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UFC Stockholm: Aleksandar Rakic will in die Top 10

UFC Stockholm: Manuwa vs. Rakic (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Aleksandar Rakic ist dabei, die Halbschwergewichtsklasse der UFC im Sturm zu erobern. Der Österreicher mit serbischen Wurzeln hat am 1. Juni bei der UFC Fight Night in Stockholm die Chance, mit seinem vierten Sieg im vierten UFC-Kampf in die Rankings einzusteigen. Dafür muss er an dem schlagstarken Briten Jimi Manuwa vorbei.

Seit seinem UFC-Debüt im September 2017 gewann Aleksandar Rakic (11-1) gegen Francimar Barroso, Justin Ledet und Devin Clark. Anschließend forderte der 27 Jahre alte Standkämpfer einen Gegner aus der Top 15 der offiziellen Rangliste – und die UFC hat ihm diesen Wunsch erfüllt. Im Hauptprogramm der UFC Fight Night in Stockholm trifft Rakic auf Jimi „Poster Boy“ Manuwa (17-5).

„Ich bin glücklich, dass ich Jimi bekommen habe, ich habe die UFC zweimal gefragt, ob ich einen Top-15-Gegner bekomme“, sagte Rakic im Video-Interview mit GNP1.de. „Die UFC hat mir ein Geschenk gegeben, ich habe Jimi bekommen. Jimi ist erfahren und lange in dem Business, lange in den Rankings, ein harter Brocken.“

Der Weg zum Titelkampf führt über Manuwa

Derzeit ist Manuwa die Nummer 11 der Halbschwergewichtsklasse. Gewinnt Rakic gegen den britischen Veteranen, sind nur wenige Kämpfer vor ihm, die bislang nicht gegen den UFC-Champion Jon Jones gekämpft und verloren haben.

„Wenn ich Jimi besiege, werde ich seinen Platz einnehmen und dann sind nur noch ein paar Kämpfer vor mir auf dem Weg zum Titel“, sagte Rakic. „Die interessieren mich. Und die hinter mir interessieren mich nicht. Ich schaue nur nach vorn.“

In der Vergangenheit hat Rakic sogar schon mit Manuwa trainiert. Zwischen den beiden gibt es garantiert kein böses Blut, am Samstag geht es nur ums Geschäft.

„Das ist schon ein bisschen komisch, aber im Endeffekt ist es ein Sport und ein Business“, sagte Rakic. „Wir sind 15 Minuten im Käfig und danach sind der Respekt und die Freundschaft wieder da. Ich habe nichts gegen Jimi, ein super Typ, ein guter Gegner und ein guter Kämpfer.“

Rakic erwartet einen starken Kampf

Manuwa ist aus mehreren Gründen ein unangenehmer Gegner. Mit 15 Knockouts bei 17 Siegen ist er eines der schlagkräftigsten Halbschwergewichte der Welt, er bezwang bekannte Namen wie Corey Anderson, Ovince Saint Preux und Jan Blachowicz. Zwar verlor Manuwa zuletzt dreimal in Folge, aber da er nun unter Zugzwang steht, wird er wohl noch motivierter auftreten.

„Ich erwarte einen harten und starken Fight“, sagte Rakic. „Jimi hat die letzten drei Kämpfe verloren. Ich denke, dass er langsam starten und nicht überhitzen wird, weil er weiß, dass ich gefährlich bin. Ich komme auch aus dem Striking, ich bin ein guter Konterer. Ich habe mich auf seine Schläge und seine Taktik vorbereitet und einen guten Gameplan entwickelt. Ich denke, es wird ein harter aber fairer Fight.“

Rakic, der sich diesmal mehrere Wochen beim American Top Team in Florida vorbereitete, geht selbstbewusst in den Kampf und kündigte einen Zweitrundensieg durch technischen Knockout an.

„Ich will meine Leistung abrufen und der Welt zeigen, dass ich hierher gehöre“, sagte Rakic. „Ich fühle mich gut, mein Camp verlief sehr gut, ohne Verletzungen und ich bin in der besten Shape meines Lebens. Von Kampf zu Kampf bin ich besser geworden und das will ich auch am Samstag zeigen.“

Österreich ist auf dem Vormarsch

Rakic ist einer von drei UFC-Kämpfern, die in Österreich leben und zuletzt im Octagon für Furore gesorgt haben. Ismail Naurdiev aus Salzburg begeisterte im Februar bei seinem UFC-Debüt gegen Michel Prazeres und kämpft nun am 6. Juli bei UFC 239 in Las Vegas. Mairbek Taisumov aus Wien erzielte zuletzt sechs Siege hintereinander, fünf davon vorzeitig. Führen ihre Erfolge in naher Zukunft zu einer UFC Fight Night in Österreich?

 „Wir wachsen in Österreich, haben drei UFC-Kämpfer in Österreich und ich denke, wenn ich nach diesem Kampf gerankt bin, werden die UFC und die Welt ein Auge auf Österreich werfen und auf die österreichische MMA-Szene“, sagte Rakic. „Es ist leicht möglich, dass die UFC in den nächsten Jahren nach Österreich kommt – noch ein, zwei Kämpfe von mir, von Ismail, von Beckan, dann sind wir mit dabei. Die Chancen sind da und ich bin sehr glücklich darüber, dass Österreich den MMA-Sport mehr unterstützt.“

Das komplette Interview findet ihr hier: