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UFC plant unangekündigte Dopingtests

UFC weitet Kampf gegen Doping aus. (Foto: WADA)

Die UFC wird ihren Kampf gegen Doping in naher Zukunft vertiefen. Marc Ratner, der sich bei der MMA-Organisation um Regulierungsangelegenheiten kümmert, sagte gegenüber ESPN.com, dass die UFC bald selbst unangekündigte Dopingtests – Blut und Urin – von einer unabhängigen Agentur durchführen lassen wird.

In den vergangenen Monaten sind einige MMA-Kämpfer durch Dopingtests gefallen, darunter Chael Sonnen und Ali Bagautinov. Die meisten dieser Tests waren unangekündigt. Weiß ein Sportler genau, wann er getestet wird, kann er die jeweiligen leistungsfördernden Substanzen rechtzeitig absetzen und den Dopingtest bestehen. Unangekündigte Tests sind derzeit das wirksamste Instrument, um Dopingsünder zu erwischen.

UFC-Veranstaltungen in den USA werden von den staatlichen Sportkommissionen reguliert und überwacht. Diese führen zwar Dopingtests durch, auch unangekündigte, aber nicht in der Häufigkeit, die angesichts des Dopingproblems im MMA-Sport geboten wäre, da sie die Kosten hierfür nicht tragen können.

UFC unterstützt staatliche Sportkommissionen

Der UFC als weltweit führender Veranstaltungsreihe wurde in der Vergangenheit öfters vorgeworfen, selbst nicht genug für den Kampf gegen Doping zu tun. Sie scheint sich nun ihrer Verantwortung bewusst zu sein und will ihre Kämpfer künftig unangekündigt testen lassen, selbst wenn sie gerade keinen Kampf anstehen haben.

Laut Marc Ratner befindet sich die UFC derzeit in Gesprächen mit unabhängigen Dopingtestagenturen. Bis Ende dieses Jahres soll entschieden werden, mit welcher von ihnen die UFC fest zusammenarbeiten wird. Die Agenturen erstellen gerade noch Konzepte, wie sie die rund 500 UFC-Kämpfer, die über die ganze Welt verteilt sind, das ganze Jahr über regelmäßig effektiv testen können.

Bluttests vor den Kämpfen

Eine Änderung hat die UFC bereits eingeführt. In der Woche vor einem Kampf wird nicht länger nur der Urin der Sportler auf leistungsfördernde Substanzen und Drogen untersucht, sondern das Blut. Bluttests sind deutlich effektiver als Urintests, da manche Substanzen nur im Blut entdeckt werden können. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 40.000 US-Dollar – ein Betrag, den die staatlichen Sportkommissionen nicht aufbringen können.