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Valentina Shevchenko verspricht: „Nunes, wir sehen uns wieder!“

Valentina Shevchenko (Foto: ZUFFA LLC)

Bei UFC 215 am vergangenen Wochenende setzte sich Bantamgewichtschampion Amanda Nunes in einem knappen Punkturteil gegen Herausforderin Valentina Shevchenko durch. Shevchenko zeigte sich schon bei Verkündung des Urteils sowie in der Pressekonferenz nach dem Kampf unzufrieden mit dieser Entscheidung und weicht auch einige Tage später nicht von dieser Meinung ab, wie sie in einer ausführlichen Stellungnahme in den sozialen Medien mitteilt.

Auch nach UFC 215 gehört „Lioness“ Amanda Nunes der UFC-Titel im Bantamgewicht. Nach der Titelverteidigung gegen Ex-Champion Ronda Rousey konnte sie sich in den Augen der Punktrichter auch gegen Valentina Shevchenko durchsetzen. Der Kampf verlief äußerst knapp und jeder der dre Kampfrichter bewertete die fünf Runden unterschiedlich. Summiert ergab sich jedoch ein 48-47 Punktsieg für Nunes.

Ein Ergebnis, für das Shevchenko von Anfang an kein Verständnis hatte. Bereits in der Pressekonferenz nach UFC 215 beanstandete sie die Entscheidung und betonte, dass Nunes keine signifikanten Treffer landen konnte, ihr Gesicht aber von ihren eigenen Schlägen gezeichnet gewesen sei.

Auch einige Tage später sieht Shevchenko das noch so. Obwohl sie mittlerweile davon absieht, offiziell Einspruch gegen die Wertung einzulegen, beschwert sie sich erneut über die Entscheidung: „Ich glaube nicht, dass ich diesen Kampf verloren habe. Drei der fünf Runden habe ich definitiv gewonnen.“

Darüber hinaus erklärt sie, dass sie den Großteil der ersten Runde nicht richtig schlagen konnte, weil sie sich einen Finger ausgerenkt hatte, der erst in der Rundenpause von ihrem Trainer wieder eingerenkt worden sei. Erst ab der zweiten Runde habe sie wieder mit beiden Händen hart schlagen können, so Shevchenko in dem Statement.

Sie kritisiert, dass Nunes vermutlich Punkte für den Takedown und die Halteposition am Boden in der fünften Runde bekommen hat: „Die neuen Regeln besagen, wenn man keinen Schaden anrichtet, während man eine Position hält oder den Gegner zu Boden bringt, erhält man dafür auch keinen Vorteil. Und Nunes konnte nicht einen Schlag durchbringen am Boden.“

Auch im Stand hält sie sich selbst für die aktivere und erfolgreichere Kontrahentin dieses Kampfes: „Nunes hat völlig passiv gekämpft, hat mich nur mit Tritten zum Bein auf Abstand gehalten und keine Schläge gelandet. Ich musste dagegen gleichzeitig angreifen und kontern, weil sie so passiv gekämpft hat.“

Das Nunes die meiste Zeit des Kampfes das Zentrum des Käfigs kontrollierte ist für „The Bullet“ kein Argument: „Dieser Sport heißt nicht ‚verteidige das Zentrum des Octagons und gewinne‘. Ein Kämpfer kann und muss den gesamten Durchmesser des Octagons so nutzen, wie es seiner Taktik und seinem Stil nützlich ist.“

Vielmehr sei der Schaden, den man dem Gegner zufüge und selbst erleide ausschlaggebend, und da sieht die 29-Jährige den Sieg klar auf ihrer Seite: „Nach dem Kampf hatte ich nicht eine Schramme im Gesicht, aber meine Fäuste schmerzen von den harten Schlägen, die ich durchbringen konnte.“

Shevchenko adressiert auch Kritiker, die ihr vorwarfen, selbst zu passiv gewesen zu sein und zu sehr nur auf einen Moment zum Kontern gewartet zu haben: „In einen offenen Schlagabtausch zu laufen mit einer Gegnerin, die größer und schwerer ist als ich, wäre dumm von mir. Wie es enden kann, so nach vorne zu rennen, haben wir schon in einer Reihe von Kämpfen gesehen. In meinen Kämpfen lege ich Wert auf Technik, Taktik und Geschwindigkeit.“

Obwohl der Ausgang des Kampfes sehr enttäuschend für die 29-Jährige ist, ist ihre Jagd nach dem Bantamgewichts-Gürtel keineswegs beendet. „Natürlich bin ich enttäuscht, ich werde mich aber nicht abhalten lassen, mein Ziel zu erreichen. Ich werde nach keiner kurzen Ruhepause zum Training zurückkehren und in naher Zukunft wieder im Käfig stehen. Nunes, wir sehen uns wieder!“ beendet Shevchenko ihr Statement.