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UFC-Debütanten im Mai: Dalby, Makhachev, Breese und Co.

Nicolas Dalby bestreitet sein UFC-Debüt Ende Mai (Foto: Dolly Clew/Cage Warriors)

Die UFC. Für die meisten MMA-Kämpfer stehen diese drei Buchstaben für das große Ziel. Wer es in die UFC geschafft hat, darf sich auf der ganz großen Bühne des MMA beweisen und kann vielleicht irgendwann auf den Spuren von Cain Velasquez, Georges St. Pierre und Co. wandeln. Für diese acht Kämpfer kommt es im Mai zum ersten UFC-Kampf:

Jonavin Webb (8-0 (1))

Wenige Tage nach seinem 26. Geburtstag beschenkt sich Jonavin Webb selbst mit seinem ersten UFC-Kampf. Das ungeschlagene Weltergewicht stammt aus dem Philadelphia-Ableger der Renzo-Gracie-Akademie und trainiert dort mit UFC-Leichtgewicht Paul Felder. Webb bringt neben acht MMA-Kämpfen für CFFC auch die Erfahrung aus zahlreichen Amateur-Duellen im Ringen und Grappling mit und stand bereits mit Dan Stittgen und Lyman Good im Käfig. Man kann davon ausgehen, dass Webb auch in der UFC den Bodenkampf sucht und dort seine Stärken hat. Im Stand sollte man jedoch keine Wunderdinge erwarten. Insbesondere das Boxen dient fast ausschließlich zur Vorbereitung eines Takedowns. Webb trifft am 9. Mai in Australien auf Lokalmatador Kyle Noke.

Ben Nguyen (13-6)

Auf der gleichen Veranstaltung feiert auch Fliegengewicht Ben Nguyen seine UFC-Premiere. Der 26-jährige Amerikaner lebt seit Jahren in Australien und hat dort auch den Großteil seiner Karriere verbracht, geht aber für das "Tiger Muay Thai"-Gym an den Start. Nguyen kann auf sieben Siege in Folge zurückblicken und musste dabei nur zwei Mal über die Punkte gehen. Internationale Bekanntheit erlangte er durch seinen vorletzten Erfolg über Julez "The Jackal" Rabaud, den er bereits nach 25 Sekunden K.o. schlug. Das entsprechende Video hat bis heute knapp 9 Millionen Abrufe auf Youtube. Nguyen ist ein athletischer und aggressiver Standkämpfer, der gerne nach vorne stürmt und seine Gegner unter Druck setzt. Gegen den Ringer Alptekin Ozkilic könnte das zum Problem werden.

Levan Makashvili (6-1)

Mit vielen Vorschusslorbeeren betritt Levan Makashvili am 16. Mai in Manila das Octagon. Das Federgewicht hätte bereits im Februar gegen Nik Lentz debütieren sollen, eine kurzfristige Erkrankung bei Lentz' verhinderte den Einsatz des CFFC-Champions. Makashvili musste sich im vergangenen August Alexandre Bezerra zum ersten Mal geschlagen geben, konnte sich nur vier Monate später jedoch revanchieren und den langjährigen Bellator-Kämpfer bezwingen. Makashvili gilt als eines der größten Talente der Ostküste und trainiert beim noch unbekannten Team "Mutant MMA". Makashvili ist bereits ein guter Allrounder mit schweren Händen und gutem Ringen. Der georgisch-stämmige Kämpfer bringt zudem auch die nötige Physis und Ausdauer mit, um in der UFC auch langfristig bestehen zu können. Mit nur zehn Tagen Vorbereitung trifft Makashvili in seinem Debüt auf Mark Eddiva.

Islam Makhachev (11-0)

Seine Premiere auf einem PPV zu bestreiten ist definitiv etwas Besonderes. Und wer weiß, ob Fans nicht in ein paar Jahren sagen werden "Den habe ich damals im Vorprogramm von UFC 187 schon gesehen"? Makhachev dürfte eines der größten Talente sein, dass dieses Jahr den Sprung in die UFC schafft. Der 23-Jährige ist ein langjähriger Trainingspartner von Khabib Nurmagomedov im Fightspirit-Team und konnte in seiner Karriere bereits Siege über Yuri Ivlev oder den amtierenden Champion Mansour Barnaoui bei der M-1 Challenge feiern. Wie es sich für einen Kämpfer aus Dagestan gehört, hat Makhachev einen Hintergrund in Combat Sambo und daher sind Takedowns und die Oberlage seine größten Stärken.  Makhachev kämpft aus der Rechtsauslage, muss seine Fähigkeiten im Stand allerdings noch verbessern. Ob er langfristig im Leichtgewicht bleibt, oder mit seinen 1,77m doch eine Gewichtsklasse tiefer geht, wird sich zeigen. Im Debüt gegen Leo Kuntz bei UFC 187 sollten die Takedowns noch ausreichen.

