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USADA verschiebt Infusionsverbot auf Oktober

Infusionsbeutel (Symbolfoto: DefenseMediaNetwork.com)

Vergangene Woche sorgte die amerikanische Anti-Dopingbehörde USADA mit einer neuen Vorschrift für Aufsehen, die Infusionen im Anschluss an das Einwiegen verbot (GNP1.de berichtete). Ursprünglich für den 1. Juli geplant, werden diese Maßnahmen jetzt jedoch bis zum 1. Oktober aufgeschoben. Damit sollen die Umstellung für Kämpfer leichter fallen.

Infusionen sind für Kämpfer ein gängiges und einfaches Mittel, den Flüssigkeitshaushalt im Körper nach dem Wiegen auf einen normalen Stand zu bringen. Nachdem in den Wochen vor dem Kampf durch strenge Diät und Abkochen so viel Flüssigkeit wie möglich ausgesondert wird, um das nötige Gewichtslimit einzuhalten, wird der Körper im Anschluss durch Infusionen rehydriert. Diese Methode bringt jedoch nicht nur Vorteile mit sich, sondern kann durch die mit einhergehende Veränderung der Blutwerte zur Verschleierung von Doping genutzt werden.

Bereits nach Bekanntwerden der neuen Vorgabe liefen zahlreiche Athleten in den sozialen Netzwerken Sturm. Kritik wurde vor allem daran geäußert, dass diese Vorschrift das teilweise massiv betriebene Abkochen nicht verhindert, sondern nur dazu führt, dass Kämpfer zukünftig dehydriert in den Käfig steigen. Nun haben Kämpfer und Trainer drei Monate Zeit, sich neue Möglichkeiten zur Rehydration einfallen zu lassen, ansonsten bleibt vielen nur der Weg in eine höhere Gewichtsklasse.