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UFC-Titelherausforderer Fabricio Werdum entkommt knapp dem Tod

Fabricio Werdum (Foto: Tobias Bunnenberg/Groundandpound.de)

Am 15. November wird die UFC erstmals einen Event in Mexiko veranstalten. Die 21.000 Tickets für UFC 180 waren bereits nach wenigen Stunden komplett ausverkauft. Kein Wunder, erwartet die Mexikaner ja schließlich ein Schwergewichtskacher zwischen UFC-Schwergewichtschampion Cain Velasquez und Fabricio Werdum. Letzte Woche hätte der Kampf beinahe wegen einer Tragödie abgesagt werden müssen, denn Fabricio Werdum entging mit seinem Team nur knapp dem Tod durch eine Vergiftung.

Um sich an das Klima und die Höhenverhältnisse zu gewöhnen, verlegte Fabricio Werdum sein Trainingslager nach Mexiko. Gemeinsam mit seinem Bruder Felipe Werdum, Renato Sobral, Rafael Cordeiro und weiteren Trainern und Sparringspartnern zog der Brasilianer letzte Woche in ein Bergdorf am Nevado de Toluca, dem vierthöchsten Berg Mexikos.

„Wir kamen zum Nevado de Toluca, um zu trainieren und wir wussten nicht, was uns da für ein Haus erwartet“, sagte Werdum gegenüber MMAFighting.com. „Dort gab es keinen Strom…nichts…und es war sehr kalt dort. Ich war mit zwölf anderen Jungs von meinem Team da. Uns wurde ein Benzingenerator besorgt, um Strom zu erzeugen. Normalerweise wurde der Generator draußen vor dem Haus gelassen, diesen haben sie aber ins Haus gestellt. Wir haben im Haus trainiert, Abendbrot gegessen und sind schließlich schlafen gegangen. Niemand hat uns gesagt, dass wir das Teil vor dem Schlafengehen ausstellen müssen.“

Und so ließ die Truppe den Generator laufen, dachte aber nicht daran, dass der Generator weiter giftige Abgase ausstoßen würde. Diese Gase verbreiteten sich allmählich im Haus und zeigten ihre verheerende Wirkung.

„Ich wachte mitten in der Nacht auf und hatte höllische Kopfschmerzen“, so Werdum weiter. „Mir war übel und ich konnte nicht aufstehen. Allen war schwindelig. Mein Bruder konnte aus seinem Bett aufstehen und den Generator ausstellen. Wir sind schließlich ins Krankenhaus gefahren. Alle haben sich übergeben und hatten Durchfall. Der Arzt sagte uns, wir wären zwei Stunden später gestorben, wenn niemand den Generator abgestellt hätte.“

„Uns geht es jetzt gut“, sagte Werdum. „Das war ein großer Schreck. Wir sind fast gestorben. Stellt euch mal die Schlagzeilen vor: ‚Werdum absolviert Trainingslager in Mexiko und stirbt mit seinem gesamten Team‘. Wir wollten nur mal etwas Neues ausprobieren und sind beinahe wegen einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben.“

Mittlerweile kann Werdum über den Vorfall lachen und sieht auch die positive Seite an dem Vorfall: „Was dich nicht umbringt, macht dich stärker. Und das hat mich stärker gemacht.“