Leo Kuntz (17-1-1)

Eine Bilanz von 17 Siegen aus 19 Kämpfen, dazu noch eine kämpferische Heimat im renommierten American Top Team. Trotzdem hat es Leo Kuntz erst mit 31 Jahren in die UFC geschafft. Das Leichtgewicht kämpfte lange Zeit in seiner Heimat in North Dakota, daher sind auch die blanken Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Große Namen sucht man in seiner Bilanz vergeblich und der erste Ausflug in UFC-Gefilde, Kuntz bewarb sich für die 16. TUF-Staffel, endete mit einem Erstrunden-K.o. durch Sam Alvey nach 47 Sekunden. Kuntz hätte bereits vergangenes Jahr seine Premiere gegen Yosdenis Cedeno absolvieren sollen, verletzte sich aber vor dem Kampf. Er stand seit anderthalb Jahren nicht mehr im Käfig. Der "Löwe" konnte mit seinen Fähigkeiten im Stand, Clinch und auf der Matte auf regionalen Events überzeugen und den Großteil seiner Siege vorzeitig erreichen.

Nicolas Dalby (13-0)

Für Kenner europäischen MMAs war es nur eine Frage der Zeit, bis die UFC auf Nicolas Dalby aufmerksam wird. Der Däne konnte sich in den vergangenen Jahren aus kleinen Veranstaltungen über European MMA bis hin zum Cage-Warriors-Titel im Weltergewicht vorkämpfen und steht nun zurecht in der UFC. Der 30-Jährige verteidigte in seinem letzten Kampf seinen Titel gegen Mohsen Bahari, nachdem er ihn zuvor gegen Sergei Churilov in der vierten Runde durch einen Head Kick gewann. Überhaupt sind die Kicks das Markenzeichen des dänischen Karateka. Der "Sharpshooter" hat ein großes Arsenal an Kicks im Repertoire und dürfte Fans des Standkampfs sofort Spaß machen. Auch seine Fäuste und sein Ringen sind nicht zu verachten, allerdings noch nicht auf dem Level der Tritttechniken angekommen. Er steigt in seinem Debüt bei der UFC Fight Night 67 am 30. Mai in Brasilien gegen Elizeu Zaleski in den Käfig.

Elizeu Zaleski (14-4)

Elizeu Zakeski, genannt "Capoeira", ist ein weiterer Brasilianer in einer langen Reihe von ehemaligen Jungle-Fight-Champions, die von der UFC verpflichtet werden. Der 28-Jährige bringt vier Siege am Stück mit ins Octagon und musste sich zuletzt vor zwei Jahren dem TUF-Brazil-Kämpfer Guilherme Vasconcelos geschlagen geben. Zaleski sucht seine Chancen im Stand und lässt seine Gegner gerne kommen, um sie dann auszukontern oder mit Kicks einzudecken. Die Schläge des Brasilianers sind präzise und hart, allerdings sind seine Defensive im Stand und seine Fähigkeiten auf der Matte noch mit Fragezeichen behaftet. Zaleski trainiert unter dem langjährigen Chute-Box-Coach Cristiano Marcello bei CM System und misst sich in seinem ersten UFC-Kampf vor heimischer Kulisse mit Nicolas Dalby.

Tom Breese (7-0)

Den Abschluss bildet der Engländer Tom Breese. Der 23-Jährige war schon länger auf dem Radar der UFC, ein Kreuzbandriss im Training verhinderte jedoch einen früheren Einsatz in der UFC für den Kämpfer, der seine Profi-Karriere fast ausschließlich bei BAMMA bestritt und neuerdings im Tristar Gym trainiert. Seine Bilanz mit sechs Submission-Siegen deutet es bereits an, Breese ist ein Bodenspezialist. Ob Gogo-, Omoplatas oder Würgegriffe, Breese ist ein aggressiver Grappler und legt dabei ein hervorragendes Verständnis für Positionen und Kontrolle an den Tag. Für die UFC muss der Standkampf aber noch verfeinert werden. Der Rechtsausleger beschränkt sich im Stand bisher auf einzelne Attacken und Takedowns. In seinem Debüt trifft Breese auf Luiz Jorge Dutra Jr.