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UFC-Kämpfer in Wettmanipulation verwickelt

Hat die UFC ihren ersten Manipulations-Skandal? Wie BloodyElbow.com unter Berufung auf koreanischen Medien berichtet, soll ein Kämpfer beim letzten Gastspiel der UFC in Seoul Geld zum Verlieren angenommen haben. Der Name des Kämpfers wurde nicht offiziell gemacht, Experten gehen aufgrund der Beschreibungen jedoch von Tae Hyun Bang aus. Der 34-Jährige siegte bei der UFC Fight Night 79 im November 2015 gegen Leo Kuntz.

Knapp 90.000 $. Soviel soll ein koreanischer Kämpfer laut einem Polizeibericht angenommen haben, um einen UFC-Kampf zu verlieren. Der Kämpfer, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, soll im November 2015 einer Niederlage zugestimmt haben. Dafür wurde er mit 100 Millionen Won (etwa 88.000$) gefügig gemacht und setzte selbst weitere 50 Millionen Won auf seinen Gegner.

Auch wenn die Polizei und die koreanischen Medien den Namen des Kämpfers noch geheim halten, ist davon auszugehen, dass der Koreaner Tae Hyun Bang damit gemeint ist. Dazu würde auch passen, dass sich die Wettquoten seines Kampfes gegen Leo Kuntz innerhalb von wenigen Stunden massiv zu Gunsten Kuntz änderten. Der Amerikaner war während der gesamten Woche der Außenseiter, kurz vor dem Kampf schoss seine Quote dann so sehr nach oben, dass er ein 4:1-Favorit wurde. Dave Meltzer berichtete damals, dass 62% aller Wett-Einsätze der Fight Night auf diesen Kampf platziert wurden.

Laut Polizeibericht wurde der Kämpfer nach Bekanntwerden von der UFC mehrfach ausgefragt. Zwar gab er keine Manipulation zu, knickte aber unter dem Druck ein und entschloss sich schließlich, im Kampf auf Sieg zu gehen. Er gewann nach Punkten. Anschließend erhielt der Kämpfer Drohungen, weswegen er sich an die Polizei wandte, die nun mit der Aufklärung der Hintergründe beschäftigt ist.

Die UFC hat noch keine Stellungnahme abgegeben. Tae Hyun Bang war seit dem Vorfall ein weiteres Mal in Aktion. In Hamburg unterlag er im September Nick Hein.