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UFC steckt im „Monopol-Prozess” erste Niederlage vor Gericht ein

Das Gerichtsgebäude in Las Vegas (Foto: LasVegasCityWebsite.com)

Die UFC hat im Monopol-Prozess gegen die Anschuldigungen zahlreicher Ex-Kämpfer eine erste Niederlage vor Gericht einstecken müssen. Vergangene Woche scheiterten die UFC-Anwälte mit ihrem Vorhaben, die Sammelklage abzuweisen. Die Ankläger, darunter die vor Gericht anwesenden Nate Quarry, Cung Le und Kyle Kingsbury, wollen nachweisen, dass die UFC ihr "Monopol" dazu benutzt, die Verdienstmöglichkeiten der Kämpfer einzuschränken.

Die UFC ist mit ihrem Versuch, die Klage im frühen Stadium abweisen zu lassen, gescheitert. Vor einem Gericht in Las Vegas hatten die Anwälte der UFC dargelegt, dass es der Anklage an plausiblen Fakten mangele, um eine Klage nach Kartellrecht aufrecht zu erhalten. Dabei geht es unter anderem darum, dass die Verträge der UFC nicht zeitlich befristet sind und Kämpfer aufgrund einzelner Klauseln theoretisch bis ins Unendliche an die UFC gebunden werden könnten.

Zudem wird von Seiten der Anklage immer wieder darauf verwiesen, dass die UFC ihre Konkurrenz systematisch und geplant ausschalten würde und es seit dem Kauf von Strikeforce im Jahr 2011 für MMA-Kämpfer keine Möglichkeit gebe, vom Kämpfen zu leben, wenn man nicht von der UFC beschäftigt wird. Zudem würde der Anteil der Kämpfer an den Einnahmen der UFC viel zu gering ausfallen, während die UFC 90% aller weltweit generierten Einnahmen durch MMA-Veranstaltungen für sich beanspruchen würde. Weitere Beweise für eine Monopolstellung der UFC seien unter anderem Exklusivverträge mit Sponsoren wie Budweiser oder mit Hallenbetreibern.

Die UFC plädierte, dass es in der Beweisführung der Anklage keine genauen Angaben oder Fakten gäbe, um die gegen die UFC verwendeten Begriffe wie "Unendliche" Vertragsdauer, "Schlüssel"-Sponsoren oder "Top"-Veranstaltungsräume zu begründen und die Klage daher abzuweisen sei. Die Richter sahen die Einsprüche der UFC jedoch als unbegründet an, sodass einer Fortsetzung des Verfahrens zur Freude der Kläger nichts im Wege steht.

Während der Verhandlung wurden immer wieder Zitate von Dana White sowie Social-Media-Posts des UFC-Präsidenten verwendet, um auf eine Monopolstellung der UFC hinzuweisen. White hatte in der Vergangenheit immer betont, dass die UFC die Speerspitze aller MMA-Organisationen sei und im Scherz einen Grabstein mit den Namen untergegangener Organisationen wie EliteXC, Affliction oder der IFL gepostet.

Während die Anklage diese Aktionen als klares Bekenntnis zu einer Monopolstellung sieht, bezeichneten die UFC-Anwälte das Gebaren des UFC-Präsidenten als normale Angeberei eines Offiziellen eines Unternehmens, das nicht auf die Goldwaage gelegt werden sollte.

Wann es nach dieser ersten Verhandlung mit dem ordentlichen Verfahren weiter geht, ist noch unklar. Die UFC hat jedoch eine erste Niederlage erlitten und das nachdem man selbst darauf hingewirkt hatte, die Verhandlungen vor ein Gericht in Las Vegas zu bringen, nachdem die Gegenseite im kalifornischen San José geklagt hatte.