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UFC verklagt Wanderlei Silva wegen Verleumdung

Noch kann er lächeln: Wanderlei Silva (Foto: Elias Stefanescu/GNP1.de)

Es war nur eine Frage der Zeit. Vergangene Woche schrieb Wanderlei Silva auf Facebook einen Beitrag, in welchem er erneut gegen die UFC und Dana White schoss. Aufhänger war dabei die Entlassung des beliebten Cutman Jacob „Stitch” Duran (GNP1.de berichtete). Dabei äußerte Silva unter anderem, beweisen zu können, dass die UFC Kämpfe manipuliert haben soll. Diese Beweise werden nun auf die Probe gestellt, die UFC zerrt den früheren Kämpfer vor Gericht.

In der Klageschrift, die den Kollegen von MMAJunkie.com zugänglich gemacht wurde, wird Wanderlei Silva „absichtliches Fehlverhalten” zur Last gelegt. Dieses Fehlverhalten besteht laut den Anwälten von Zuffa, der Muttergesellschaft der UFC, in Rufmord und Verleumdung gegenüber der UFC. In einem Wutausbruch auf Facebook bezeichnete Silva die UFC vergangene Woche als "U.F.Circus" und stellte die Behauptung auf, er habe Beweise für gekaufte oder verschobene Kämpfe, wobei er "die Bombe noch nicht habe platzen lassen".

Am gleichen Tag setzte Silva einen weiteren Post auf Facebook hinterher, in welchem er die UFC als "Pro-Wrestling Show mit manipulierten Kämpfen" bezeichnete. Zuviel für die UFC und Zuffa, die Silvas Youtube-Videos, Tweets und Videos in der Vergangenheit eher belächelten. Colby Williams, Anwalt der die UFC vertretenden Campbell & Williams-Kanzlei, begründete die Klage gegen den zurückgetretenen Kämpfer wie folgt:

„Wanderlei Silva hat im vergangenen Jahr wiederholt Zuffa, seine Eigentümer und Geschäftsführer, sowie die Nevada State Athletic Commission kritisiert. Zuffa hat die Kritik zur Kenntnis genommen, jedoch als leeres Geschwätz eines verärgerten ex-Kämpfers abgetan. Silvas letzter Ausbruch hat allerdings zweifelsfrei eine Grenze überschritten und erfordert unverzügliche juristische Schritte. Vereinfacht gesagt sind es die vernichtendsten und schädigendsten Anschuldigungen gegen einen Kampfveranstalter wie Zuffa, ihn der Manipulation von Kämpfen zu bezichtigen.”

Wanderlei Silva hat nun 20 Tage Zeit, sich zu den Anschuldigungen zu äußern. Der 39-Jährige lässt seit seiner Suspendierung keine Gelegenheit aus, der UFC seine Meinung zu sagen, zuletzt im Zusammenhang mit José Aldo und seines Ausfalls vor UFC 189 (GNP1.de berichtete). Zum juristischen Verhängnis könnte dem "Axtmörder" die Tatsache werden, dass er immer noch vertraglich an die UFC, bzw. Zuffa gebunden ist. Obwohl der Brasilianer öffentlich seinen Rücktritt bekannt gegeben hat (GNP1.de berichtete), ist das Vertragsverhältnis mit der UFC immer noch nicht gelöst.