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USADA sperrt brasilianischen Arzt nach Infusionen

Paulo Costa (Foto: ZUFFA LLC)

Die USADA greift weiter durch. Nun wurde zum ersten Mal kein Kämpfer für einen Dopingverstoß sanktioniert, sondern ein Arzt, der Brasilianer Dr. Lucas Penchel mit Sitz in Belo Horizonte. Wie die USADA mitteilte, hat der Arzt im Jahr 2017 zwei Mal gegen die Dopingregularien verstoßen, als er Paulo Costa und dessen Bruder Carlos eine Infusion legte.

Wie die amerikanische Anti-Doping-Behörde mitteilte, darf der Arzt rückwirkend zum 17. März 2020 zwei Jahre lang nicht mit Kämpfern zusammenarbeiten. Weder als Arzt noch in anderer Funktion, etwa als Manager, Trainer, Betreuer oder Agent. Penchel hatte zwar mittels einer Infusion erlaubte Substanzen verabreicht, die Menge überschritt jedoch die von der USADA erlaubten Werte.

Bereits 2015 wurden Infusionen von mehr als 50 Milliliter pro sechsstündigem Zeitfenster von der USADA untersagt, weil damit Blutwerte verändert und Dopingverstöße verschleiert werden könnten. Paulo Costa erhielt 2017 intravenös eine Kochsalzlösung vor UFC 212, um die Nebenwirkungen eines Medikaments gegen Magenprobleme abzufedern. Vor UFC 217 in New York wurde das Vorgehen wiederholt. Der Brasilianer gewann dabei beide Kämpfe gegen Oluwale Bamgbose und Johny Hendricks.

Gemäß der USADA empfahl und verschrieb Dr. Penchel die untersagten Infusionen, wodurch er selbst ins Blickfeld der Behörde geriet. „Dr. Penchel werden wie alle anderen Helfer und Betreuer eines Kämpfers mit der Aufgabe anvertraut, die Athleten zu informierten und sicheren Entscheidungen zu befähigen. Stattdessen verstieß er gegen Anti-Doping-Regeln und seinen Eid, die Gesundheit und Sicherheit der Kämpfer zu schützen“, wird USADA-Geschäftsführer Travis Tygart zitiert.

Paulo Costa wurde für die Infusionen für sechs Monate, beginnend im August 2018, gesperrt.