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UFC Glasgow: Ponzinibbio fegt Nelson von der Insel

Als die UFC vor zwei Jahren Glasgow einen Besuch abstattete, peitschen die Fans ihre Lokalmatadore durch tosenden Applaus zum Sieg. Heute war das nicht der Fall, denn die drei Schotten im Hauptprogramm gingen durchweg baden. Aber keiner so heftig wie Gunnar Nelson im Hauptkampf gegen Santiago Ponzinibbio.

Es bleibt dabei, Gunnar Nelson kann keine Main Events gewinnen. Der 28-Jährige zog in Glasgow erneut den Kürzeren. Aber anders als gegen Rick Story hatten die Punktrichter hier nichts zu tun. Dabei sah es anfangs noch gut aus für den Grappler. Nelson konnte die ersten Treffer im Stand setzen und sich den Respekt von Ponzinibbio erarbeiten. Doch es sollte nur eine Momentaufnahme bleiben.

Aus dem Nichts landete Ponzinibbio dann seine gefürchtete Rechte und Nelson zog die Schlittschuhe an. Der Isländer taumelte an den Käfig, berappelte sich kurz, musste dann aber ein hefiges Trommelfeuer über sich ergehen lassen und wurde von einer Linken ausgeknockt. Nelson fiel wie ein nasser Sack zu Boden, Ponzinibbio ließ sich feiern. Ein heftiger Knockout für den Argentinier Ponzinibbio, der sich damit für die Top Ten im Weltergewicht empfehlen konnte.

Calderwood und Ray unterliegen

Im vorletzten Kampf des Abends feierte Cynthia Calvillo einen Auswärtssieg über die schottische Lokalmatadorin Joanne Calderwood. Die Schottin konnte zwar im Stand Akzente setzen, sobald es jedoch auf die Matte ging, war nur die Amerikanerin am Drücker und hatte in der ersten Runde Pech, dass Calderwood vom Ende der Runde gerettet wurde. Für Calderwood ein durchweg gebrauchtes Wochenende, nachdem sie bereits am Samstag durch Übergewicht auf der Waage negativ auffiel.

Zuvor vermasselte Paul Felder dem Schotten Stevie Ray nicht nur das Heimspiel, sondern auch die Verhandlungen über einen neuen UFC-Vertrag. Ray setzte auf sich und auf einen Sieg, um seine Verhandlungsposition zu verbessern, wurde aber noch in der ersten Runde erst von einem harten Kniestoß aus dem Clinch auf die Matte geschickt und dort wenig später mit Ellenbogenschlägen K.o. geschlagen.

Und mit Paul Craig musste auch der dritte Schotte im Hauptprogramm eine empfindliche K.o.-Niederlage gegen Khalil Rountree einstecken. Er wurde nur wenige Sekunden vor Ablauf der ersten Runde von einem kurzen Haken erwischt, ging zu Boden und wurde dort nach weiterem Nachsetzen Rountrees aus dem Kampf genommen.

Seery verabschiedet sich mit Niederlage

Auch das Vorprogramm hatte einige Höhepunkte zu bieten. UFC-Debütant Galore Bofando knockte SBG-Kämpfer Charlie Ward mit einem Wurf aus und Danny Henry und Daniel Teymur feuerten drei Runden lang aus allen Rohren. Für das irische Fliegengewicht Neil Seery endete die MMA-Karriere indes mit einer Niederlage gegen Alexandre Pantoja. Nach zwei unterhaltsamen Runden brachte der Brasilianer den 37-Jährigen im letzten Durchgang zur Aufgabe.

Die Ergebnisse im Überblick:

UFC Fight Night 113: Nelson vs. Ponzinibbio
16. Juli 2017
Glasgow, Schottland

Santiago Ponzinibbio bes. Gunnar Nelson via T.K.o. (Schläge) nach 1:22 in Rd. 1
Cynthia Calvillo bes. Joanne Calderwood einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 29:28)
Paul Felder bes. Stevie Ray via K.o. (Ellbogenschläge) nach 3:57 in Rd. 1
Jack Marshman bes. Ryan Janes einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)
Khalil Rountree bes. Paul Craig via T.K.o. (Schläge) nach 4:56 in Rd. 1
Justin Willis bes. James Mulheron einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)

Vorprogramm
Danny Roberts bes. Bobby Nash via K.o. (Schlag) nach 3:59 in Rd. 2
Alexandre Pantoja bes. Neil Seery via Rear-Naked Choke nach 2:31 in Rd. 3
Galore Bofando bes. Charlie Ward via T.K.o. (Wurf & Schläge) nach 2:10 in Rd. 1
Danny Henry bes. Daniel Teymur einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)
Brett Johns bes. Albert Morales einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:25)
Leslie Smith bes. Amanda Lemos via T.K.o. (Schläge) nach 2:53 in Rd. 2

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