UFC News

UFC Stockholm: Nick Hein hat wieder Spaß an der Sache

Nick Hein (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

Für Nick Hein steht am 1. Juni viel auf dem Spiel. Nach einem sportlich enttäuschenden Jahr 2018 braucht der Kölner im Vorprogramm der UFC Fight Night in Stockholm dringend einen Sieg. Um in die Erfolgsspur zurückzukehren, stellte er einiges um – und ist nun so motiviert wie schon lange nicht mehr.

Im Mai 2018 kehrte Nick Hein (14-4, 1 NC) nach 20 Monaten Pause ins Octagon zurück, wurde jedoch bei UFC 224 von Davi Ramos zur Aufgabe gezwungen. Bereits im Juli trat Hein erneut an und unterlag Damir Hadzovic bei UFC Hamburg knapp nach Punkten.

Elf Monate später tritt Hein zu seinem achten UFC-Kampf an. In der Zwischenzeit hat sich einiges geändert. Er lebt und trainiert nicht mehr in Los Angeles, wo das Gras auch nicht grüner ist, sondern wieder in Deutschland – und hat sich einen hochkarätigen Trainerstab zusammengestellt, der sich nur um ihn kümmert: Cagri Ermis (Europameister im Profiboxen), Aziz Karaoglu (MMA-Pionier) und Detlef Ultsch (sein Bundestrainer im Judo).

„Irgendwann können sich so Routinen einfahren, manche Sachen gehen dir irgendwann auf den Sack, auch das ganze Drumherum kann dir manchmal auf den Sack gehen“, sagte Nick Hein im Video-Interview mit GNP1.de. „Diese Freude an der Sache, Freude an der Bewegung, Freude an der Problemlösung – daran haben wir gut gearbeitet, und natürlich so, dass es Spaß macht.“

Nick Hein erwartet guten Kampf

Bei der UFC Fight Night in Stockholm trifft Hein auf einen zähen Gegner, Frank Camacho (21-7) aus Guam. Camacho verlor zwar drei von vier UFC-Kämpfen, bekam für seine Leistungen aber dreimal in Folge den Bonus für den „Kampf des Abends“. Camacho geht ständig nach vorne und sucht den Knockout – aber genau das könnte Hein am Kampfabend in die Karten spielen.

„Wir wollen beide zeigen, was wir können“, sagte Hein. „Der Typ geht immer nur nach vorne, das ist einer, der echt die Klopperei sucht. Ein Draufgänger, rücksichtslos zu sich selber. Das wollen die Leute gerne sehen. Für mich ist das gut, weil er dann immer vor mir steht. Ich bin nicht der Größte in meiner Gewichtsklasse und wenn die Leute dann immer meiden und weggehen, dann kann das schon mal frustrierend sein. Aber wenn du einen hast, der die ganze Zeit vor dir steht, dann hast du ein Ziel, das du bearbeiten kannst. Und deswegen wird das ein guter Kampf werden.“

Camacho ist ein Gegner, der den offenen Schlagabtausch sucht, der seinen ersten vorzeitigen Sieg im Octagon erzielen will und der nach zwei Niederlagen in Folge mit dem Rücken zur Wand steht. Die Voraussetzungen für einen spannenden Kampf sind gegeben. Aber was für einen Nick Hein werden wir am Samstag sehen?

„Einen Nick Hein, der Spaß an der Sache hat, die er macht – ich glaube, das haben wir lange nicht gesehen“, sagte Hein. „Einen der liebt, was er macht. Und das wird sich dann auch im Ergebnis zeigen.“

Das komplette Interview findet ihr hier: