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UFC Auckland: Hunt stoppt Lewis vor heimischer Kulisse

Mark Hunt (Foto: WME-IMG)

Zum ersten Mal seit drei Jahren machte die UFC Halt in Neuseeland. Und erneut konnten sich insbesondere die Kämpfer aus Australien und Neuseeland von ihrer besten Seite zeigen. Im Hauptkampf standen sich die Schwergewichte und Publikumslieblinge Derrick Lewis und Mark Hunt gegenüber.

Mark Hunt kann es noch. Der 43-Jährige setzte sich im Hauptkampf vor heimischer Kulisse gegen Derrick Lewis durch. Am Vortag hatten beide noch am Schwergewichtslimit gekratzt, aber im Octagon sah Hunt deutlich fitter aus und setzte Lewis von Beginn an unter Druck. Zwar nicht in hohem Tempo, aber kontinuierlich im Vorwärtsgang und mit Attacken gegen die Beine und den Körper. Lewis fand gegen den Neuseeländer kein Mittel und kam nicht einmal in die Nähe eines Takedowns.

Stattdessen war es Hunt, der ohne große Anstrengungen Runde um Runde gewann, während Lewis sichtlich ermüdete. Lewis bewegte sich immer öfter entlang des Käfigs, wurde dabei wiederholt von Fäusten erwischt, ging aber nicht zu Boden. Nach einer weiteren Schlagsalve in Runde 4 hatte er jedoch scheinbar genug. Mit einem flehenden Blick Richtung Referee drehte er sich weg, zog im Stand die Doppeldeckung hoch und ließ sich nach wenigen klaren Treffern aus dem Kampf nehmen. Eine enttäuschende Leistung des „Black Beasts“.

Brunson stoppt Kellys Aufwärtstrend

Irgendwann musste es ja so kommen. Nachdem sich Daniel Kelly in den letzten Monaten vom belächelten Judo-Rentner zum Favoritenschreck gemausert hatte, wurde er nun vor heimischer Kulisse kalt erwischt. Gegen Derek Brunson hatte der Kampf kaum begonnen, da preschte der Amerikaner nach vorne und erwischte Kelly mit einer krachenden Linken. Kelly ging sofort zu Boden, musste noch ein paar Hammerfäuste einstecken und wurde dann vom Ringrichter beschützt.

Hooker knockt Pearson aus

Und das war nicht einmal der schönste K.o. des Abends, dieser gebührte Daniel Hooker. Der lange Australier bestimmte die Begegnung gegen Ross Pearson anfangs mit seinem Jab und hinterließ Spuren im Gesicht des Engländers. Im zweiten Durchgang erhöhte Pearson dann das Tempo, tauchte immer wieder ab und attackierte mit seinem linken Haken.

Leider zu berechenbar, denn Hooker war gewappnet und erwischte Pearson mit einem perfekten Kniestoß beim Abtauchen. Pearsons Mundstück ging auf die Reise, er selbst sofort K.o. Für den Engländer möglicherweise der letzte UFC-Auftritt. Der TUF-Champion und spätere -Coach hat seine letzten vier Kämpfe verloren.

Cutelaba, Nguyen und Volkanovski siegen

Abgerundet wurde das Hauptprogramm von weiteren eindrucksvollen Leistungen. Fliegengewicht Ben Nguyen überraschte Tim Elliott mit einem schnellen Rear-Naked Choke und Ion Cutelaba brauchte nur 22 Sekunden für Luis Henrique. Den einzigen Punktsieg des Hauptprogramms feierte Alexander Volkanovski. Er setzte sich deutlich gegen den erfahrenen Japaner Mizuto Hirota durch.

Die Ergebnisse im Überblick:

UFC Fight Night 110: Lewis vs. Hunt
10. Juni 2017
Auckland, Neuseeland

Mark Hunt bes. Derrick Lewis via T.K.o. (Schläge) nach 3:51 in Rd. 4
Derek Brunson bes. Daniel Kelly via T.K.o. (Schläge) nach 1:16 in Rd. 1
Daniel Hooker bes. Ross Pearson via K.o. (Knie) nach 3:02 in Rd. 2
Ion Cutelaba bes. Luis Henrique via T.K.o. (Schläge) nach 0:22 in Rd. 1
Ben Nguyen bes. Tim Elliott via Rear-Naked Choke nach 0:49 in Rd. 1
Alexander Volkanovski bes. Mizuto Hirota einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)

Vorprogramm
Vinc Pichel bes. Damien Brown via K.o. (Schläge) nach 3:37 in Rd. 1
Luke Jumeau bes. Dominique Steele einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)
John Moraga bes. Ashkan Mokhtarian einstimmig nach Punkten (30:25, 30:27, 30:27)
Zak Ottow bes. Kiichi Kunimoto geteilt nach Punkten (29:28, 29:28, 28:29)
JJ Aldrich bes. Chan-Mi Jeon einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)