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UFC Las Vegas: Rose Namajunas entzaubert UFC-Barbie VanZant

Rose Namajunas dominierte Paige VanZant nach Strich und Faden (Foto: Florian Sädler/GNP1.de).

Mit der UFC Fight Night 80 wurde heute die vorweihnachtliche Festwoche eingeläutet. Bevor am Samstag bei UFC 194 zwei Titel ausgekämpft werden und heute Nacht der nächste TUF-Sieger ermittelt wird, präsentierte die UFC den Fans ihre künftigen Zugpferde Paige VanZant und Sage Northcutt. Doch während "Super" Sage weiter ungeschlagen bleibt, musste Paige VanZant im Hauptkampf gegen Rose Namajunas eine deutliche Niederlage einstecken.

Rose Namajunas dominiert Paige VanZant

Im Vorfeld betonte Paige VanZant immer wieder, dass sie nicht auf ihr Aussehen reduziert werden will. Rose Namajunas nahm sich diese Worte zu Herzen, denn bereits nach der ersten Runde ging "12 Gauge" blutüberströmt durch eine Platzwunde am Jochbein in ihre Ecke zurück. Namajunas bestimmte den ersten Durchgang durch Treffer im Stand, Takedowns und Schläge am Boden. Namajunas ließ VanZant kaum in den Kampf kommen und warf ihre Gegnerin immer wieder auf die Matte, was diese kaum verteidigte. Die Blondine schaffte es fünf Runden lang nicht, dem Gefecht ihren Stempel aufzusetzen und hatte sogar Glück, dass Namajunas Ende der dritten Runde einen Rear-Naked Choke nicht durchbringen konnte.

Nicht die einzige Submission, aus der VanZant wieder herauskam. Auch gegen einen Kimura konnte sich die 21-Jährige befreien und bei den beiden Verteidigungen gegen zwei Armbar-Versuche Namajunas' ging einen Raunen durch die Halle. Trotz vier dominanter Runden ließ Namajunas auch im letzten Durchgang nicht locker und es sollte sich bezahlt machen. Erneut ging es auf die Matte, erneut schaffte es "Thug" auf den Rücken ihrer Gegnerin und dieses Mal gab es für VanZant kein Entkommen mehr. Nach zweieinhalb Minuten im letzten Durchgang gab VanZant auf.

Michael Chiesa: mit harter Arbeit zum Sieg

Im Gegensatz zu den spektakulären Sternchen im Rampenlicht brachten Jim Miller und Michael Chiesa ein Kontrastprogramm in den Käfig. Die Leichtgewichte arbeiteten sich von Position zu Position vor und ließen den jeweiligen Gegenüber nicht zur Entfaltung kommen. Der Stellungskrieg am Boden wurde nur von vereinzelten Schlägen unterbrochen, von denen Chiesa eine Platzwunde auf der Stirn davon trug. In der zweiten Runde übernahm Miller wieder die Initiative und zog einen Kniehebel an, aus dem sich Chiesa jedoch herausdrehte. Miller hielt Chiesas Bein fest, aber der "Maverick" aus Colorado beantwortete das mit Schlägen. Diese zeigten sofort Wirkung, denn Miller wirkte benommen. Das ließ sich Cheisa nicht entgehen, setzte selbst zum Rear-Naked Choke an und feierte wenige Sekunden später den größten Erfolg seiner UFC-Karriere gegen den erfahrenen Veteranen.

Sage Northcutt erledigt Pflichtaufgabe

Als größter Außenseiter der Veranstaltung ins Rennen gegangen, schlug sich Cody Pfister anfangs besser als erwartet gegen den kommenden Superstar Sage Northcutt. Pfister ging sofort auf den Takedown und konnte Northcutt zu Beginn am Boden kontrollieren. Der Modellathlet drehte den Spieß jedoch um und hatte Pfister fast in einem Arm-Triangle Choke. Im zweiten Durchgang machte "Super"-Sage dann kurzen Prozess. Nach einem Takedown ließ Pfister seinen Nacken zu weit draußen, sodass Northcutt nur zugreifen musste, um den Guillotine Choke anzuziehen und Pfister zur Aufgabe zu bringen. Anschließend bedankte sich Northcutt beim UFC Fight Pass.

Theodorou geht die Luft aus

Wie erwartet, zeigten die Mittelgewichte Elias Theodorou und Thiago Santos Kicks en masse. Ob gedreht, eingesprungen, hoch oder tief, alles war dabei. Zumindest in der ersten Runde. Ab dem zweiten Durchgang verlagerte sich das Geschehen in die Nahdistanz, wo Santos immer wieder seine Ellenbogen durchbringen konnte. Diese öffneten in der letzten Runde eine Platzwunde bei Theodorou. Davon angestachelt, brachte Santos den Kanadier mit Kniestößen und Tritten in Bedrängnis, während Theodorou außer kraftlosen Takedown-Versuchen keine Gegenwehr mehr aufbringen konnte und den Kampf nach Punkten verlor.

Sterling klettert die Leiter nach oben, viel Action im Vorprogramm

Auch das Vorprogramm wusste zu überzeugen. Aljamain Sterling untermauerte seinen Status als Top-Talent im Bantamgewicht und brachte Johnny Eduardo zur Aufgabe. Tim Means schickte John Howard mit einem kurzen Haken ins Land der Träume und Sergio Moraes kam nach zwei verlorenen Runden mit einem heftigen Knockout gegen Omari Akhmedov zurück. Überhaupt mussten die Punktrichter nur beim Kampf der Federgewichte Zubaira Tukhugov und Phillipe Nover entscheiden und werteten den Kampf für den Russen. Tiefpunkt der Vorkämpfe war ein unabsichtlicher Stich in die Augen durch Antonio Carlos Jr., der bereits nach elf Sekunden zu einem No Contest gegen Kevin Casey führte.

Die Ergebnisse im Überblick:

UFC Fight Night 80: Namajunas vs. VanZant
10. Dezember 2015
Las Vegas, Nevada, USA

Rose Namajunas bes. Paige VanZant via Rear-Naked Choke nach 2:25 in Rd. 5
Michael Chiesa bes. Jim Miller via Rear-Naked Choke nach 2:57 in Rd. 2
Sage Northcutt bes. Cody Pfister via Guillotine Choke nach 0:41 in Rd. 2
Thiago Santos bes. Elias Theodorou einstimmig nach Punkten (29:28, 29:27, 29:27)

Vorprogramm
Tim Means bes. John Howard via K.o. (Schlag) nach 0:21 in Rd. 2
Sergio Moraes bes. Omari Akhmedov via T.K.o. (Schläge) nach 2:18 in Rd. 3
Antonio Carlos Jr. vs. Kevin Casey endet im No Contest nach 0:11 in Rd. 1
Aljamain Sterling bes. Johnny Eduardo via Guillotine Choke nach 4:18 in Rd. 2
Santiago Ponzinibbio bes. Andreas Stahl via T.K.o. (Schläge) nach 4:25 in Rd. 1
Danny Roberts bes. Nathan Coy via Technical Armbar nach 2:46 in Rd. 1
Zubaira Tukhugov bes. Philippe Nover geteilt nach Punkten (30:27, 30:27, 28:29)
Kailin Curran bes. Emily Kagan via Rear-Naked Choke nach 4:13 in Rd. 2