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UFC Albany: Derrick Lewis siegt und enttäuscht

Die zweite UFC-Veranstaltung in New York seit Aufhebung des MMA-Verbots ist Geschichte. Die UFC Fight Night 102 in Albany sollte eigentlich dazu dienen, aufstrebende Kämpfer aus den schweren Gewichtsklassen zu bewerben. Das gelang nicht ganz, insbesondere Derrick Lewis konnte die Erwartungen nicht erfüllen.

Viel hatte man sich von Derrick Lewis erhofft, am Ende zeigte das „Black Beast“ nur das Nötigste. In seinem ersten Hauptkampf schien Lewis gegen Shamil Abdurakhimov nicht er selbst zu sein. Von der Energie und Power, mit denen Lewis in den Kämpfen zuvor zu Werke ging, war anfangs wenig zu sehen. Stattdessen wurde er wiederholt auf den Rücken geworfen und musste den Russen abwerfen.

Mit zwei Runden Rückstand und von einem Treffer am Auge gehandicapt, wurde Lewis im dritten Durchgang aggressiver, ließ die Fäuste fliegen und brachte Abdurakhimov mit Uppercuts in Bedrängnis. In der vierten Runde schlug dann die Stunde des Amerikaners. Zum ersten Mal initiierte er selbst den Clinch, brachte Abdurakhimov am Zaun zu Boden und beendete den Kampf kurze Zeit später mit Ground and Pound. Ein Arbeitssieg für Lewis, der sich eigentlich vorgenommen hatte, den nächsten Veteranen aus der Rangliste herauszufordern.

„Das war der schlechteste Kampf meiner Karriere,“ gab der 31-Jährige anschließend selbstkritisch im Interview zu. „Ich fand meine Leistung überhaupt nicht gut…das war einfach Scheiße.“ Trotz enttäuschender Leistung steht am Ende der fünfte Sieg in Folge für das Schwergewicht zu Buche.

Ngannou, Anderson und Villante im Aufwind

Der Franzose Francis Ngannou ist eigentlich wie Lewis für seine K.o.-Power bekannt. Gegen Anthony Hamilton war die jedoch nicht nötig. Hamilton versuchte, den Kampf am Zaun auf den Boden zu bringen. N’Gannou bekam den Arm zu fassen, setzte im Stand den Kimura an und wirbelte Hamilton damit auf die Matte. Dort musste er nur noch kurz seine Position festigen, bevor er Hamilton, immer noch im Kimura, abklopfen ließ.

Corey Anderson ist wieder auf der Siegerstraße. Gegen Sean O’Connell spielte der TUF-Sieger seinen ringerischen Vorteil perfekt aus, brachte den Kampf immer wieder auf die Matte, bevor er in der zweiten Runde mit Schlägen aus der Full Mount den Sack zu machen konnte.

Mit einem siegreichen Lokalmatador Gian Villante begann das Hauptprogramm in Albany. Das Halbschwergewicht aus New York hätte bereits bei UFC 205 antreten sollen, musste jedoch verletzt absagen und kam so erst einen Monat später zu einem Kampf im Heimatstaat. Gegen den kurzfristig eingesprungenen Saparbek Safarov lieferte sich Villante einen für ihn typischen Kampf mit zahlreichen Treffern auf beiden Seiten.

Die Ergebnisse im Überblick:

UFC Fight Night 102: Lewis vs. Abdurakhimov
9. Dezember 2016
Albany, New York, USA

Derrick Lewis bes. Shamil Abdurakhimov via T.K.o. (Schläge) nach 3:42 in Rd. 4
Francis Ngannou bes. Anthony Hamilton via Kimura nach 1:57 in Rd. 1
Corey Anderson bes. Sean O’Connell via T.K.o. (Schläge) nach 2:36 in Rd. 2
Gian Villante bes. Saparbek Safarov via T.K.o. (Schläge) nach 2:54 in Rd. 2

Vorprogramm
Justine Kish bes. Ashley Yoder einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)
Randy Brown bes. Brian Camozzi via T.K.o. (Knie & Schläge) nach 1:25 in Rd. 2
Gerald Meerschaert bes. Joseph Gigliotti via Anaconda Choke nach 4:12 in Rd. 1
Andrew Sanchez bes. Trevor Smith einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)
Shane Burgos bes. Tiago Trator einstimmig nach Punkten (30:26, 29:28, 29:27)
Marc Diakiese bes. Frankie Perez einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)
Ryan Janes bes. Keith Berish einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)
Julianna Lima bes. JJ Aldrich einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)