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Video-Interview: Alistair Overeem schießt scharf gegen Glory

Alistair Overeem (Foto: legendashow/Flickr/Creative Commons)

Niemandem sonst gelang, was Alistair Overeem geschafft hat. Er gewann Titel in zwei großen MMA-Organisationen, Dream und Strikeforce, und krönte seine Karriere 2010 mit dem Gewinn des K-1 World Grand Prix. Heute kämpft er in der UFC. Eine Rückkehr zum Kickboxen kann er sich derzeit nicht vorstellen.

„Nein“, versichert Overeem im exklusiven Interview mit GNP1-TV. „Ich möchte auch erklären, wieso: Es gibt keine guten, großen Organisationen mehr. Die einzige große Organisation ist Glory und Glory geht es finanziell nicht gut. Es ist nicht mehr so wie früher bei K-1.“

K-1 war in den Neunziger- und Nullerjahren der unangefochtene Marktführer im Kickboxen, füllte gigantische Arenen mit legendären Kämpfern wie Peter Aerts, Ernesto Hoost oder Remy Bonjasky. Nachdem die Organisation 2010 in finanzielle Schwierigkeiten geriet, wechselte die Marke K-1 mehrfach den Besitzer und besitzt inzwischen kaum noch Relevanz. Markführer heute ist Glory, wo Champion Rico Verhoeven aktuelle die Königsklasse regiert. Auch ein Kampf gegen ihn könnte Overeem jedoch nicht zu einem Kickbox-Comeback bewegen.

„Das Problem ist, dass es keine Schwergewichtsklasse mehr gibt. Es gibt nur Rico (Verhoeven)“, so Overeem. „Jeder andere hat entweder hingeschmissen, ist zurückgetreten oder verletzt. Es gibt absolut keine Herausforderungen mehr für mich im Kickboxen. Es gibt auch kein großes Publikum mehr, und als Kämpfer willst du doch schließlich vor vielen Leuten kämpfen.“

Seit 2011 kämpft Alistair Overeem in der UFC, und konnte sich dort nach einem holprigen Start und nur zwei Siegen aus fünf Kämpfen inzwischen neu erfinden. Deutlich weniger muskulös, beweglicher und vor allem ausdauernder, besiegte er zuletzt Stefan Struve und Roy Nelson, und hat den UFC-Titel fest im Visier. Den alten Zeiten in K-1 und Pride FC trauert er dennoch hinter, wie er verrät:

„K-1 hatte mehr Zuschauer als die UFC. Einige UFC-Events sind riesig, haben 50.000 Zuschauer, aber im Normalfall waren die K-1-Events größer. Pride war auch größer. Wenn es diese Organisationen aber eben nicht mehr gibt... Als Kämpfer willst du immer auf der größten Bühne stehen.“

Hier das komplette Video vom ersten Teil des exklusiven Interviews mit Alistair Overeem:

Zwei weitere Teile folgen in den kommenden Tagen. Themen u. a.: die Rückkehr von Fedor Emelianenko, Brock Lesnar, Junior dos Santos, Fabricio Werdum und The Ultimate Fighter.