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UFC wird auf hunderte Millionen Dollar verklagt!

Schlechte Aussichten für UFC-Präsident Dana White (Foto: Elias Stefanescu/Groundandpound.de)

Offenbar bereitet eine Gruppe prominenter UFC-Kämpfer und Manager gemeinsam mit mehreren Anwaltskanzleien seit Monaten eine gigantische Sammelklage gegen die UFC vor. Schadensersatzforderungen in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar könnten auf den MMA-Marktführer zukommen.

Wie die Kollegen von Bloody Elbow berichten, droht der UFC eine riesige Sammelklage. Der MMA-Organisation wird vorgeworfen, gegen geltendes Kartellrecht zu verstoßen, indem sie ihre Marktmacht ausnutzt, um systematisch eine freie Entwicklung des MMA-Markts zu behindern. Bloody Elbow beruft sich in dem Bericht auf mehrere namhafte Kämpfer und deren Manager, will aktuell jedoch noch keine konkreten Namen nennen.

Die Kläger planen Schadensersatzforderungen in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar, so der Manager eines prominenten Kämpfers. Die Ansprüche würden sich aus Einbußen durch zu niedrige Kampfbörsen, fehlenden Einnahmen aus Videospielrechten und anderen Einkommensquellen, die den Kämpfern verwehrt blieben, errechnen, so der Bericht. Die tatsächliche Summe könnte am Ende sogar noch um ein Vielfaches höher sein, wie vergangene Kartellrechtsverfahren in anderen Branchen gezeigt haben. 

Ein weiterer Manager bezeichnete die Klage als „bahnbrechend“, sie könne das gesamte MMA-Geschäft auf den Kopf stellen. Der UFC wurde in der Vergangenheit mehrfach vorgeworfen, ihr Quasi-Monopol auf dem MMA-Markt auszunutzen und beispielsweise Kämpfer zu schlecht zu bezahlen. Ein entsprechendes Verfahren der Kartellbehörde wurde vor zwei Jahren allerdings eingestellt.

Dieses Mal könnte die UFC weniger Glück haben. Die Kämpfer werden von drei bis vier großen Anwaltskanzleien vertreten, die massig Erfahrung in komplizierten Kartellverfahren besitzen und bereits gegen größere Unternehmen als die UFC vor Gericht bestehen konnten, darunter Banken, Technologie- und Pharmakonzerne. Ein weiterer prominenter Kämpfer kommentierte: „Das sind verdammt gute Leute, gegen die wird selbst die UFC mit all ihrem Geld keine Chance haben.“

Der kürzlich bekanntgegebene Deal mit Sportartikelhersteller Reebok soll ebenfalls eine Rolle in der Klage spielen. In der Tat könnte eine solches Verfahren im Fall eines Erfolges für die Kläger das MMA-Geschäft nachhaltig beeinflussen. Die gigantischen Schadensersatzsummen wären ein empfindlicher finanzieller Schlag für die UFC, profitieren würden die Kämpfer, die auf höhere Gagen, Umsatzbeteiligungen und dergleichen hoffen dürften.

Die gesamte Faktenlage ist derzeit noch unklar. Groundandpound.de berichtet mehr zu diesem Thema, sobald weitere Details bekannt werden.