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UFC-Besitzer Endeavor will an die Börse

Nachdem bereits vor Monaten die ersten Gerüchte aufkamen, steht nun fest, dass die Talent-Agency Endeavor an die Börse gehen will. Die Anträge wurden in dieser Woche eingereicht. Dies hat auch Auswirkungen auf die MMA-Welt, da Endeavor mit 50,1% der Hauptanteil an der UFC gehört.

Das Medien-Konglomerat, dass neben der UFC auch zahlreiche weitere Rechte aus der Unterhaltungssparte verwaltet, will damit noch in diesem Jahr Teil der New Yorker Börse werden. Wie aus den bei der US-Börsenaufsicht eingereichten Dokumenten ergeht, erwirtschaftete Endeavor im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,6 Milliarden Dollar bei 100 Millionen Dollar Gewinn nach Abzügen. Allein die Unterhaltungssparte, zu der die UFC gehört, brachte Endeavor einen Umsatz von 2,27 Milliarden mit 439 Millionen Gewinn vor Abzügen.

Endeavor hatte 2016 die UFC für vier Milliarden Dollar gekauft, den Kauf jedoch durch viel Fremdkapital finanziert. Der Kauf soll sich jedoch bereits gelohnt haben, denn die Sport-Branche des Unternehmens wuchs in den Monaten vor allem durch die Auswirkungen des UFC-Kaufs, einen Anstieg der Medienrechte sowie einer höheren Anzahl von Events und Sponsoring-Einnahmen.

Zukünftige Aktionäre müssen jedoch abwägen, denn Endeavor gab in der Selbstauskunft auch Gewinn-Risiken wie etwa die Gewerkschaftsbemühungen der UFC-Kämpfer, eine mögliche Sammelklage von Kämpfern wegen gesundheitlicher Langzeitfolgen sowie die derzeit bereits laufenden Sammelklagen gegen die „Monopolstellung“ der UFC an. Die UFC konnte ihre Finanzen bisher immer unter Verschluss halten, ein Börsengang von Endeavor dürfte zukünftig neue Einblicke bringen und der Sammelklage neuen Auftrieb geben.

Theoretisch ist zukünftig auch möglich, dass die UFC in einem eigenständigen Verfahren ab 2021 an die Börse gehen könnte. UFC-Präsident Dana White erteilte solchen Plänen in der Vergangenheit jedoch immer wieder eine Absage. Wann Endeavor an die Börse geht, steht noch nicht fest.