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UFC zieht Cung Les Suspendierung zurück

Cung Le (Foto: Zuffa LLC)

Anfang Oktober gab die UFC die Suspendierung von Cung Le bekannt, da ein nach UFC Fight Night 48 in Macao durchgeführter Dopingtest bei ihm auf Wachstumshormone anschlug. Der frühere Strikeforce-Champion zeigte sich von dem Ergebnis überrascht und legte Einspruch gegen die Suspendierung ein – mit Erfolg. Wie die UFC heute bekanntgab, wurde die einjährige Sperre wieder aufgehoben.

UFC-Kämpfer werden im Normalfall von staatlichen Sportkommissionen auf den Konsum von verbotenen Mitteln getestet. Veranstaltet die UFC jedoch in einem Land, in dem der MMA-Sport nicht staatlich reguliert wird, führt die Organisation selbstständig in Kooperation mit unabhängigen Laboren Dopingtests bei ihren Kämpfern durch.

So war es auch bei UFC Fight Night 48 am 23. August in Macao. Alle Kämpfer der Veranstaltung mussten Urinproben abgeben, die in einem unabhängigen Drogenlabor in Hong Kong untersucht wurden. Bei vier Kämpfern wurden zudem Blutproben genommen und auf Wachstumshormone (HGH), EPO und Testosteron getestet. Cung Le war einer der Kämpfer, der genauer unter die Lupe genommen wurde.

„Die Laborergebnisse von Les Bluttest wurden an die UFC gesendet und haben gezeigt, dass sein Blut einen HGH-Level außerhalb des Referenzwertes aufwies“, heißt es in einem offiziellen Statement der UFC. „Auf Grundlage dieses Ergebnisses, stellten die Verantwortlichen der UFC fest, dass Le gegen seinen Vertrag und die Verhaltensregeln der UFC verstoßen hat. Infolgedessen entschied sich die UFC dafür, Le für zwölf Monate zu suspendieren.“

Cung Le legte Einspruch gegen das Urteil ein. Wie sich herausstellte, ließ die UFC den Dopingtest in einem Labor durchführen, das nicht von der World Anti-Doping Agency (WADA) anerkannt war. Die WADA setzt die Standards für den Test auf Wachstumshormone.

Des Weiteren wurde Cung Le nur wenige Minuten nach seinem Kampf das Blut für den Dopingtest entnommen. Aufgrund von Schwankungen im Hormonhaushalt nach einem Kampf könnten die Testergebnisse deshalb zusätzlich verfälscht worden sein. Nach genauerer Betrachtung und der Beratung von Fachpersonal lenkte die UFC nun ein.

„Nach der Verkündung von Les Suspendierung, wurden die Verantwortlichen der UFC mit ärztlichem Rat bezüglich der erhöhten HGH-Werte in Les Kreislauf versorgt. Im Einklang mit diesem ärztlichen Rat hat die UFC festgestellt, dass Les erhöhter HGH-Wert allein nicht beweist, dass er leistungssteigernde Substanzen vor seinem Kampf am 23. August eingenommen hat. Demzufolge hat die UFC Le darüber informiert, dass die Suspendierung aufgehoben wurde.“

Wie es für den 42-jährigen Cung Le nun weitergeht, steht in den Sternen. Ohne Frage hat Le durch den vermeintlich positiven Dopingtest einen erheblichen Imageschaden davongetragen.

„Er ist noch unentschlossen“, sagte Les Manager Gary Ibarra gegenüber MMAJunkie.com. „Wir müssen uns hinsetzen und den entstandenen Schaden abschätzen. Dann müssen wir schauen, wie wir einen 20 Jahre lang aufgebauten Ruf, der über Nacht zerstört wurde, wieder reparieren können.“