UFC News

UFC plant offizielle Trikots

Dana White sprach kürzlich von der Einführung einer Uniform für alle UFC-Kämpfer. (Foto: Dorian Szücs/Groundandpound.de)

Was ist der größte Unterschied zwischen den bisherigen "Major Leagues" NFL, NBA, MLB und NHL auf der einen und der UFC auf der anderen Seite? Richtig, MMA ist eine Individualsportart. Was ist jedoch ein weiterer großer Unterschied zwischen Derek Jeter von den New York Yankees oder Kobe Bryant von den Los Angeles Lakers und Ronda Rousey oder Jon Jones? Die Yankees und Lakers sind an ihren Trikots erkennbar. Dieser Zustand soll bald auch in der UFC existieren.

Dana Whites größter Traum ist es, die UFC auf eine Stufe mit den anderen, so genannten, "Major Leagues" in den USA zu stellen. Zu diesem Zweck sollen bereits in diesem Jahr einheitliche Trikots für UFC-Kämpfer eingeführt werden, die aus T-Shirt, Hose und Mütze bestehen. Diese Trikots sollen von einem der größeren US-Ausrüster gestaltet und produziert werden und sowohl zum Einwiegen als auch zum Kampf getragen werden.

Dabei sollen die größten Sponsorenflächen von der UFC sowie dem Ausrüster genutzt werden können, gleichzeitig bleibt jedoch auch Platz für individuelle Sponsoren der Kämpfer oder Teams. Damit will die UFC garantieren, dass jeder Kämpfer mit Sponsoren auf der Kleidung in den Käfig steigt. Im vergangenen Jahr hatte es dabei mehrere Vorfälle gegeben, die Dana White sauer aufgestoßen waren. Zum einen lief Mac Danzig mit der Aufschrift "Not For Sale" in den Käfig, nachdem es ihm nicht gelungen war, Sponsoren zu akquirieren und Cody McKenzie vergaß seine Kleidung im Hotelzimmer und trat mit einer kurzfristig gekauften Basketball-Shorts an, an der noch das Preisschild aus dem Laden hing.

Inwieweit die Kämpfer an den Sponsoreneinnahmen der UFC beteiligt werden, steht momentan noch nicht fest. Für Kämpfer in den Vorkämpfen soll sich diese Regelung laut Dana White jedoch lohnen, da ihnen dann Sponsoreneinnahmen garantiert wären und man sich selbst um weniger Sponsoren kümmern müsste. Zudem könnte eine Beschränkung der Flächen dazu führen, dass Sponsoren mit dem gleichen Budget entweder mehr Kämpfer oder einzelne Kämpfer mit einer höheren Summe unterstützen könnten.

Großer Kritikpunkt an der Entwicklung ist jedoch die zunehmende Uniformität der Kämpfer auf Kosten des individuellen Auftritts. So beschwerte sich bereits die MMA-Kämpferin Felice Herrig, die an der 20. Staffel von "The Ultimate Fighter" teilnehmen wird, öffentlich darüber, dass sie sich bisher sehr viele Gedanken und Mühe um ihre öffentliche Darstellung und ihre Marke mache. Die Trikots würden es ihr erschweren, mehr Fans für Frauen-MMA zu begeistern. Aber auch individuelle T-Shirts bei den Weigh-Ins und dem Weg zum Käfig, die bisher für interessante Momente sorgten, sind damit Geschichte. Zudem stellt sich die Frage, wie die UFC mit einem individuellen Sponsor umgeht, der in Konkurrenz zum offiziellen Ausrüster stehen könnte.

Momentan ist bei der ganzen Debatte das meiste noch Spekulation, daher bleibt abzuwarten, wie die Einführung der Trikots genau von statten gehen wird und wie sich die neue Situation auf die Einnahmen der Kämpfer auswirkt.