin von der UFC freigegeben. Ein Rücktritt vom Rücktritt ist durchaus denkbar. Gerüchte über einen Kampf zwischen ihm und Fedor Emelianenko bei Rizin FF in Japan machen bereits die Runde.