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USADA und UFC beschließen Änderung der Anti-Doping-Richtlinien

Seit 1. Juli 2015 arbeitet die UFC mit der United States Anti-Doping Agency (USADA) zusammen, um Dopingsündern mit unangekündigten Dopingtests das Leben schwer zu machen. Nun wurden Änderungen der Anti-Doping-Richtlinien bekanntgegeben, die ab dem 1. April in Kraft treten.

Die Änderungen betreffen vor allem die Dauer, die zurückkehrende oder neue UFC-Kämpfer für Dopingtests zur Verfügung stehen müssen, bevor sie ins Octagon steigen dürfen.

Kämpfer, die ihre Karriere beendet haben, und sich ab dem 1. April für ein UFC-Comeback entscheiden, müssen laut der neuen Regelung ganze sechs Monate für unangekündigte Dopingtests bereit stehen, bevor sie ihr Comeback geben können. Bisher mussten sich Kämpfer vier Monate vor der geplanten Rückkehr bei der USADA anmelden. Eine Ausnahmegenehmigung für diese Regelung kann bei besonderen Umständen erteilt werden.

Für Athleten, die die UFC beispielsweise durch Entlassung oder Auslaufen des Vertrages verlassen mussten und die später wieder von der Organisation unter Vertrag genommen wurden, ist eine Rückkehr leichter geworden. Bisher mussten sich diese Kämpfer vier Monate lang testen lassen. Ab dem 1. April beträgt die Testphase nur noch einen Monat. Auch UFC-Newcomer müssen lediglich einen Monat für Dopingtests zur Verfügung stehen, bevor sie erstmals im Octagon die Fäuste schwingen können. Die einmonatige Testphase kann durch eine Ausnahmegenehmigung ausgesetzt werden, wenn der Sportler beispielsweise kurzfristig für einen verletzten Kämpfer einspringt.

Eine Neuerung gibt es auch für Athleten, die die USADA vor der Testphase über den Konsum von verbotenen Substanzen informieren. Wenn ein Kämpfer vor der Vertragsunterzeichnung bei der UFC angibt, eine illegale Substanz genommen zu haben, dann wird es nicht als Dopingverstoß gewertet, wenn bei einem Dopingtest die angegebene Substanz gefunden wurde. Der Kämpfer muss dann allerdings eine sechsmonatige Testphase – wie bei einem Kämpfer, der aus dem Ruhestand zurückkehrt - durchlaufen und vor seinem ersten Kampf mindestens zwei negative Dopingtests abgeben. Einem Kämpfer, der in der Vergangenheit bereits durch Doping auf sich aufmerksam gemacht hat, kann ebenfalls eine Testphase von sechs Monaten auferlegt werden.

Neue Definition für In-Competition

Substanzen wie Marijuana, Kokain und andere Stimulanzien sind lediglich „In-Competition“, also innerhalb der Wettkampfphase, verboten. Bislang wurde „In-Competition“ mit dem Zeitraum zwischen sechs Stunden vor und sechs Stunden nach dem Kampf eines Sportlers definiert.

Ab 1. April beginnt die Wettkampfphase um 12 Uhr mittags am Tag vor der Veranstaltung. Die Phase endet, wenn die USADA dem Kämpfer eine Dopingprobe abgenommen hat. Sollte der Kämpfer nicht direkt nach dem Kampf zum Dopingtest gebeten werden, dann endet die Wettkampfphase eine Stunde nachdem der Sportler nach dem Kampf von einem Arzt untersucht und freigegeben wurde.