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UFC will 2 Jahre Sperre, höhere Strafen und mehr Tests einführen

Doper bleiben bitte draußen: die UFC will härtere Strafen für Doping-Vergehen einführen (Foto: Dorian Szücs/Groundandpound.de)

Die letzten Wochen haben tiefe Spuren bei Dana White, Lorenzo Fertitta und Co. hinterlassen. Aufgrund der wiederholten Verstöße gegen die Anti-Doping-Statuten der Kommissionen und der jüngsten Suspendierungen von Hector Lombard, Nick Diaz und vor allem Anderson Silva (GnP berichtete) sah sich die UFC zum Handeln gezwungen. Bei der heutigen Pressekonferenz wurden, beginnend mit dem 1. Juli, umfassende Änderung in der Handhabung der Testverfahren angekündigt, die den Sport säubern sollen.

Nachdem Lorenzo Fertitta und Dana White sowie Chief Operating Officer Lawrence Epstein anfangs auf die Entwicklungen der letzten Wochen eingingen und Doping-Statistiken der vergangenen beiden Jahre aufzeigten, ging es ans Eingemachte. Lorenzo Fertitta kündigte gleich mehrere weit reichende Veränderungen an, die ab dem 1. Juli greifen sollen.

Dabei soll vor allem die Zahl der Out-Of-Competition-Tests erhöht werden. Laut der UFC wurden bisher nur 19 Kämpfer außerhalb des Wettkampfs getestet, dabei kamen jedoch gleich fünf positive Testergebnisse zustande. Ab dem 1. Juli wird jeder Teilnehmer eines Haupt- oder Titelkampfs im Vorfeld der Veranstaltung zufällig getestet. Das Out-Of-Competition-Testing beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Top-Kämpfer der Organisation. Laut Lorenzo Fertitta soll jeder der aktuell knapp 600 Kämpfer jederzeit getestet werden können.

Gewährleistet sollen diese Tests durch eine Partnerschaft mit einer international tätigen Anti-Doping-Agentur, die allerdings noch nicht genannt wurde. Diese soll die komplette Logistik übernehmen, während die UFC die Kosten tragen wird, die das Anti-Doping-Protokoll der sanktionierenden Kommissionen übersteigen.

Aber nicht nur die Anzahl der Tests soll steigen, auch die Konsequenzen bei einem positiven Test sollen sich nach dem Willen der UFC-Führung verschärfen. So gab Lorenzo Fertitta an, sich die World Anti Doping Agency (WADA) und US Anti Doping Agency (USADA) zum Vorbild zu nehmen und eine zweijährige Sperre zu befürworten. Für einen dopenden Champion käme das dem Verlust des Titels gleich.

Auf Nachfrage nach der Kommunikationspolitik der UFC hinsichtlich positiver Tests gab Dana White zu Protokoll, dass die UFC nur dann die Testergebnisse veröffentlicht habe, wenn man auch selbst für das Testen verantwortlich war. Ansonsten sei das Aufgabe der Kommissionen. Damit ging White auf die Kritik hinsichtlich des Umgangs mit den Testergebnissen von Hector Lombard ein, bei denen der positive Test nur auf Nachfrage der Medien veröffentlicht wurde (GnP berichtete).