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UFC Fight Night 125: Lyoto Machida erkämpft sich ersten Sieg seit 2014

Zurück auf Spur? Lyoto Machida kehrte nach ein paar harten Jahren auf die Siegerstraße zurück (Foto: Valentino Kerkhof).

Mit drei aufeinanderfolgenden vorzeitigen Niederlagen samt Dopingsperre war Lyoto Machida in seinen 23. UFC-Kampf gegangen. Hätte er in Belem nicht gewonnen, hätte dies das Ende einer illustren Karriere bedeuten können, vor heimischer Kulisse holte „Der Drache“ aber einen knappen Punktsieg.

Leicht machte Eryk Anders es ihm nicht. Der K.o.-gefährliche und bis dahin ungeschlagene Newcomer öffnete auf halbem Weg durch den Kampf einen Cut bei Machida, der dem hart geführten Duell den passenden Anstrich verlieh. Machida verfolgte seine klassische Strategie, mit Kicks aus der Distanz und viel Bewegung den Kampf zu kontrollieren und hatte damit vor allem zu Beginn und gegen Ende Erfolg.

Anders hütete sich davor, den Konter-Kämpfer Machida allzu aggressiv anzugehen, hatte aber seinerseits soliden Erfolg mit harten Linken, die seinem Gegner immer wieder Probleme bereiteten. Nach fünf Runden gaben die Punktrichter den Kampf knapp an Machida, der somit seinen ersten Sieg seit Dezember 2014 in der Tasche hat.

Shevchenko zerlegt, Prazeres irritiert, Santos imponiert

Nachdem der geplante Co-Hauptkampf zwischen John Dodson und Pedro Munhoz am Vortag ausfiel, weil Munhoz das Gewichtslimit verpasst hatte, rückte Valentina Shevchenko an zweite Stelle vor. Frisch von einem knapp verlorenen Titelkampf im Bantamgewicht kommend, gab die Thaiboxerin hier ihr Debüt im Fliegengewicht gegen eine UFC-Debütantin und demonstrierte eindrücklich den Unterschied zwischen kleinen nationalen Ligen und der UFC.

Gegen Priscila Cachoeira war schnell klar, wie dieser Kampf ausgehen würde – Shevchenko landete harte, saubere Treffer, und obwohl Cachoeira nach Kräften dagegenhielt, war die Lücke zwischen den beiden schlicht zu groß. Ringrichter Mario Yamasaki hätte den Kampf mehrfach stoppen können, lies das Duell aber weiterlaufen, bis Shevchenko der Sache in Runde zwei mit einem Rear Naked Choke selbst ein Ende setzte. UFC-Präsident Dana White ging Yamasaki anschließend hart auf Instagram an und forderte, der Brasilianer solle nie wieder einen Kampf leiten.

Zuvor bezwang Michel Prazeres Desmond Green nach Punkten, nachdem er zuvor das Leichtgewichtslimit um über zwei Kilo verpasst hatte und laut Green auch eine Vereinbarung der beiden, am Kampftag nicht über 173 Pfund (78,47 Kilo) zu wiegen, um mehr als drei Kilo überschritten habe. Im Laufe von drei Runden setzte Prazeres sich mit kraftvollen Kicks und Schlägen und gut getimten Takedowns durch.

Zu Beginn des Hauptprogramms lieferten sich Thiago Santos und Anthony Smith eine harte Schlacht, in der beide Mittelgewichte ihre Momente hatten. Schlussendlich war es Santos, der mit einem Kick zum Körper und Folgeschlägen am Boden den Sack zumachte.


Anbei die Ergebnisse im Überblick:

UFC Fight Night 125: Machida vs. Anders
4. Februar 2018
Arena Guilherme Paraense in Belem, Brasilien

Hauptprogramm
Lyoto Machida bes. Eryk Anders geteilt nach Punkten (48:47, 47:48, 49:46)
Valentina Shevchenko bes. Priscila Cachoeira via Rear Naked Choke nach 4:25 in Rd. 2
Michel Prazeres bes. Demond Green einstimmig nach Punkten (30:27, 29:28, 30:27)
Timothy Johnson bes. Marcelo Golm einstimmig nach Punkten (30:27, 29:28, 29:28)
Douglas Silva de Andrade bes. Marlon Vera einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)
Thiago Santos bes. Anthony Smith via T.K.o. (Kick zum Körper und Schläge) nach 1:03 in Rd. 2

Vorprogramm
Sérgio Moraes bes. Tim Means geteilt nach Punkten (28:29, 29:28, 29:28)
Alan Patrick bes. Damir Hadzovic einstimmig nach Punkten (30:25, 30:27, 30:27)
Polyana Viana bes. Maia Stevenson via Rear Naked Choke nach 3:50 in Rd. 1
Iuri Alcantara bes. Joe Soto via T.K.o. (Schläge) nach 1:06 in Rd. 1
Deiveson Figueiredo bes. Joseph Morales via T.K.o. (Schläge) nach 4:34 in Rd. 2