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UFC feuert Diego Brandao nach Stripclub-Skandal

Keine gute Stimmung im Hause Brandao: der Brasilianer wurde von der UFC entlassen (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Irgendwann ist es einfach genug. Das muss auch Federgewicht Diego Brandao nun erleben. Der 28-Jährige wurde vor wenigen Tagen von der UFC vor die Tür gesetzt. Weniger aus sportlichen Gründen, sondern vor allem, weil Brandao in den vergangenen Monaten mehr Schlagzeilen abseits des Octagons produzierte.

Gesperrt, verhaftet, gefeuert! Nein, das Jahr 2016 meint es nicht gut mit Diego Brandao (20-11). Der TUF-Sieger blickt auf die vier schlimmsten Monate seiner professionellen Karriere zurück. Los ging es mit einer Niederlage bei UFC 195 Anfang des Jahres gegen Top-Talent Brian Ortega, dem er in einem Triangle Choke unterlag. Zu allem Überfluss wurde ihm im Anschluss daran im Post-Fight-Drogentest auch noch Cananbis-Konsum nachgewiesen. Eine Sperre wird momentan verhandelt.

Dass man, wenn man nichts zu tun hat, auf dumme Ideen kommt, bewies Brandao dann wenige Wochen später. Nachdem ihm der Zugang zu einem Stripclub verwehrt wurde, legte sich Brandao mit den drei Türstehern an, Fäuste flogen. Kurz darauf kehrte er mit einer Pistole zurück und schlug den Barkeeper mit dem Griff der Waffe, bevor er vom Tatort floh und am nächsten Morgen verhaftet wurde. Nach Zahlung einer Kaution in Höhe von 15.000 $ ist Brandao zwar wieder auf freiem Fuß, ein Gerichtsverfahren wegen Körperverletzung und Angriff mit einer tödlichen Waffe steht ihm jedoch bevor. Zuviel für die UFC, die Brandao nun nach fünf Jahren in der Organisation gekündigt hat.

Diego Brandao gelangte über die 14. TUF-Staffel in die UFC, die er im Finale gegen Dennis Bermudez gewann. In der Folge konnte Brandao immer wieder starke Kämpfe und Highlights gegen Durchschnittsfedergewichte produzieren, ging es jedoch an Gegner aus der Top-15, endeten die Serien von Brandao meist abrupt, ganz im Gegenteil zu seinem Finalgegner Bermudez. Brandao verlässt die UFC mit einer Bilanz von fünf Siegen und vier Niederlagen. Seinen einzigen Hauptkampf hatte er im Juli 2014 in Dublin, als er Conor McGregor durch Erstrunden-T.K.o. unterlag.