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UFC Mexico City: RDA gegen Ferguson, plus Helds Debüt gegen Sanchez

Rafael dos Anjos (l.) oder Tony Ferguson: Wer holt sich den Titelkampf? (Foto: UFC).

Die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm ist vorbei, an diesem Wochenende startet in Mexiko der UFC-Endspurt: zehn Events in neun Wochen bis zum Jahresende. Den Anfang macht das Finale der dritten „The Ultimate Fighter: Latin America“-Staffel, dessen Hauptkampf die beiden Top-Leichtgewichte Rafael dos Anjos und Tony Ferguson bestreiten werden. Außerdem mit von der Partie sind Fan-Favorit Diego Sanchez, der Grappling-Ass Marcin Held in der UFC begrüßen wird sowie Ricardo Lamas und Alexa Grasso.   

UFC Mexico City wird in Deutschland auf dem UFC Fight Pass übertragen, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass): Samstag, 6. November, 23:30 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass): Sonntag, 6. November, 1 Uhr
Hauptprogramm (UFC Fight Pass): Sonntag, 6. November, 3 Uhr

Hauptkampf: Rafael dos Anjos vs. Tony Ferguson

Das Leichtgewicht ist seit Jahren eine der, wenn nicht sogar die stärkste Gewichtsklasse der UFC. Wohl die gesamte Top Ten könnte sich an einem guten Tag zum Champion krönen, zweimal hat der Titel alleine seit 2015 den Besitzer gewechselt.

Zuletzt von diesem Schicksal getroffen: Rafael dos Anjos (25-8). Der Brasilianer gewann den Gürtel 2015 nach bereits sieben mal mehr, mal weniger erfolgreichen Jahren in der UFC mit einem dominanten Sieg gegen Anthony Pettis. Im Juli allerdings musste dos Anjos den Gürtel nach nur einer erfolgreichen Titelverteidigung gegen Donald Cerrone schon wieder an Eddie Alvarez abgeben.

Am Wochenende soll der erste Schritt zurück an die Spitze folgen, mit Tony „El Cucuy“ Ferguson (21-3) steht dem Ex-Champion dabei eine so riskante wie lohnende Aufgabe bevor. Ferguson hat acht Kämpfe in Folge gewonnen und wäre in fast jeder anderen Gewichtsklasse wohl schon längst um den Titel angetreten. So aber muss der so spektakulär-unorthodox wie erfolgreich kämpfende Kalifornier, der Siege gegen Namen wie Abel Trujillo, Josh Thomson und Edson Barboza sein Eigen nennen kann, nun noch an einem weiteren harten Gegner vorbei.

Wer immer dieses Duell gewinnt, darf sich einen allseits respektierten Namen auf das Resümee setzen und würde seinen Argumenten für einen Titelkampf damit jede Menge Nachdruck verleihen.

Co-Hauptkampf: Diego Sanchez vs. Marcin Held

Wie oft wir ihn noch in Aktion sehen werden, dürfte fraglich sein. An diesem Wochenende aber wird Veteran und Fan-Liebling Diego „The Nightmare“ Sanchez (26-8) wieder in den Käfig steigen. Der mittlerweile 34-Jährige hat seit seinem berühmt-berüchtigten Auftritt bei der ersten „The Ultimate Fighter“-Staffel 2005 alle Höhen und Tiefen erlebt, die der Sport bietet. Seit einigen Jahren allerdings läuft es nicht mehr allzu gut für Sanchez, bei dem sich seit 2011 Sieg und Niederlage konsequent abwechseln. Zuletzt wurde er bei UFC 200 von Joe Lauzon T.K.o. geschlagen.

Jetzt wird er Marcin „The Polish Prodigy“ Held (22-4) im Octagon begrüßen. Der erst 24-Jährige hat im MMA bereits 26 Profi-Kämpfe absolviert und sieben seiner letzten acht gewonnen. Ganze zwölf Aufgabe-Siege zeigen deutlich, wo der Pole am gefährlichsten ist, seine unter anderem bei ADCC, FILA und IBJJF unter Beweis gestellten Fähigkeiten auf der Matte will der ehemalige Bellator-Kämpfer nun auch in der UFC zur Schau stellen.      

Die restlichen Kämpfe von UFC Mexico City

Ebenfalls mit auf dem Programm steht naturgemäß das Finale der „The Ultimate Fighter“-Staffel. Martín „Toro“ Bravo (10-0) wird hier auf Claudio „El Nino“ Puelles (7-1) treffen. Bravo machte sich in Forrest Griffins Team mit drei Siegen auf den Weg ins Finale, Puelles dagegen unter der Flagge von Chuck Liddell.

Interessant ist weiterhin der Federgewichtskampf zwischen Ricardo „The Bully“ Lamas (16-5) und Charles „Do Bronx“ Oliveira (21-6-0(1)). Der ehemalige Titelherausforderer Lamas hätte eigentlich vergangenen Monat UFC Manila gegen BJ Penn anführen sollen, nach einer Verletzung der zurückkehrenden Legende aber wurde bekanntlich die gesamte Veranstaltung abgeblasen.
Stattdessen trifft der gefährliche Standkämpfer nun auf jemandem, der ähnlich tödlich auf der Matte ist: Charles Oliveira hat in der UFC bereits Namen wie Hatsu Hioki, Nik Lentz, Myles Jury und Jeremy Stephens besiegt, ist gegen die Elite aber stets gescheitert. Gegen Lamas will er nun beweisen, dass er doch noch nach ganz oben gehört.

Ebenfalls mit von der Partie ist Alexa Grasso (8-0). Das erst 23-jährige Talent gibt hier ihr langerwartetes UFC-Debüt. Die Hälfte ihrer Siege hat die Mexikanerin durch Knockout eingefahren, dieses Ergebnis soll auch am Wochenende in Mexiko City her. Dort wird sie auf Heather Jo „Hurricane“ Clark (7-5) treffen, die seit 2014 in der UFC ist, bisher aber erst zwei Mal im Octagon stand – auf einen Sieg gegen Bec Rawlings folgte im Mai bei UFC Rotterdam eine Niederlage gegen die aktuelle Titelherausforderin Karolina Kowalkiewicz.

Relevant für die Leichtgewichtsklasse ist außerdem das Duell zwischen Beneil Dariush (13-2) und Rashid Magomedov (19-1). Während Dariush bereits einen Haufen Siege im Octagon angesammelt, zwischendurch aber zwei Mal mit unglücklichem Timing verloren hat, ist Magomedov in vier UFC-Kämpfen noch ungeschlagen.

Anbei das gesamte Programm im Überblick:

The Ultimate Fighter: Latin America 3 Finale
Samstag, 5. November 2016
Arena Ciudad de Mexico in Mexico City, Mexiko


Hauptprogramm (UFC Fight Pass)
Rafael dos Anjos vs. Tony Ferguson
Martín Bravo vs. Claudio Puelles
Diego Sanchez vs. Marcin Held
Ricardo Lamas vs. Charles Oliveira
Beneil Dariush vs. Rashid Magomedov
Alexa Grasso vs. Heather Jo Clark

Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass)
Èrik Pérez vs. Felipe Arantes
Marco Beltrán vs. Joe Soto
Erick Montano vs. Max Griffin
Henry Briones vs. Douglas Silva de Andrade

Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass)
Sam Alvey vs. Alex Nicholson
Marco Polo Reyes vs. Jason Novelli
Enrique Barzola vs. Chris Avila