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Wanderlei Silva verklagt Nevada State Athletic Commission

Wanderlei Silva holt zum Gegenschlag gegen die NSAC aus (Foto: Nazariy Kryvosheyev/Groundandpound.de)

Wanderlei Silva geht im langanhaltenden Streit gegen die Nevada State Athletic Commission in die Offensive. Der frühere PRIDE-Champion verklagt die Kommission und will damit die gegen ihn ausgesprochene lebenslange Sperre rückgängig machen. Silva beruft sich darauf, dass die Kommission ihre Kompetenzen überschritten habe.

Wanderlei Silva hätte vergangenes Jahr im Anschluss an eine "The Ultimate Fighter: Brazil"-Staffel auf den gegnerischen Coach und Intimfeind Chael Sonnen treffen sollen. Bei einer unangemeldeten Dopingkontrolle der Kommission zeigte sich Silva unkooperativ und flüchtete vor den Kontrolleuren. Daraufhin wurde ihm erst die Lizenz für den Kampf entzogen, bevor bei der anschließenden Anhörung eine lebenslange Sperre gegen Silva ausgesprochen wurde (GnP berichtete). Zu Unrecht nach Ansicht des 38-Jährigen und seiner Anwälte.

Vor allem die lebenslange Sperre übersteigt laut Silvas Anwalt Ross Goodman den Machtbereich der NSAC bei weitem:

"Die NSAC, wie jede andere Kommission auch, ist staatlich erschaffen und versucht, ihre Rechtsprechung auf Dinge auszudehnen, die ihren von der Gesetzgebung eingeräumten Zuständigkeitsbereich überschreiten. Dieser beschränkt sich in diesem Fall auf das Erteilen und Widerrufen einer Kampflizenz. [...] Es gibt keine Handhabe, mit der die NSAC ihre Rechtsprechung so ausdehnen kann, dass Menschen sanktioniert werden, die nicht von der NSAC lizensiert sind."

In seiner Klageschrift beschwert sich Silva zudem, dass die NSAC die Statuten NAC 467.860 und NAC 467.110 klar verletzt habe. In diesen sei festgelegt, dass man nur dann für Verstöße gegen das Anti-Doping-Protokoll bestraft werden könne, wenn man im Besitz einer Lizenz der NSAC sei. Die NSAC hätte auf eigene Faust gehandelt und eine persönliche Fehde gegen Silva geführt, der in seiner 20-jährigen MMA-Karriere gegen keine Regularien verstoßen habe und trotzdem härter bestraft wurde, als Kämpfer, denen tatsächlich Doping nachgewiesen wurde.

Die komplette Klageschrift lässt sich hier nachlesen:

A-14-710453-J-6563731 MPA Petitioner s Memorandum of Points and Authorities