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Vitor Belfort: Noch ein Kampf, dann ist Schluss

Vitor Belfort (Foto: Tobias Bunnenberg)

In der Nacht zum Sonntag musste Vitor Belfort eine schmerzliche Erstrunden-Niederlage gegen Kelvin Gastelum einstecken. Auf der Pressekonferenz nach der Veranstaltung sprach der Brasilianer, der zuletzt drei Kämpfe durch Knockout in Folge verloren hat, offen über das geplante Ende seiner Karriere.

Belfort verkündete, nur noch einen Kampf in seinem aktuellen UFC-Vertrag zu haben und nach diesem letzen Kampf seine Karriere als Kämpfer beenden zu wollen. Als Wunschtermin gab er UFC 212 am 3. Juni in seiner Heimatstadt Rio de Janeiro an.

„Wenn die UFC eine Legenden-Klasse aufmachen würde, könnte ich noch etwas länger weitermachen“, sagte Belfort. „Aber für einen Fünf-Runden-Kampf zu trainieren, ist einfach zu viel für meinen Körper. Ich war in großartiger Form, aber er hat ein paar gute Treffer gelandet. Es war heute sein Abend. Ich war gut vorbereitet, mein Team hat hart gearbeitet. Es ist frustrierend, weil es mir bis zu dem einem Moment gut ging. Ich war mir sicher, dass ich ihn K.o. schlage, aber es kam dann doch anders. So ist es. Ich muss mich neu erfinden.“

Vitor Belfort kämpft bereits seit 1996 im Profi-MMA und feierte vor über 20 Jahren bei UFC 12 sein UFC-Debüt. Nach dem Verlust des UFC-Titels im Halbschwergewicht im Jahr 2004 wagte Belfort noch einige Anläufe auf UFC-Gold, er blieb aber stets erfolglos. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge sollen die Handschuhe nun an den Nagel gehangen werden.

„Es ist Zeit, das Kapitel des Profi-Kämpfers zu beenden“, so Belfort. „Mein Körper ist nicht mehr derselbe. Ich habe beim Training so viele Schmerzen. Ich hatte schon über 14 Operationen. Ich habe alles im Octagon gelassen.“

Einen Gegner für einen Abschiedskampf hat Belfort, der nächsten Monat 40 Jahre alt wird, noch nicht im Kopf. Es soll aber kein Brasilianer werden.

„Ich will nicht gegen einen Brasilianer in Brasilien kämpfen“, erklärte Belfort. „Wir müssen uns mit der UFC zusammensetzen und schauen, welche interessanten Kämpfe es gibt. Ich habe noch nie einen Kampf abgelehnt, habe immer gegen die Stärksten aus der Gewichtsklasse gekämpft. Aber der letzte Kampf muss etwas Spezielles für die Fans sein. Mal schauen, ob es klappt.“