UFC News

Wanderlei: „Ich war immer sauber, bin durch keinen Test gefallen“

Wanderlei Silva (Foto: Elias Stefanescu)

Pride-Legende Wanderlei Silva behauptet, nie in seiner Karriere gedopt zu haben und riecht eine Verschwörung der Behörden gegen ihn.

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass Wanderlei Silva von der Sportbehörde Nevadas auf Lebenszeit gesperrt wurde. Grund: Er war in der Vorbereitung auf UFC 175 vor einem unangekündigten Dopingtest davongelaufen. Seitdem lässt der einstige MMA-Superstar keine Gelegenheit aus, gegen seinen früheren Arbeitgeber zu schießen, wurde dafür inzwischen sogar verklagt.

Nun setzt Silva erneut einen drauf. In der neusten seiner berüchtigten Video-Botschaften äußert sich der 39-Jährige zur fünfjährigen Sperre von Nick Diaz und zieht dabei bizarre Parallelen zu seiner eigenen Situation. 

„Ich wurde noch nie positiv auf irgendetwas getestet“, so Silva. „Ich war stets ein sauberer Kämpfer, und trotzdem wollen sie mich aus dem Sport verbannen? Wie soll das denn gehen?“

Eine Aussage, die fast an Komik grenzt, wenn man bedenkt, dass die aktuelle Sperre des Brasilianers auf der Flucht vor einem Dopingtest beruht. 

„Nach der Situation um Nick Diaz ist unser Berufsstand endlich aufgewacht und hat bemerkt, dass das jedem passieren kann“, zetert der frühere Pride-Champion weiter. „Ich unterstütze die Protest-Bewegung um Diaz, auch ich werde nicht mehr in Nevada kämpfen!“

In der Tat haben einige UFC-Kämpfer sich mit Diaz solidarisiert und bereits angekündigt, so lange keine Kämpfe mehr im US-Bundesstaat Nevada zu bestreiten, bis dessen Sperre aufgehoben wurde. Unter den Unterstützern ist z. B. Olympiasieger und Top-Fünf-Fliegengewicht Henry Cejudo. Der Unterschied zu Silva: Sie alle wurden nicht lebenslang für Kämpfe in Nevada gesperrt und hätten theoretisch die Möglichkeit, noch dort anzutreten.

Doch die wahnwitzige Tirade des "Axtmörders" geht noch weiter. Er findet, die Funktionäre in den Kommissionen seien nicht nah genug am Sport. Eine Kritik, die viele andere Kämpfer vor ihm ebenfalls geäußert hatten. Silva verlangt deshalb, dass Profi-Kämpfer in den Gremien der Behörde sitzen sollten und bringt sich im selben Atemzug gleich selbst für den Job ins Gespräch.

„Ich stünde der Kommission zur Verfügung, um Regeln und Gesetze zu erlassen, die uns Kämpfern den nötigen Respekt entgegenbringen“, so Silva. Das wäre doch mal etwas: Ein lebenslang gesperrter, mutmaßlicher Dopingsünder als Funktionär einer Sportbehörde. 

Das komplette Video gibt es hier zu sehen: